Im Sommer wird aus einem unscheinbaren Schmutzfleck im Fell schnell ein Notfall. Fliegen suchen genau solche Stellen, und was danach passiert, geht rasend schnell.
Wie der Befall entsteht
- Fliegen legen ihre Eier in feuchtes, verschmutztes Fell, in offene Wunden und in die kotverklebte Analregion.
- Schon kleine Hautabschürfungen oder eitrige Stellen reichen als Brutstätte.
- Bei Sommerhitze schlüpfen aus den Eiern in nur 6 bis 12 Stunden Maden.
- Die Maden fressen sich ins Gewebe und vergrößern den Schaden von Stunde zu Stunde.
Warum es lebensbedrohlich ist
- Die Maden und das zerstörte Gewebe setzen Giftstoffe frei, die der Körper aufnimmt.
- So kann der Hund in einen toxischen Schock geraten, im schlimmsten Fall schon innerhalb von Stunden.
- Besonders gefährdet sind alte, kranke, bewegungseingeschränkte, inkontinente und langhaarige Hunde, vor allem im Freien.
- Auch ein gepflegter Hund kann betroffen sein, wenn eine Wunde übersehen wird.
Was du tun musst
- Maden im Fell oder an einer Wunde sind ein Notfall. Fahr sofort zum Tierarzt, auch außerhalb der Sprechzeiten.
- Entferne die Maden nicht selbst und versuch keine Hausmittel. Das gehört in fachkundige Hände.
- Halte Fell, Hinterteil und Wunden sauber und trocken, decke offene Wunden ab.
- Kontrolliere gefährdete Hunde im Sommer jeden Tag am ganzen Körper.
Intensitäts-Verlauf
Das Risiko steigt mit den warmen Monaten von Juni bis September, wenn Fliegen am aktivsten sind. An heißen, schwülen Tagen schlüpfen die Maden besonders schnell.
Quellen
- Merck Veterinary Manual, Myiasis bei Tieren, Entstehung und Gewebeschädigung
- RSPCA, Flystrike, Risikofaktoren und Notfallcharakter, Maden-Entwicklung in 6 bis 12 Stunden
- alles-dog.de, Fliegenmadenbefall beim Hund, Risikohunde, Vorbeugung durch Hygiene, sofortige Tierarzt-Behandlung