Im Hochsommer reift das Getreide, und mit ihm kommt eine unscheinbare, aber tückische Gefahr: die Granne. Ein paar Halme am Wegrand reichen schon.
Wie Grannen wandern
Grannen sind die spitzen, mit Widerhaken besetzten Ährenteile von Getreide und Wildgräsern, Gerste und Roggen haben die längsten. Durch die Widerhaken bewegen sie sich nur in eine Richtung, nach innen. Sie haften im Fell, bohren sich durch die Haut und treten durch jede Körperöffnung ein, zwischen den Zehen, in Ohren, Nase, Augen und Maul. Dort können sie tief eindringen und Abszesse und Fisteln verursachen.
Woran du einen Befall erkennst
- plötzliches, heftiges Lecken an einer Pfote, oft mit Humpeln
- Kopfschütteln bei einer Granne im Ohr, Niesen bei der Nase
- Blinzeln oder Augenzukneifen, manchmal eine Schwellung mit kleinem Loch
So beugst du vor
- In der Erntezeit reife und abgeerntete Felder und hohes trockenes Gras meiden.
- Nach dem Spaziergang Zehenzwischenräume, Ohren, Augen und Maul absuchen, das Fell zwischen den Ballen kurz halten.
- Sitzt eine Granne tief, gehört sie zum Tierarzt und muss vollständig raus.
Intensitäts-Verlauf
Beginn mit der Getreidereife im Juni. Höchste Gefahr in der Erntezeit im Juli und August, Abklingen mit dem Ende der Feldarbeit im September.
Quellen
- VIER PFOTEN, Grannen als Gefahr für Hunde
- Tierklinik Neustadt, Grannen-Symptome erkennen
- Fressnapf-Magazin und Gesundheitszentrum für Kleintiere, Grannen