Herzprobleme
Herzprobleme beim Hund sind Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, die entweder angeboren auftreten oder sich im Laufe des Lebens entwickeln und die Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigen.
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Herzprobleme beim Hund sind Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, die entweder angeboren auftreten oder sich im Laufe des Lebens entwickeln und die Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigen.
Etwa 10 % aller Hunde entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Herzerkrankung. Bei kleinen Rassen wie Cavalier King Charles Spaniels liegt die Quote deutlich höher – hier sind bis zu 50 % der über 10-jährigen Tiere betroffen.
Welche Herzprobleme treten bei Hunden am häufigsten auf?
Die Mitralklappenendokardiose macht 75 % aller Herzerkrankungen bei Hunden aus. Dabei verdicken sich die Herzklappen und schliessen nicht mehr vollständig. Das Blut fliesst zurück und überlastet das Herz.
Die dilatative Kardiomyopathie betrifft vor allem grosse Rassen wie Deutsche Doggen oder Dobermänner. Der Herzmuskel wird schwächer, das Herz vergrössert sich – und diese Verlaufsform führt häufig rascher zu lebensbedrohlichen Zuständen als die Mitralklappenerkrankung.
Angeborene Herzfehler wie Pulmonalstenose oder persistierender Ductus arteriosus zeigen sich meist schon beim Welpen durch verminderte Belastbarkeit.
Woran erkenne ich Herzprobleme bei meinem Hund?
Ein trockener Husten nach Aufregung oder nachts ist oft das erste Anzeichen. Der Hund hustet, als hätte er etwas im Hals stecken.
Frühe Hinweise sind auch schnellere Ermüdung bei Spaziergängen und vermehrtes Hecheln ohne erkennbaren Grund. Der Hund bleibt öfter stehen oder sucht Schatten auf.
Im fortgeschrittenen Stadium kommen Atemnot in Ruhe, bläuliche Zunge oder bläuliches Zahnfleisch und Flüssigkeit im Bauchraum hinzu – das sind Zeichen akuter Lebensgefahr.
Bei welchen Symptomen muss ich sofort zum Tierarzt?
Akute Atemnot mit offenem Maul und gestrecktem Hals erfordert sofortige tierärztliche Behandlung. Dasselbe gilt für plötzliche Schwäche, Kollaps oder eine bläulich verfärbte Zunge.
Auch wenn dein Hund nachts unruhig wird, nicht mehr liegen kann oder ständig hustet, solltest du noch am selben Tag einen Tierarzt aufsuchen.
Wie wird eine Herzerkrankung beim Hund behandelt?
Medikamente wie ACE-Hemmer erweitern die Blutgefässe und entlasten das Herz. Diuretika helfen bei Wasseransammlungen. Bei fortgeschrittenen Fällen kommen Herzglykoside zum Einsatz, die die Pumpkraft des Herzens unterstützen können.
Die Ernährung sollte natriumarm sein – unter 100 mg Natrium pro 100 g Trockenfutter. Kommerzielle Herzdiäten enthalten oft zusätzlich Taurin und L-Carnitin zur Stärkung des Herzmuskels.
Bewegung bleibt erlaubt, aber angepasst. Kurze, entspannte Spaziergänge sind besser als lange Touren. Schwimmen eignet sich gut, da es das Herz weniger belastet als Laufen.
Kann ich Herzproblemen vorbeugen?
Eine Vorbeugung ist nur begrenzt möglich, da die meisten Herzerkrankungen genetisch bedingt sind. Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 7. Lebensjahr können Probleme früh erkennen.
Übergewicht zu vermeiden hilft nachweislich – jedes Kilogramm weniger entlastet das Herz. Auch Zahnpflege spielt eine Rolle, da Zahnfleischentzündungen das Herz belasten können.
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