Strandtag mit Hund klingt harmlos. Doch beim Spielen landet schnell zu viel Sand im Bauch.
Wie der Sand in den Darm kommt
- Beim Apportieren bleibt nasser Sand am Ball kleben. Dein Hund schluckt ihn mit.
- Beim Buddeln und Toben nimmt er Sand direkt ins Maul.
- Abgeleckte Pfoten und sandiges Fell tragen weiter Sand nach.
- Ufernahes Salzwasser ist mit feinem Sand vermischt.
Warum eine Sandkolik gefährlich ist
- Nasser Sand verdichtet sich im Darm zu einem schweren Klumpen.
- Ist es genug, blockiert er Dünn- und Dickdarm. Ein Darmverschluss droht.
- Kleine Hunde trifft es früher. Bei ihnen reicht schon weniger Sand.
- Unbehandelt kann eine Sandkolik tödlich enden.
So schützt du deinen Hund
- Lass sandiges Spielzeug nicht ins Maul. Bälle sind die häufigste Falle.
- Mach alle zwanzig Minuten Pause und beobachte deinen Hund.
- Biete regelmäßig frisches Wasser an. Halte ihn vom Salzwasser ab.
- Versteck keine Leckerli im Sand.
- Erbricht er, hat Bauchschmerzen oder setzt keinen Kot ab, sofort zum Tierarzt.
Intensitäts-Verlauf
Das Risiko steigt mit der Strand- und Badesaison von Juni bis September. An heißen Tagen mit langem Spiel und wenig Wasser wird es am größten.
Quellen
- Tierklinik Rostock, Sandkolik, Aufnahmewege, Symptome, Vorbeugung
- Tierklinik Neustädter Bucht, Sand verstopft Dünn- und Dickdarm, Darmverschluss, Röntgendiagnose
- Animal Medical Center New York, Sand Impaction in Dogs, verdichteter Klumpen blockiert den Darm