Aujeszky-Virus
Das Aujeszky-Virus ist ein hochansteckendes Herpesvirus, das bei Hunden eine nahezu immer tödlich verlaufende Pseudowut auslöst.
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Das Aujeszky-Virus ist ein hochansteckendes Herpesvirus, das bei Hunden eine nahezu immer tödlich verlaufende Pseudowut auslöst. Das Virus befällt das zentrale Nervensystem und führt binnen 1-3 Tagen nach Symptombeginn zum Tod.
Wie steckt sich mein Hund mit dem Aujeszky-Virus an?
Die Ansteckung erfolgt fast ausschliesslich durch rohes Schweinefleisch oder Innereien infizierter Schweine. Auch Kontakt zu lebenden infizierten Schweinen kann zur Übertragung führen – allerdings sind Hunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit den grossflächigen Tilgungsprogrammen der 1990er Jahre deutlich seltener betroffen.
Das Virus dringt über kleine Wunden im Maul oder über die Schleimhäute ein. Eine Übertragung von Hund zu Hund findet nicht statt.
Welche Symptome zeigt ein infizierter Hund?
Die ersten Anzeichen treten 2-6 Tage nach der Ansteckung auf. Der Hund zeigt extremen Juckreiz an der Eintrittsstelle des Virus – meist am Kopf oder Hals.
Binnen weniger Stunden entwickeln sich weitere Symptome: unstillbarer Drang zu kratzen und zu beissen, Speicheln, Unruhe und Verweigerung von Futter und Wasser. Anders als bei der echten Tollwut zeigen betroffene Hunde keine Aggressivität gegenüber Menschen.
Im Endstadium kommt es zu Lähmungserscheinungen und Koma. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein.
Gibt es eine Behandlung oder Impfung?
Nein, weder eine wirksame Behandlung noch eine Schutzimpfung für Hunde existiert. Bei Verdacht auf Aujeszky-Infektion bleibt nur die symptomatische Betreuung zur Leidensvermeidung.
Menschen können sich übrigens nicht mit dem Aujeszky-Virus anstecken – das ist ein weit verbreiteter Irrtum.
Wie schütze ich meinen Hund vor dem Aujeszky-Virus?
Der einzig wirksame Schutz ist der komplette Verzicht auf rohes Schweinefleisch. Das gilt auch für Wildschwein und verarbeitete Produkte wie rohe Würste oder Speck.
Beim Barfen oder bei selbst zusammengestellten Rationen solltest du ausschliesslich Rind, Geflügel oder Lamm verwenden. Erhitzt auf über 60°C ist Schweinefleisch dagegen unbedenklich – das Virus wird durch Kochen zuverlässig abgetötet.
Falls du in ländlichen Gebieten mit Schweinehaltung lebst: Sorge dafür, dass dein Hund keinen Zugang zu Schweineställen oder deren Umgebung hat.
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