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Gebiss

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Gebiss
Definition

Das Hundegebiss ist ein spezialisiertes Werkzeug aus 42 bleibenden Zähnen, die in vier Typen unterteilt sind: 12 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 16 Prämolaren und 10 Molaren.

Inhalt
  1. Welche Funktion haben die verschiedenen Zahntypen?
  2. Wann wechseln Welpen ihre Zähne?
  3. Wie erkennst du Zahnprobleme beim Hund?
  4. Was hilft wirklich bei der Zahnpflege?

Das Hundegebiss ist ein spezialisiertes Werkzeug aus 42 bleibenden Zähnen, die in vier Typen unterteilt sind: 12 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 16 Prämolaren und 10 Molaren.

Diese Zahnformel unterscheidet sich grundlegend vom menschlichen Gebiss. Während wir hauptsächlich mahlen, sind Hundezähne für Reißen und Scheren optimiert – ein Erbe ihrer Wolfsvorfahren.

Welche Funktion haben die verschiedenen Zahntypen?

Die Schneidezähne (je 6 pro Kiefer) dienen dem präzisen Abknabbern von Fleischresten und der Fellpflege. Hunde nutzen sie auch zum Kratzen und für feine Manipulationen.

Die vier dolchartigen Eckzähne können bis zu 5 cm lang werden. Sie durchbohren und fixieren Beute – heute eher beim Spielzeug als bei echter Jagd.

Prämolaren (8 pro Kiefer) und Molaren funktionieren als Scherenwerkzeug. Der vierte Prämolar im Oberkiefer und der erste Molar im Unterkiefer bilden die sogenannte Brechschere – das kräftigste Element im Hundegebiss.

Wann wechseln Welpen ihre Zähne?

Welpen werden zahnlos geboren und entwickeln zwischen der 3. und 6. Lebenswoche ihre 28 Milchzähne.

Der Zahnwechsel beginnt meist um die 12. Woche mit den Schneidezähnen. Die Eckzähne folgen zwischen der 16. und 20. Woche. Die bleibenden Backenzähne brechen zwischen der 16. und 24. Woche durch.

Bis zum 7. Monat ist das erwachsene Gebiss normalerweise vollständig. Findest du kleine spitze Zähne im Körbchen, ist das völlig normal – viele Welpen verschlucken die ausfallenden Milchzähne aber auch einfach.

Wie erkennst du Zahnprobleme beim Hund?

Mundgeruch ist oft das erste Warnsignal. Riecht das Maul deines Hundes nach verfaultem Fisch oder süßlich-faulig, deutet das auf bakterielle Probleme hin.

Weitere Anzeichen: einseitiges Kauen, Zähne werden beim Fressen geschont, vermehrtes Speicheln oder rötliches Zahnfleisch. Manche Hunde werden auch mäkeliger beim Fressen oder lassen sich ungern am Kopf berühren.

Gelb-bräunlicher Zahnstein bildet sich meist zuerst an den hinteren Backenzähnen. Das erkennst du nur, wenn du das Maul deines Hundes regelmäßig kontrollierst.

Was hilft wirklich bei der Zahnpflege?

Zähneputzen mit einer weichen Hundezahnbürste und fluoridfreier Zahnpasta ist am effektivsten. Beginne langsam: erst nur die Vorderzähne, dann nach und nach die Backenzähne. Zwei- bis dreimal pro Woche reicht bei den meisten Hunden.

Kauartikel aus getrocknetem Rinderkopfhaut oder spezielle Dentalsticks können unterstützen – aber niemals ersetzen sie das Putzen. Rohe Knochen sind umstritten: Sie können Zähne reinigen, aber auch brechen oder zu Verstopfung führen.

Trockenfutter hat einen leichten Abrieb-Effekt, Nassfutter praktisch keinen. BARF-Fütterung mit rohem Fleisch kann die Zahngesundheit fördern, birgt aber andere Risiken.