Auf Weiden und Alpen begegnen Hund und Halter regelmäßig Rindern. Für eine Kuh ist jeder Hund ein Raubtier, unabhängig von Größe und Aussehen. Mutterkühe reagieren besonders heftig, wenn sie ihre Kälber bedroht sehen. Viele Wanderwege queren Weiden, das macht Begegnungen zur Regel, nicht zur Ausnahme.
Die Grundregeln
- Hund nah bei sich führen, an kurzer Leine, ruhig und ohne Hektik.
- Abstand zu den Tieren halten, besonders zu Kühen mit Kälbern.
- Wanderwege nicht verlassen, Herden weiträumig umgehen.
- Den Tieren nicht den Rücken zukehren, ruhig zurückziehen.
Wenn es ernst wird
Zeichnet sich ein Angriff ab: Hund sofort ableinen. Er kann sich selbst in Sicherheit bringen, die Kühe folgen ihm, nicht dem Menschen. Wer den Hund an der Leine festhält, bringt sich selbst in die Schusslinie. Das klingt unintuitiv, ist aber die offizielle Empfehlung der Fachstellen.
Vor der Tour
- Route prüfen: Führt sie über bewirtschaftete Alpweiden?
- Bei nervösen Hunden alternative Wege ohne Weidequerung wählen.
- Gatter immer wieder schließen, Jungvieh nicht anlocken.
Intensitäts-Verlauf
Beginn mit der Weidesaison ab Mai. Höchste Begegnungsdichte über die Alpsaison Juni bis September. Mit dem Almabtrieb im Herbst klingt die Lage ab.
Quellen
- Schweizer Wanderwege, Merkblatt Mutterkuhherden
- Mutterkuh Schweiz, Verhaltensregeln Begegnung mit Weidetieren
- Österreichischer Alpenverein, Weidetieren sicher begegnen