Leberdiät
Eine Leberdiät ist eine spezielle Ernährungsform für Hunde mit eingeschränkter Leberfunktion, bei der Protein auf 14-18% der Trockenmasse reduziert, Fett auf 8-12% begrenzt und Phosphor unter 0,4% gehalten wird.
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Eine Leberdiät ist eine spezielle Ernährungsform für Hunde mit eingeschränkter Leberfunktion, bei der Protein auf 14-18% der Trockenmasse reduziert, Fett auf 8-12% begrenzt und Phosphor unter 0,4% gehalten wird.
Warum brauchen leberkranke Hunde eine angepasste Ernährung?
Die Leber verstoffwechselt alle drei Hauptnährstoffe. Bei eingeschränkter Funktion kann sie Ammoniak aus dem Proteinabbau nicht mehr vollständig zu Harnstoff umwandeln. Das führt zu toxischen Ansammlungen im Blut.
Fette werden in der Leber zu Gallensäuren verarbeitet – ein Prozess, der bei Lebererkrankungen gestört ist. Zu viel Fett überlastet das kranke Organ zusätzlich.
Welche Proteinmenge ist bei Lebererkrankungen richtig?
Trockenfutter sollte 14-18% Protein enthalten, Nassfutter 3,5-4,5%. Diese Reduktion verhindert Ammoniak-Aufbau, ohne Muskelmasse zu opfern.
Hochwertige Quellen wie Hüttenkäse, gekochtes Hühnchen oder Lachs liefern vollständige Aminosäureprofile bei geringerer Belastung. Bindegewebsreiche Fleischteile wie Sehnen meidest du besser – sie sind schwer verdaulich.
Wie viel Fett verträgt eine kranke Leber?
Maximal 8-12% Fett im Trockenfutter, 2-3% im Nassfutter. Mittelkettige Triglyceride aus Kokosöl belasten die Leber weniger als langkettige Fette aus Fleisch.
Ein Teelöffel hochwertiges Lachsöl pro 10 kg Körpergewicht deckt den Bedarf an essentiellen Fettsäuren ab, ohne zu überlasten.
Was ist bei Kohlenhydraten und Phosphor zu beachten?
Reis, Kartoffeln oder Süßkartoffeln als Kohlenhydratquelle entlasten die Leber, da sie Energie liefern ohne Proteinabbau. Der Anteil sollte 45-55% der Gesamtkalorien ausmachen.
Phosphor begrenzt du auf unter 0,4% – das entspricht etwa 80 mg pro 100g Futter. Knochen und Innereien enthalten viel Phosphor und fallen deshalb weg.
Wie oft und wie viel füttern?
Vier bis sechs kleine Mahlzeiten täglich statt zwei großen. Das hält den Blutzucker stabiler und verhindert, dass die Leber plötzlich viel Glucose produzieren muss.
Die Gesamtkalorienmenge reduzierst du um 10-20%, da kranke Hunde oft weniger aktiv sind.
Beispiel-Tagesration für 20kg-Hund mit Lebererkrankung:
- 120g gekochter Reis
- 80g mageres Hühnchenfleisch (gekocht)
- 50g Hüttenkäse
- 30g gedünstete Karotten
- 1 TL Lachsöl
- Aufgeteilt auf 5 Mahlzeiten
Welche Vitamine und Mineralien sind kritisch?
B-Vitamine gehen bei Lebererkrankungen verloren und müssen ergänzt werden. Vitamin E schützt die Leberzellen vor weiterem Schaden. Zink unterstützt die Regeneration.
Kupfer muss bei Kupferspeicherkrankheit (häufig bei Bedlington Terriern) strikt gemieden werden. Normale Leberkrankheiten erfordern diese Einschränkung nicht.
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