Ferienzeit heißt Autozeit, und vielen Hunden wird auf der Fahrt schlecht.
Warum deinem Hund übel wird
- Schuld ist meist der Gleichgewichtssinn im Innenohr: Auge und Körper melden dem Gehirn Widersprüchliches.
- Bei Welpen und Junghunden ist das Gleichgewichtsorgan noch nicht ausgereift, sie trifft es besonders oft.
- Auch Stress und Angst vor dem Auto lösen Übelkeit aus, und beides verstärkt sich gegenseitig.
Diese Zeichen erkennst du
- Vermehrtes Speicheln, Schmatzen und Lecken der Lefzen.
- Hecheln, Winseln, Unruhe oder im Gegenteil teilnahmsloses Liegen.
- Würgen und Erbrechen, manchmal auch Kot- oder Urinabsatz.
Was wirklich hilft
- Füttere mehrere Stunden vor der Fahrt nicht, ein leerer Magen beruhigt.
- Sichere deinen Hund in einer Box oder mit Geschirr und Gurt, das engt die seitliche Sicht ein und hilft gegen den Reiz.
- Gewöhne ihn in kleinen Schritten ans Auto, mit kurzen Fahrten und einem schönen Ende.
- Mach Pausen, sorge für frische Luft und einen kühlen Innenraum.
- Hilft das nicht, gibt es verschreibungspflichtige Mittel. Gib nur, was der Tierarzt verordnet, keine Mittel aus der Hausapotheke.
Intensitäts-Verlauf
Die Häufung fällt in die Reise- und Ferienzeit von Juni bis September, wenn längere Fahrten anstehen. Das Problem selbst tritt ganzjährig bei jeder Autofahrt auf.
Quellen
- zooplus Magazin (tierärztlich redaktionell), Symptome und Tipps gegen Reiseübelkeit beim Hund
- ATM Magazin, Ursache Gleichgewichtsorgan und Wirkstoff Maropitant (verschreibungspflichtig)
- ipet.ch, praktische Maßnahmen, leerer Magen, Box, Pausen