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Gesunde Hunderassen

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Gesunde Hunderassen
Definition

Als gesunde Hunderassen werden umgangssprachlich Rassen bezeichnet, bei denen vergleichsweise wenige erblich bedingte Erkrankungen bekannt sind.

Inhalt
  1. Was bedeutet „gesund“ bei einer Hunderasse?
  2. Hohe Lebensdauer ist nicht automatisch Gesundheit
  3. Die Gesundheit einer Rasse kann sich verändern
  4. Beispiele für vergleichsweise gesunde Hunderassen
  5. Worauf sollte ich bei der Auswahl einer Hunderasse achten?

Viele Menschen wünschen sich einen Hund, der möglichst gesund ist und ein langes Leben führt. Unter dem Begriff „gesunde Hunderassen“ versteht man Rassen, innerhalb der vergleichsweise wenig Erbkrankheiten auftreten und bei deren Zucht besonders auf die Gesundheit geachtet wird.

Was bedeutet „gesund“ bei einer Hunderasse?

Der Begriff ist missverständlich. Es gibt keine per se gesunden oder ungesunden Hunderassen. Jede Hunderasse kann von erblich bedingten Erkrankungen betroffen sein.

Manche Rassen weisen jedoch aufgrund ihrer Zuchtgeschichte, ihres funktionellen Körperbaus oder ihrer genetischen Vielfalt eine geringere Häufung bestimmter Erbkrankheiten (und eine geringere Wahrscheinlichkeit dafür) auf als andere.

Ob ein einzelner Hund gesund bleibt, hängt zudem von vielen weiteren Faktoren ab, darunter die verantwortungsvolle Auswahl der Zuchttiere, Ernährung, Haltung, Bewegung und tierärztliche Versorgung.

Hohe Lebensdauer ist nicht automatisch Gesundheit

Ein häufig genanntes Beispiel für angeblich besonders gesunde Hunderassen ist der Chihuahua. Diese Rasse erreicht tatsächlich ein vergleichsweise hohes Alter. Tatsächlich ist die Liste der Anfälligkeiten für Gesundheitsprobleme jedoch extrem lang: Patellaluxationen, Zahnerkrankungen, Augen- und Herzprobleme und teils Merkmale extremer Zucht (z.B. Apfelkopf mit offener Fontanelle).

Mit etwas Glück erreichen diese Hunde trotz aller Probleme ein hohes Alter. Mit „sich bester Gesundheit erfreuen“ hat das allerdings wenig zu tun. Der Chihuahua hat allein aufgrund seiner geringen Körpergrösse eine höhere Lebenserwartung, das ist aber nicht mit Robustheit zu verwechseln.

Das Beispiel zeigt, dass bei der Gesundheitsbeurteilung nicht nur betrachtet werden darf, wie alt ein Hund durchschnittlich wird. Die Lebensqualität während dieser Zeit spielt eine mindestens ebenso wichtige Rolle.

Die Gesundheit einer Rasse kann sich verändern

Die Gesundheit einer Hunderasse ist keine unveränderliche Eigenschaft. Sie hängt unter anderem davon ab, welche Zuchtziele verfolgt werden und wie gross die genetische Vielfalt innerhalb der Population ist.

Werden über viele Generationen extreme äussere Merkmale bevorzugt oder ist der Genpool sehr klein, treten erblich bedingte Erkrankungen mit höherer Wahrscheinlichkeit auf. Umgekehrt tragen verantwortungsvolle Zuchtprogramme dazu bei, bekannte Gesundheitsprobleme langfristig zu reduzieren.

Aus diesem Grund können sich Erkenntnisse über die Gesundheit einzelner Hunderassen im Laufe der Zeit verändern.

Beispiele für vergleichsweise gesunde Hunderassen

Die folgenden Hunderassen gelten aufgrund ihres funktionellen Körperbaus oder einer vergleichsweise geringen Häufung bekannter Erbkrankheiten als robust. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie komplett frei von genetischen Erkrankungen sind.

Hunderasse Warum sie als vergleichsweise robust gilt
Border Terrier geringe Häufung schwerer Erbkrankheiten, funktioneller Körperbau
Australian Cattle Dog robuste Arbeitsrasse mit vergleichsweise breiter genetischer Basis
Finnischer Lapphund insgesamt robuste nordische Rasse mit etablierten Gesundheitsprogrammen
Schwedischer Vallhund vergleichsweise geringe Zahl bekannter Erbkrankheiten
Islandhund ursprüngliche Rasse mit guter genetischer Vielfalt
Beagle insgesamt robuste Rasse mit funktionellem Körperbau
Deutscher Pinscher vergleichsweise geringe Häufung rassetypischer Erbkrankheiten
Parson Russell Terrier robuste Arbeitsrasse mit funktioneller Zucht
Jack Russell Terrier bei verantwortungsvoller Zucht insgesamt widerstandsfähig
Whippet schlanker, funktioneller Körperbau und vergleichsweise wenige schwerwiegende Erbkrankheiten

Worauf sollte ich bei der Auswahl einer Hunderasse achten?

Die Wahl einer vermeintlich gesunden Hunderasse allein garantiert keinen gesunden Hund. Entscheidend sind auch die Herkunft des Tieres, die Zuchtziele und der verantwortungsvolle Umgang mit bekannten Gesundheitsrisiken.

Wenn du auf der Suche nach einer besonders gesunden Hunderasse bist, stelle bei der Auswahl folgende Fragen:

  1. Welche gesundheitlichen Probleme sind bei dieser Rasse bekannt und werden diese offen vom Züchter kommuniziert?
  2. Wurden die Elterntiere auf Erbkrankheiten untersucht?
  3. Wurden Zuchttiere mit extremen Körpermerkmalen vermieden?
  4. Legt der Züchter Wert auf genetische Vielfalt und wählt Verpaarungen verantwortungsvoll aus?
  5. Hast du Einsicht in Gesundheitsnachweise bzw. Untersuchungsergebnisse?

Verantwortungsvolle Zucht bedeutet, bei all diesen Punkten transparent zu sein.