Sommer, See, Stöckchen werfen. Klingt harmlos, hat aber zwei Tücken: die Wasservergiftung und die Wasserrute.
Wasservergiftung: selten, aber lebensgefährlich
Schluckt dein Hund beim Apportieren oder Tauchen zu viel Wasser, verdünnt das sein Blut. Der Natriumspiegel fällt, Wasser dringt in die Zellen. Im Gehirn wird das gefährlich.
- Auslöser sind stundenlanges Apportieren, Tauchen nach Spielzeug und exzessives Trinken bei Hitze.
- Warnzeichen sind Erbrechen, Benommenheit, ein aufgeblähter Bauch, Taumeln und Krämpfe.
- Krämpfe oder Benommenheit sind ein Notfall. Fahr sofort zum Tierarzt, hier zählt jede Minute.
Wasserrute: harmlos, aber schmerzhaft
Kaltes Wasser und Überanstrengung können die Rutenmuskulatur schädigen. Das nennt man Wasserrute.
- Typisch ist eine schlaff hängende Rute, die kurz absteht und dann herunterfällt.
- Der Hund hat Schmerzen, sitzt ungern und mag manchmal nicht fressen.
- Meist heilt das in wenigen Tagen von selbst. Ruhe und Wärme helfen, eine Abklärung beim Tierarzt ist sinnvoll.
So beugst du vor
- Begrenze das Apportieren im Wasser und mach viele Pausen.
- Nutze flache Spielzeuge statt Bälle, an denen er Wasser schluckt.
- Hol den Hund nach kurzer Zeit aus kaltem Wasser.
Intensitäts-Verlauf
Das Risiko steigt mit der Badesaison von Juni bis August, wenn Hunde oft und lange ins Wasser gehen. An heißen Tagen mit intensivem Wasserspiel ist die Gefahr am größten.
Quellen
- vets-now.com (tierärztlicher Notdienst), Water Intoxication in Dogs, Symptome und schneller Verlauf
- VCA Animal Hospitals, Acute Caudal Myopathy (Limber Tail), kaltes Wasser und Überanstrengung
- zooplus Magazin und FirstVet (tierärztlich geprüft), Wasserrute, Ruhe und Wärme, tierärztliche Abklärung