Das Auto ist im Sommer die häufigste tödliche Falle für Hunde. Schon kurzes Warten wird gefährlich.
Warum das Auto so schnell tötet
- Bei rund 20 Grad außen heizt sich der Innenraum in einer Stunde auf 46 Grad auf.
- An heißen Tagen werden lebensgefährliche Temperaturen schon nach zehn Minuten erreicht.
- Schatten und ein gekipptes Fenster helfen nicht. Der Schatten wandert, die Hitze bleibt.
- Hunde schwitzen kaum. Sie kühlen über Hecheln. Im heißen Auto versagt das.
- Kurznasige Rassen wie Mops und Bulldogge sind besonders gefährdet.
Hitzschlag erkennen
- Starkes, schnelles Hecheln und Unruhe.
- Taumeln, Schwäche, dunkelrote Zunge.
- Erbrechen, Durchfall, Kollaps.
- Ab 41 Grad Körpertemperatur wird es lebensbedrohlich.
Erste Hilfe richtig machen
- Bring den Hund sofort in den Schatten oder die Kühle.
- Kühle langsam mit lauwarmem Wasser. Starte an Pfoten und Beinen, dann der Bauch.
- Niemals eiskaltes Wasser. Der Kälteschock kann ihn töten.
- Biete lauwarmes Wasser zum Trinken an, wenn er bei Bewusstsein ist.
- Fahr sofort zum Tierarzt, auch wenn es ihm besser geht. Schäden zeigen sich oft verzögert.
Intensitäts-Verlauf
Die Gefahr wächst mit jedem Hitzetag und erreicht von Juni bis August ihren Höhepunkt. An heißen Tagen ist sie sofort da.
Quellen
- ADAC, Aufheizen des Innenraums und das Verbot, den Hund allein zu lassen
- Deutscher Tierschutzbund und VDH, Symptome und Erste Hilfe mit peripherem Kühlen, kein Eiswasser, Tierarzt auch nach Erholung
- Thieme Tiermedizin, Hitzschlag beim Hund, Therapie und verzögerte Organschäden