Der Riesenbärenklau ist eine eingeschleppte Pflanze, die an Wegrändern, Bachläufen und auf Brachflächen wächst. Sie wird mehrere Meter hoch und trägt große weiße Blütendolden. Ihr Saft enthält phototoxische Stoffe, sogenannte Furocumarine.
Warum die Pflanze so heimtückisch ist
Der Saft allein verursacht kaum Beschwerden. Kommt Sonnenlicht hinzu, reagiert die Haut extrem. Rötungen, Schwellungen und Brandblasen entstehen, oft erst Stunden nach dem Kontakt. Bei Hunden sind wenig behaarte Stellen wie Nase, Bauch und Innenschenkel besonders gefährdet. An heißen Tagen gibt die Pflanze Furocumarine an die unmittelbare Umgebung ab, dann reicht schon die Nähe.
Wenn der Hund Kontakt hatte
- Betroffene Stellen sofort mit viel Wasser abspülen.
- Den Hund in den folgenden Tagen aus der Sonne halten.
- Bei Rötung, Blasen oder Schwellung tierärztlich abklären.
Vorbeugen
- Bestände erkennen und weiträumig umgehen, nicht hindurchlaufen lassen.
- Vorsicht an Flussufern und Brachflächen, dort wächst sie besonders häufig.
- Funde der Gemeinde melden, die Bekämpfung gehört in fachkundige Hände.
Intensitäts-Verlauf
Gefahr mit dem Austrieb und der Blüte ab Juni. Höchste Belastung an heißen, sonnigen Tagen im Hochsommer Juli und August. Auslauf im September.
Quellen
- ÖKO-TEST, Riesenbärenklau und Gefahr für Hund und Katze
- Julius Kühn-Institut, invasive Neophyten
- Info Flora (Schweiz), Riesen-Bärenklau