Kurznasige Hunde haben im Sommer ein echtes Problem: Sie werden ihre Körperwärme kaum los.
Warum kurznasige Hunde schlechter kühlen
- Hunde regulieren ihre Temperatur fast nur über das Hecheln. Speichel verdunstet, der Hund gibt so Wärme ab.
- Bei brachycephalen Rassen sind die Atemwege verengt. Hecheln funktioniert schlechter, die Wärmeabgabe ist stark eingeschränkt.
- Viele dieser Hunde leiden zusätzlich am brachycephalen Atemwegssyndrom. Lautes Atmen und Schnarchen sind Warnzeichen, kein Charme.
Deutlich höheres Risiko
- Studien zeigen: Flachnasige Hunde erleiden mehr als doppelt so häufig einen Hitzschlag wie Hunde mit langer Schnauze.
- Betroffen sind vor allem Mops, Französische und Englische Bulldogge, Boxer, Pekinese und Boston Terrier.
- Übergewicht und hohe Luftfeuchtigkeit verschärfen die Gefahr.
Was diese Hunde brauchen
- Hitze meiden: Spaziergänge nur früh morgens oder spät abends, nie in der Mittagssonne.
- Warnzeichen ernst nehmen: lautes, mühsames Atmen, blaue oder bläuliche Zunge, Taumeln, Kollaps.
- Im Notfall sofort lauwarm kühlen, nicht eiskalt, beginnend an Pfoten und Beinen, dann zum Tierarzt.
Intensitäts-Verlauf
Die Gefahr wächst mit der Hitze und erreicht im Juli und August ihren Höhepunkt. Bereits schwüle Frühsommertage sind für kurznasige Hunde kritisch.
Quellen
- Veterinary Evidence und PMC (NCBI), Heatstroke and brachycephalic dogs, deutlich erhöhtes Risiko bei verengten Atemwegen
- AniCura Deutschland, Wissensbank Brachyzephalie, eingeschränkte Thermoregulation über Hecheln
- Thieme Tiermedizin und VDH-Tierschutz, Hitzschlag-Erste-Hilfe, kühlen aber nicht eiskalt, dann Tierarzt