Ernährung

Futterbewusstsein im Rahmen des Welthungertags: Tipps für eine bewusste Fütterung deines Hundes

Beobachte deinen Hund zwei Wochen lang beim Fressen und miss die Portionen mit einer Küchenwaage – so findest du die richtige Futtermenge und vermeidest Verschwendung.

3 Min Lesezeit
Futterbewusstsein im Rahmen des Welthungertags: Tipps für eine bewusste Fütterung deines Hundes
Inhalt
  1. Wie viel Futter braucht mein Hund wirklich?
  2. Welche Küchenreste kann ich verfüttern?
  3. Wie lagere ich Hundefutter richtig?
  4. Lohnt sich regionales Hundefutter?
  5. Kann ich überschüssiges Futter spenden?

Du öffnest eine neue Dose Hundefutter, dein Hund frisst die Hälfte und der Rest landet am nächsten Tag im Müll. Diese Situation kennst du? Dann gehörst du zu den meisten Hundehaltern – aber das muss nicht so bleiben.

Wie viel Futter braucht mein Hund wirklich?

Die Antwort hängt von drei Faktoren ab: Gewicht, Aktivitätslevel und Alter. Ein 20-Kilo-Hund braucht zwischen 300 und 600 Gramm Trockenfutter täglich – die Spanne zeigt das Problem.

Beobachte deinen Hund zwei Wochen lang. Kannst du seine Rippen beim Streicheln ertasten, aber nicht sehen? Perfekt. Siehst du sie deutlich? Er bekommt zu wenig. Ertastest du sie kaum? Reduziere die Menge um 10 Prozent.

Ältere Hunde brauchen 20 Prozent weniger als die Packungsangabe. Welpen dagegen das Doppelte eines ausgewachsenen Hundes ihres späteren Gewichts. Miss die Portionen mit einer Küchenwaage – Messbecher sind ungenau.

Welche Küchenreste kann ich verfüttern?

Gekochte Karotten, Süßkartoffeln und Kürbis kannst du problemlos unter das Hundefutter mischen. Auch gekochtes Hähnchen ohne Gewürze oder Reis eignen sich als Beigabe.

Nie verfüttern: Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben, Schokolade, Avocado und stark gewürzte Speisen. Alles andere prüfst du vorher einzeln. Ein Teelöffel neue Zutat reicht für den ersten Test – Durchfall zeigt dir sofort, ob der Magen mitspielt.

Überreife Bananen kannst du pürieren und einfrieren. In Würfel geschnitten werden sie zu Kauleckerlis. Schrumpelige Karotten kochst du weich und mischst sie portionsweise ins Futter.

Wie lagere ich Hundefutter richtig?

Trockenfutter gehört in einen luftdichten Behälter – nicht in die Originalverpackung. Die ist nicht für längere Lagerung gedacht. Kaufe nur Mengen, die dein Hund in vier Wochen schafft.

Angebrochenes Nassfutter hält im Kühlschrank zwei Tage. Fülle es in einen Glasbehälter um – die Dose kann korrodieren. Du kannst Nassfutter auch in Eiswürfelformen einfrieren und portionsweise auftauen.

Leckerlis verlieren in feuchter Luft ihre Knusprigkeit. Eine Dose mit Reis absorbiert die Feuchtigkeit und hält sie knackig.

Lohnt sich regionales Hundefutter?

Kurze Transportwege reduzieren den CO₂-Fußabdruck – das stimmt. Entscheidender ist aber die Qualität der Zutaten. Ein Futter aus der Region kann schlechter sein als eines von weiter weg.

Prüfe die Zutatenliste: Steht Fleisch an erster Stelle? Erkennst du alle Bestandteile? Meide Futter mit „Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen“ ohne weitere Angaben.

Biofutter kostet 30 bis 50 Prozent mehr, bietet aber keine nachweislichen Gesundheitsvorteile für Hunde. Die Entscheidung ist ethisch, nicht medizinisch motiviert.

Kann ich überschüssiges Futter spenden?

Angebrochene Packungen nehmen Tierheime nicht an. Verschlossene Dosen und Trockenfuttersäcke dagegen gerne. Ruf vorher an und frag nach dem Bedarf – manche Heime sind überfüllt mit Spenden bestimmter Marken.

Dein Hund verträgt das neue Futter nicht? Innerhalb von 14 Tagen kannst du es bei den meisten Händlern zurückgeben. Bewahre den Kassenzettel auf.

Wie berechne ich die optimale Futtermenge?

Multipliziere das Körpergewicht mit 20-30 (je nach Aktivität). Das Ergebnis ist der tägliche Kalorienbedarf. Ein 15-Kilo-Hund braucht 300-450 Kalorien täglich.

Welche Reste aus der Küche sind gefährlich?

Alle Zwiebelgewächse, Weintrauben, Schokolade, Macadamia-Nüsse und Avocado sind giftig. Auch gekochte Knochen können splittern und den Darm verletzen.

Wie lange hält sich geöffnetes Nassfutter?

Im Kühlschrank maximal 48 Stunden. Bei Zimmertemperatur nur zwei Stunden. Riecht es säuerlich oder siehst du Verfärbungen, weg damit.

Kann ich Hundefutter einfrieren?

Ja, Nassfutter lässt sich portionsweise einfrieren. Trockenfutter nicht – es verliert Vitamine und wird ranzig. Aufgetautes Futter niemals wieder einfrieren.

Was mache ich mit abgelaufenem Hundefutter?

Trockenfutter ist oft noch Wochen nach Ablauf genießbar, wenn es trocken gelagert wurde. Riecht es normal und siehst du keinen Schimmel, kannst du es verfüttern. Nassfutter nach Ablauf entsorgen.