Mit der Gewittersaison kehrt für viele Hunde ein vertrauter Stress zurück. Geräuschangst gilt als häufigste Angststörung beim Hund. Donner, Luftdruckänderungen und plötzliches Flackern setzen ihnen zu. Manche Hunde spüren das herannahende Gewitter schon bevor es da ist.
Anzeichen erkennen
- Zittern, Hecheln, Speicheln
- Eingeklemmte Rute, angelegte Ohren, Unruhe
- Verstecken an einem vermeintlich sicheren Ort, etwa im Bad
- Fiepen, Winseln, anhaltendes Bellen
Was in der akuten Situation hilft
Ruhe ausstrahlen ist das wichtigste Signal. Übertriebenes Trösten bestätigt dem Hund, dass etwas Bedrohliches passiert. Wegsperren verstärkt die Panik.
- Einen frei zugänglichen Rückzugsort anbieten, den Hund nicht hervorlocken.
- Fenster schließen, abdunkeln, ein leises Hintergrundgeräusch laufen lassen.
- In der Nähe bleiben, ohne den Hund zu fixieren.
Langfristig
Wer das Problem dauerhaft angehen will, beginnt außerhalb der Saison mit einem kleinschrittigen Geräuschtraining. Bei stark betroffenen Hunden lohnt tierärztliche oder verhaltensmedizinische Beratung, statt jedes Jahr nur den Akutfall zu überstehen.
Intensitäts-Verlauf
Erste Gewitter ab Mai. Höhepunkt der Belastung in der gewitterreichen Zeit Juni bis August. Einzelne Lagen auch im Frühherbst.
Quellen
- Tierärztliche Hochschule Hannover, Geräuschängste beim Hund
- Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin, Geräuschangst und Phobie
- ATN Akademie, Hunden mit Geräuschangst helfen