Gesundheit & Pflege

Zahnwechsel beim Welpen: Was du wissen solltest

4 Min Lesezeit
Zahnwechsel beim Welpen: Was du wissen solltest
Inhalt
  1. Wann beginnt der Zahnwechsel?
  2. Wie verläuft der Zahnwechsel?
  3. Woran erkennst du den Zahnwechsel?
  4. Wie kannst du deinem Welpen helfen?
  5. Mögliche Komplikationen
  6. Die 5 meistgestellten Fragen zum Zahnwechsel beim Welpen
  7. Die 5 grössten Mythen über den Zahnwechsel beim Welpen

Der Zahnwechsel ist ein natürlicher Entwicklungsschritt im Leben deines Welpen. Dieser Artikel zeigt dir, wann der Prozess beginnt, welche Symptome auftreten können und wie du deinen Vierbeiner dabei am besten unterstützt.

Wann beginnt der Zahnwechsel?

Neugeborene Welpen kommen ohne Zähne zur Welt. Ihre ersten Milchzähne brechen etwa ab der 3. Lebenswoche durch. Der eigentliche Zahnwechsel startet in der Regel zwischen der 12. und 16. Woche und dauert bis zum 7. Lebensmonat an.

Wie verläuft der Zahnwechsel?

  1. Milchzähne (bis ca. 12. Woche): Dein Welpe besitzt 28 spitze Milchzähne.
  2. Wechselphase (ab ca. 12. Woche): Die Milchzähne fallen aus, und die bleibenden Zähne wachsen nach.
  3. Bleibendes Gebiss (bis ca. 7. Monat): Insgesamt besitzt ein erwachsener Hund 42 Zähne.

Woran erkennst du den Zahnwechsel?

Dein Welpe zeigt möglicherweise folgende Anzeichen:

  • Er kaut verstärkt auf Gegenständen
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Leichte Zahnfleischentzündungen
  • Mundgeruch
  • Reduzierter Appetit oder vorsichtigeres Fressen
  • Unruhe oder erhöhte Reizbarkeit

Wie kannst du deinem Welpen helfen?

Kauspielzeug anbieten

Damit dein Welpe nicht auf unerwünschten Gegenständen kaut, stelle ihm geeignetes Kauspielzeug zur Verfügung. Gut geeignet sind:

  • Gefrorene Karotten
  • Zahnfreundliche Kauknochen. Achte darauf, dass es „weiche“ Knochen sind. Tragende Knochen, Kaffeeholz oder ähnliches ist zu hart und kann zu langfristigen Zahnschäden führen.
  • Spezielles Gummispielzeug

Zahnfleischpflege

Falls das Zahnfleisch deines Welpen empfindlich ist, helfen sanfte Massnahmen:

  • Kühlen mit feuchten, kalten Tüchern
  • Massagen mit einem Fingerling oder einer weichen Zahnbürste

Ich greife in dieser Phase gerne zu einem Küchentuch: befeuchten, Leckerli darauf verteilen, eindrehen, und ab ins Gefrierfach. Der Welpe ist beschäftigt und kann sein Zahnfleisch gleichzeitig kühlen.

Gesunde Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen unterstützt den Zahnwechsel. Besonders wichtig ist Kalzium für stabile Zähne und Knochen. Abends erhält mein Welpe auch einen gefrorenen Kalbsschlesinger zum Knabbern, kurz unter Wasser abspülen, direkt aus dem Tiefkühler, und der Spass kann beginnen.

Regelmässige Zahnkontrolle

Überprüfe regelmässig das Gebiss deines Welpen, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Achte besonders auf:

  • Wackelnde oder nicht ausfallende Milchzähne
  • Fehlstellungen
  • Rötungen oder Entzündungen des Zahnfleischs

Falls sich Milchzähne nicht lösen oder starke Entzündungen auftreten, solltest du einen Tierarzt aufsuchen.

Mögliche Komplikationen

In den meisten Fällen verläuft der Zahnwechsel ohne grössere Probleme. Folgende Schwierigkeiten können aber auftreten:

  • Persistierende Milchzähne: Wenn Milchzähne trotz nachwachsender bleibender Zähne nicht ausfallen, kann dies zu Fehlstellungen führen.
  • Stark entzündetes Zahnfleisch: Falls dein Welpe Schmerzen hat oder Blutungen auftreten, ist eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll.
  • Fehlstellungen: In seltenen Fällen kann ein schiefes Gebiss später zu Problemen führen. Ein frühzeitiges Erkennen hilft, spätere Korrekturen zu vermeiden.

Die 5 meistgestellten Fragen zum Zahnwechsel beim Welpen

1. Wann beginnt und endet der Zahnwechsel bei Welpen?

Der Zahnwechsel startet meist zwischen der 12. und 16. Woche und ist bis zum 7. Monat abgeschlossen. In dieser Zeit werden die 28 Milchzähne durch 42 bleibende Zähne ersetzt.

2. Welche Symptome treten beim Zahnwechsel auf?

Typische Anzeichen sind verstärktes Kauen, erhöhter Speichelfluss, leichte Zahnfleischentzündungen, Mundgeruch und gelegentlich Appetitlosigkeit. Manche Welpen sind in dieser Phase auch unruhiger oder empfindlicher.

3. Wie kann ich meinen Welpen beim Zahnwechsel unterstützen?

Biete ihm geeignetes Kauspielzeug wie gefrorene Karotten oder spezielle Beissringe an. Kühle sein Zahnfleisch mit feuchten Tüchern und achte auf eine kalziumreiche Ernährung für starke Zähne.

4. Muss ich während des Zahnwechsels die Zähne meines Welpen kontrollieren?

Ja, du solltest regelmässig nachsehen, ob sich alle Milchzähne von selbst lösen und die neuen Zähne korrekt nachwachsen. Bleiben Milchzähne trotz bleibender Zähne bestehen, ist ein Tierarztbesuch ratsam.

5. Was tun, wenn der Zahnwechsel Probleme verursacht?

Falls dein Welpe starke Schmerzen, Zahnfleischbluten oder eine Fehlstellung der Zähne hat, solltest du einen Tierarzt aufsuchen. Besonders persistierende Milchzähne können zu langfristigen Zahnproblemen führen.

Die 5 grössten Mythen über den Zahnwechsel beim Welpen

1. Welpen haben keine Schmerzen beim Zahnwechsel

Das stimmt nicht. Der Zahnwechsel kann für Welpen durchaus unangenehm sein, viele verspüren Juckreiz, Druck oder leichte Schmerzen. Deshalb kauen sie verstärkt auf Gegenständen, um sich Erleichterung zu verschaffen.

2. Man sollte beim Zahnwechsel keine Kauartikel geben

Auch das ist ein Irrtum. Kauen hilft sogar dabei, die Milchzähne auf natürliche Weise zu lockern. Geeignetes Kauspielzeug, weiche Kauartikel oder gekühlte Karotten lindern Beschwerden und fördern den Zahnwechsel.

3. Ein Welpe mit Mundgeruch hat immer Zahnprobleme

Nicht zwingend. Während des Zahnwechsels kann vorübergehend Mundgeruch entstehen, weil sich Bakterien im entzündeten Zahnfleisch ansiedeln. Solange der Geruch nicht extrem stark ist oder anhält, ist das meist harmlos.

4. Alle Milchzähne fallen von selbst aus

Nicht immer. Manche Milchzähne bleiben hartnäckig stehen, obwohl die neuen Zähne bereits wachsen (persistierende Milchzähne). In dem Fall ist ein Tierarztbesuch notwendig, um Fehlstellungen zu vermeiden.

5. Nach dem Zahnwechsel muss man die Zähne nicht mehr pflegen

Auch das ist falsch. Selbst wenn das bleibende Gebiss vollständig ist, lohnt es sich, früh mit der Zahnpflege anzufangen. Regelmässiges Zähneputzen und gesunde Kauartikel helfen, Zahnstein und Entzündungen vorzubeugen.