Calcium
Calcium ist ein Mineralstoff, der bei Hunden den Knochenstoffwechsel, die Muskelkontraktion und die Blutgerinnung steuert.
Inhalt
Wie viel Calcium braucht mein Hund täglich?
Ein 25-kg-Hund benötigt etwa 1,3 Gramm Calcium pro Tag – bei einem korrekten Calcium-Phosphor-Verhältnis von 1,2:1 bis 1,4:1. Welpen großer Rassen brauchen 320 mg pro kg Körpergewicht, kleine erwachsene Hunde etwa 50 mg pro kg.
Die meisten Hundehalter überschätzen den Calciumbedarf dramatisch. Ein Zuviel schadet genauso wie ein Mangel – besonders bei Welpen führt Calcium-Überversorgung zu Skelettdeformationen.
Woran erkenne ich Calciummangel beim Hund?
Erste Anzeichen sind oft subtil: Der Hund wird unruhiger als gewöhnlich, hechelt ohne erkennbaren Grund oder zeigt Muskelzittern – besonders nach Belastung.
Schwerwiegendere Symptome entwickeln sich schleichend:
- Lahmheit ohne ersichtliche Verletzung
- Brüchige Zähne oder vorzeitiger Zahnverlust
- Bei säugenden Hündinnen: Eklampsie mit Krampfanfällen
- Verformte Knochen bei Welpen (Rachitis)
Welche Hunde haben ein erhöhtes Risiko?
Säugende Hündinnen stehen ganz oben auf der Risikoliste – sie können bis zu viermal mehr Calcium benötigen als normalerweise. Besonders bei großen Würfen entwickelt sich schnell ein Mangel.
Auch Senioren ab acht Jahren verwerten Calcium schlechter. Ihre Knochen werden poröser, selbst bei ausreichender Zufuhr über das Futter.
Welpen großer Rassen stehen vor dem umgekehrten Problem: Zu viel Calcium führt bei ihnen zu Gelenkproblemen und Fehlstellungen, die ein Leben lang bleiben.
Was passiert bei der Verdauung von Calcium?
Calcium wird hauptsächlich im Dünndarm aufgenommen – aber nur etwa 40 Prozent der zugeführten Menge. Vitamin D3 verstärkt diese Aufnahme erheblich.
Das Problem: Calcium konkurriert mit anderen Mineralstoffen. Zu viel Phosphor, Magnesium oder Eisen blockiert die Calcium-Aufnahme. Deshalb funktioniert die isolierte Calcium-Gabe oft nicht.
Welche Calcium-Quellen sind am besten verwertbar?
Knochenmehl aus der Dose ist schwer verdaulich – frische, weiche Knochen wie Hähnchenhälse werden besser verwertet. Die Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 30 Prozent.
Calciumcarbonat aus Nahrungsergänzungsmitteln erreicht nur 20 Prozent Verwertung. Milchprodukte fallen für laktoseintolerante Hunde weg – das sind etwa 70 Prozent aller erwachsenen Hunde.
Hochwertige Trockenfutter enthalten meist die optimale Menge. Bei Rohfütterung ist eine genaue Berechnung nötig – hier passieren die meisten Dosierungsfehler.
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