Grannenzeit: Wenn Gräser zur Gefahr werden
Reife Grasfrüchte bohren sich in Pfoten, Ohren, Augen und Nase, von Mai bis Spätsommer eine der häufigsten Notfallursachen in der Tierarztpraxis.
Saisonale Risiken, Krankheiten und Verhaltensthemen rund um den Hund, strukturiert nach Klimazone, Schweregrad und Zeitraum. Was ist gerade aktiv?
81 Saisoneinträge
Reife Grasfrüchte bohren sich in Pfoten, Ohren, Augen und Nase, von Mai bis Spätsommer eine der häufigsten Notfallursachen in der Tierarztpraxis.
In Innenstädten liegen die Bodentemperaturen an Hitzetagen oft 8–12 °C über dem Umland.
In der Höhe ist die Luft kühler, die UV-Strahlung aber stärker.
Geräuschangst ist die häufigste Angststörung beim Hund. Donner, Druck und Flackern setzen vielen zu, oft schon bevor das Gewitter da ist.
Bodennahes Ozon reizt die Atemwege, schwüle Luft erschwert das Kühlen über das Hecheln.
Auch Hunde reagieren auf Pollen, meist nicht mit Schnupfen, sondern mit Juckreiz und Hautproblemen.
Bei Sonne heizt sich Asphalt auf über 60 Grad auf und verbrennt die Pfotenballen.
Auch Hunde bekommen Sonnenbrand, vor allem an Nase, Ohren und Bauch. Hellhäutige und kurzhaarige Hunde brauchen Schatten und eine tierverträgliche Sonnencreme.
Schluckt dein Hund beim Apportieren zu viel Wasser, droht eine Wasservergiftung, selten, aber lebensgefährlich. Kaltes Wasser kann zudem die schmerzhafte Wasserrute auslösen.
Mops, Französische und Englische Bulldogge, Boxer und Pekinese können bei Hitze kaum über Hecheln kühlen.
Schwimmen trägt das Gewicht deines Hundes fast komplett. Das macht es zum idealen Ganzkörper-Training für Senioren, Arthrose-Hunde und Reha-Patienten.
Der Saft des Riesenbärenklaus macht die Haut extrem lichtempfindlich. In Kombination mit Sonne entstehen Verbrennungen, an heißen Tagen reicht schon die Nähe.
Schnappt der Hund nach einer Wespe, kann ein Stich in Maul oder Rachen die Atemwege zuschwellen lassen. Dann zählt jede Minute.
Der harte Maiskolben-Strunk lässt sich nicht verdauen und führt schnell zum Darmverschluss. In der Grillsaison liegt er oft greifbar herum.
Trinkt der Hund beim Baden viel Salzwasser, droht eine Salzvergiftung. Angespülte Feuerquallen nesseln auch tot noch und reizen Maul und Schleimhäute.
Grannen, die widerhakigen Ährenspitzen, bohren sich in Pfoten, Ohren und Nase und wandern im Körper weiter.
Im Sommer wird das Auto zur tödlichen Falle. Schon nach wenigen Minuten heizt es lebensgefährlich auf.
Apportieren, Buddeln, sandiges Spielzeug: Dein Hund schluckt am Strand leicht Sand mit. Sammelt sich genug im Darm, droht eine Sandkolik.
Beim Grillen lauern für Hunde mehrere Gefahren: gegarte Knochen splittern, Holzspieße und Maiskolben verstopfen den Darm, fettes Essen entzündet die Bauchspeicheldrüse.
In der Ferienzeit fährst du mehr mit Hund. Vielen wird im Auto schlecht: Sabbern, Hecheln, Erbrechen.
Fliegen legen im Sommer Eier in verschmutztes Fell und Wunden. Daraus schlüpfen binnen Stunden Maden, die sich ins Gewebe fressen.
Bei Hitze kippen flache Gewässer. Cyanobakterien bilden dann Gifte, die für Hunde innerhalb von Stunden tödlich enden können, schon ein paar Schlucke…
Für eine Kuh ist jeder Hund ein Raubtier. Mutterkühe verteidigen ihre Kälber, und genau dort passieren die schweren Unfälle, auf Alpweiden wie…
Im Mittelmeerraum übertragen Sandmücken die Leishmaniose. Der Schutz beginnt nicht am Strand, sondern Wochen vor der Abreise.