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Tierheime

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Tierheime
Definition

Ein Tierheim ist eine Einrichtung, die herrenlose, abgegebene oder beschlagnahmte Tiere aufnimmt, versorgt und an neue Halter vermittelt.

Inhalt
  1. Welche Tiere findest du im Tierheim?
  2. Was kostet ein Hund aus dem Tierheim?
  3. Wie läuft die Vermittlung ab?
  4. Was ist bei regionalen Tierheimen anders?

Ein Tierheim ist eine Einrichtung, die herrenlose, abgegebene oder beschlagnahmte Tiere aufnimmt, versorgt und an neue Halter vermittelt.

In Deutschland existieren rund 740 Tierheime, die jährlich etwa 300.000 Tiere beherbergen. Die meisten werden von Tierschutzvereinen betrieben und finanzieren sich über Spenden, Mitgliedsbeiträge und Vermittlungsgebühren.

Welche Tiere findest du im Tierheim?

Etwa 60 Prozent der Tierheimtiere sind Katzen, 25 Prozent Hunde. Der Rest verteilt sich auf Kleintiere, Vögel und Exoten. Bei den Hunden dominieren Mischlinge – Rassehunde machen nur etwa 30 Prozent aus.

Viele Tierheimhunde sind bereits erwachsen und haben Grunderziehung. Das Klischee vom „schwierigen Problemhund“ stimmt selten: Die häufigsten Abgabegründe sind Zeitmangel, Umzug oder Allergie der Halter.

Was kostet ein Hund aus dem Tierheim?

Die Schutzgebühr liegt für erwachsene Hunde meist zwischen 200 und 400 Euro, bei Welpen bis zu 500 Euro. Enthalten sind Grundimpfungen, Chip, EU-Pass und meist die Kastration. Im Vergleich zu Züchterpreisen ist das günstig – die Welpenzeit sparst du dir dabei allerdings auch.

Bei manchen Tierheimen kommen noch Fahrtkosten für den Hausbesuch hinzu (20 bis 50 Euro) sowie eine Vereinsmitgliedschaft als Voraussetzung (30 bis 60 Euro jährlich).

Wie läuft die Vermittlung ab?

Der Prozess dauert meist zwei bis vier Wochen. Zuerst füllst du einen Selbstauskunftsbogen aus – mit Fragen zu Wohnsituation, Erfahrung und Zeitbudget. Dann folgt ein Beratungsgespräch im Tierheim.

Bei positiver Vorabklärung kommt der Hausbesuch. Ein Mitarbeiter prüft Garten, Zäune und ob deine Angaben stimmen. Manche Tierheime erledigen das erst nach der Vermittlung – dann als Nachkontrolle.

Seriöse Tierheime drängen in der Regel nicht. Sie wollen, dass die Chemie zwischen dir und dem Hund stimmt. Mehrere Spaziergänge vor der Entscheidung sind normal.

Was ist bei regionalen Tierheimen anders?

Städtische Tierheime haben oft längere Wartelisten, aber professionellere Strukturen. Kleine Vereine auf dem Land kennen ihre Tiere persönlicher, verfügen aber über weniger veterinäre Ausstattung.

Im Süden Deutschlands sind Tierheime oft überfüllt mit Hunden aus dem Auslandstierschutz. Im Norden überwiegen einheimische Abgabetiere. Die Vermittlungskriterien variieren stark: Manche Tierheime geben nicht an Familien mit Kindern unter 14 ab, andere sind lockerer.

Meiner Einschätzung nach sind kleine, vereinsgeführte Tierheime oft die bessere Wahl. Die Tiere leben dort weniger gestresst, und die Mitarbeiter können dir ehrlicher sagen, welcher Hund zu dir passt.