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Trockenfutter

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Trockenfutter
Definition

Trockenfutter ist Hundefutter mit höchstens 14 Prozent Feuchtigkeit – handelsüblich rund 10 Prozent –, das durch Wärmebehandlung und Wasserentzug haltbar gemacht wird.

Inhalt
  1. Wie entsteht Trockenfutter?
  2. Wie wirkt sich der niedrige Wasseranteil aus?
  3. Hilft Trockenfutter wirklich bei der Zahnpflege?
  4. Für welche Hunde ist Trockenfutter besonders geeignet?
  5. Woran erkenne ich hochwertiges Trockenfutter?

Trockenfutter ist Hundefutter, das durch Wärmebehandlung und Wasserentzug haltbar gemacht wird. Als Trockenfutter gilt in der europäischen Futtermittelbranche Ware mit höchstens 14 Prozent Feuchtigkeit; handelsübliche Produkte liegen meist bei rund 10 Prozent. Gesetzlich definiert ist der Begriff nicht – das EU-Futtermittelrecht schreibt lediglich vor, dass der Feuchtegehalt ab mehr als 14 Prozent auf der Packung stehen muss.

Wie entsteht Trockenfutter?

Die Grundzutaten werden gemahlen, mit Wasser zu einem Teig vermischt und durch einen Extruder gepresst. Bei Temperaturen um 120 bis 140 °C entstehen die typischen Pellets. Anschliessend wird bei 80 bis 90 °C getrocknet, bis der Wassergehalt rund 10 Prozent erreicht.

Kaltgepresstes Trockenfutter durchläuft diesen Prozess bei niedrigeren Temperaturen um 80 °C. Dadurch bleiben mehr hitzeempfindliche Nährstoffe erhalten – die Haltbarkeit ist dafür oft geringer.

Wie wirkt sich der niedrige Wasseranteil aus?

Ein Hund benötigt täglich etwa 50 bis 60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Bei reiner Trockenfütterung muss er diese Menge fast vollständig durch Trinken aufnehmen. Nassfutter enthält mindestens 60 Prozent Wasser, Dosenware typischerweise 68 bis 78 Prozent, und deckt damit einen Grossteil des Bedarfs ab.

Die geringere Wasserzufuhr kann bei manchen Hunden zu konzentrierterem Urin führen. Das ist nicht zwangsläufig problematisch. Bei einer Neigung zu Harnsteinen solltest du die Wasseraufnahme aber im Blick behalten.

Hilft Trockenfutter wirklich bei der Zahnpflege?

Der mechanische Abrieb beim Kauen kann oberflächlichen Zahnbelag reduzieren. Eine Studie der Universität Utrecht zeigte jedoch, dass normale Trockenfutter-Pellets meist zu klein sind für eine effektive Reinigung – die meisten Hunde kauen sie nur wenige Sekunden.

Spezielle Dental-Trockenfutter haben eine gröbere Struktur und bleiben länger zwischen den Zähnen. Sie können Plaque um etwa 20 bis 30 Prozent reduzieren, ersetzen aber nicht das regelmässige Zähneputzen.

Für welche Hunde ist Trockenfutter besonders geeignet?

Hunde, die viel trinken, profitieren am meisten von Trockenfutter. Auch bei Übergewicht kann die präzise Portionierung helfen, weil sich kleinere Mengen genauer abmessen lassen als bei Nassfutter.

Weniger geeignet ist Trockenfutter für Hunde, die grundsätzlich wenig trinken, für sehr alte Tiere oder für solche mit Nierenproblemen. Der zusätzliche Wasserbedarf kann hier belastend werden.

Woran erkenne ich hochwertiges Trockenfutter?

Die erste Zutat sollte eine benannte Fleischquelle sein – nicht „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Getreide ist nicht per se schlecht, sollte aber nicht die Hauptzutat darstellen.

Ein realistischer Proteingehalt liegt zwischen 20 und 30 Prozent. Werte über 35 Prozent sind meist übertrieben und können bei gesunden Hunden die Nieren unnötig belasten.