Nicht nur die pralle Mittagssonne setzt Hunden zu. An heißen, sonnigen Tagen kommen zwei stille Belastungen dazu: bodennahes Ozon und schwüle, feuchte Luft.
Warum Schwüle und Ozon gefährlich sind
Bodennahes Ozon, der Sommersmog, ist am späten Nachmittag zwischen etwa 14 und 17 Uhr am höchsten. Es reizt die Atemwege und dringt bei Anstrengung tief in die Lunge. Schwüle Luft ist tückisch, weil der Hund fast nur über das Hecheln kühlt. Ist die Luft feucht, verdunstet weniger, die Wärmeabgabe stockt und das Hitzschlagrisiko steigt.
Besonders gefährdet
- kurznasige Rassen, deren Hitzschlagrisiko etwa doppelt so hoch liegt
- alte, herzkranke und übergewichtige Hunde
- Hunde mit Atemwegs- oder Kreislaufproblemen
So kommt dein Hund durch den Hochsommer
- Spaziergänge in die kühlen Morgen- und Abendstunden legen, Mittag und sonnigen Nachmittag meiden.
- Schatten und Wasser bereitstellen, keine Anstrengung bei Schwüle.
- Auf Ozonwarnungen achten, lieber kurz und ruhig Gassi gehen.
Intensitäts-Verlauf
Erste belastende Tage im Frühsommer ab Juni. Höhepunkt in den heißen Schönwetterlagen von Juli und August, wenn Ozon und Schwüle zusammenkommen.
Quellen
- Umweltbundesamt, Ozonwerte und Gesundheitsrisiken durch Ozon
- Tierarzt Ralph Rückert, Hitzschlag beim Hund
- VDH und Bundestierärztekammer, Hitzschlag und Risikogruppen