Ernährung

Welche Nahrungsmittel sind zum Kochen von Hundefutter geeignet?

3 Min Lesezeit
Welche Nahrungsmittel sind zum Kochen von Hundefutter geeignet?
Inhalt
  1. Welches Fleisch darf mein Hund essen?
  2. Welchen Fisch kann ich meinem Hund geben?
  3. Welche Kohlenhydrate sind für Hunde geeignet?
  4. Welches Gemüse dürfen Hunde fressen?
  5. Sind Milchprodukte für Hunde erlaubt?
  6. Welche Kräuter kann ich beim Kochen verwenden?
  7. Wie koche ich ein komplettes Hundefutter?

Du stehst am Herd und denkst: „Warum nicht auch für den Hund kochen?“ Eine gute Frage. Selbstgekochtes Hundefutter gibt dir die volle Kontrolle über die Zutaten. Du weißt genau, was drin ist – keine Konservierungsstoffe, keine Füllstoffe, keine Rätsel.

Aber Achtung: Nicht alles aus deiner Küche gehört in den Hundenapf. Manche Zutaten sind sogar gefährlich.

Welches Fleisch darf mein Hund essen?

Fleisch bildet die Basis jeder Hundemahlzeit. Rind, Lamm, Hähnchen und Pute funktionieren alle – mit einer Regel: Schweine- und Geflügelfleisch muss komplett durchgegart sein.

Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus übertragen. Für Hunde ist das tödlich. Geflügel bringt oft Salmonellen mit. Bei Rind und Lamm ist ein rosiger Kern dagegen kein Problem.

Mein Tipp aus der Praxis: 150-200g Fleisch pro 10kg Körpergewicht und Tag. Ein 20kg-Hund bekommt also etwa 300-400g Fleisch täglich.

Welchen Fisch kann ich meinem Hund geben?

Lachs ist perfekt – voller Omega-3-Fettsäuren. Einmal pro Woche reicht völlig. Kabeljau und Thunfisch gehen auch.

Aber: Fisch immer durchgaren. Roher Lachs kann Bakterien enthalten. Zander, Karpfen und Sardinen haben viel Thiaminase – ein Enzym, das Vitamin B1 zerstört. Durch Kochen wird es unschädlich.

Gräten natürlich entfernen. Dein Hund kann sich genauso daran verschlucken wie du.

Welche Kohlenhydrate sind für Hunde geeignet?

Reis, Nudeln und Kartoffeln landen problemlos im Hundenapf. Kartoffeln aber nur gekocht – und grüne Stellen plus Keime großzügig wegschneiden. Die enthalten Solanin, das Bauchschmerzen verursacht.

Etwa 50-100g gekochte Kohlenhydrate pro 10kg Körpergewicht passen gut.

Welches Gemüse dürfen Hunde fressen?

Karotten und Brokkoli sind Spitzenreiter. Karotten fördern die Verdauung, Brokkoli liefert Calcium und Vitamin C. Beide leicht gedünstet servieren.

Komplett tabu: Zwiebeln, Knoblauch, Lauch. Das Alliin darin zerstört rote Blutkörperchen. Kann tödlich enden.

Darf mein Hund Obst essen?

Äpfel und Birnen sind top – entkernt natürlich. Ananas und Orangen nur in winzigen Mengen wegen der Säure.

Weintrauben sind ein Roulettespiel. Manche Hunde vertragen sie, andere bekommen schwere Vergiftungen. Finger weg davon.

Avocados stehen im Verdacht, Herzprobleme zu verursachen. Lass sie weg.

Sind Milchprodukte für Hunde erlaubt?

Kommt drauf an. Erwachsene Hunde können laktoseintolerant werden – wie Menschen auch.

Hüttenkäse funktioniert meist gut. Wenig Laktose, wenig Fett. Ein Esslöffel als Topping schadet nicht. Joghurt und Quark haben Milchsäurebakterien, die die Verdauung unterstützen.

Hartkäse wie Emmentaler oder Gouda nur in kleinen Würfeln. Der Fettgehalt ist hoch.

Welche Süßwaren sind giftig für Hunde?

Schokolade ist pures Gift. Das Theobromin darin wirkt wie ein Nervengift. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher.

Xylit (Birkenzucker) ist noch schlimmer. Führt zu extremer Insulinausschüttung und Bewusstlosigkeit. Steht oft in zuckerfreien Kaugummis.

Welche Kräuter kann ich beim Kochen verwenden?

Rosmarin und Bohnenkraut machen das Futter schmackhafter. Bei mäkeligen Fressern ein Geheimtipp. Kamille und Thymian beruhigen den Magen.

Bärlauch und Schnittlauch gehören zur Zwiebelfamilie – also weg damit.

Wie koche ich ein komplettes Hundefutter?

Ein einfaches Grundrezept für einen 20kg-Hund: 300g durchgebratenes Hähnchen, 80g gekochter Reis, 100g gedünstete Karotten, 1 TL Leinöl. Alles vermischen, abkühlen lassen.

Das deckt eine Mahlzeit ab. Du brauchst aber eine Nährstoffberechnung vom Tierarzt, wenn du dauerhaft selbst kochst. Sonst entstehen Mangelerscheinungen.

Darf ich Salz und Gewürze verwenden?

Nein. Hunde brauchen kein zusätzliches Salz. Scharfe Gewürze vertragen sie schlecht.

Wie erkenne ich gutes Fertigfutter an den Zutaten?

Schau auf die erste Zutat – das ist mengenmäßig am meisten drin. Steht dort „Fleisch“ oder „Huhn“, ist das gut. Steht „Nebenerzeugnisse“ oder „Getreide“ an erster Stelle, lass es stehen.

Was mache ich, wenn mein Hund das Selbstgekochte nicht frisst?

Langsam umstellen. Eine Woche lang 25% neues Futter mit 75% gewohntem mischen. Dann wöchentlich steigern.

Wie lange hält sich selbstgekochtes Hundefutter?

Im Kühlschrank maximal 3 Tage. Du kannst Portionen einfrieren und bei Bedarf auftauen.