Drei Wege, eine Rasse auf rundum.dog zu finden
Wir haben unsere 372 Rasseportraits so aufgebaut, dass du auf drei Arten zur passenden Rasse kommst, je nachdem, was du schon weisst.
Über die FCI-Klassifikation
Die Fédération Cynologique Internationale teilt alle anerkannten Rassen in 10 Gruppen. Die Gruppen sind nach historischer Funktion sortiert: Hütehunde, Pinscher und Schnauzer, Terrier, Dachshunde, Spitze, Lauf- und Schweisshunde, Vorstehhunde, Apportierhunde, Gesellschaftshunde, Windhunde. Wenn du weisst, in welcher Funktion du einen Hund suchst, Sport, Familie, Schutz, Begleitung, ist die FCI-Klassifikation der schnellste Einstieg.
Über Eigenschaften
Du suchst eine Rasse, die familientauglich ist, in einer Stadtwohnung gehalten werden kann oder wenig Fellpflege braucht? Über unsere Rasse-Eigenschafts-Filter findest du Rassen nach Grösse, Aktivitätsbedarf, Familientauglichkeit, Anfängertauglichkeit, Fellart und Pflegeaufwand. Jedes Portrait enthält diese Werte als Score von 1–5, damit du Rassen direkt vergleichen kannst.
Über deine Lebensumstände
Wir haben Listen für typische Lebenslagen kuratiert: Familienhunde, Anfängerhunde, Stadthunde, Aktive Sporthunde, Senioren-taugliche Rassen. Diese Listen sind in den jeweiligen Lebensphasen-Hubs verlinkt, sie gewichten nicht reine Rasse-Standards, sondern reale Erfahrungen aus Tierheimen, Hundeschulen und der eigenen Halterschaft.
Was ein seriöses Rasseportrait enthalten muss
Nicht jede Rassenbeschreibung im Internet ist verlässlich. Viele Quellen kopieren voneinander, lassen Krankheiten weg oder romantisieren Charakterzüge. Ein Portrait, dem du trauen kannst, beantwortet mindestens diese Fragen:
- Herkunft und Zuchtziel: Wofür wurde die Rasse gezüchtet, und was bedeutet das für ihren Alltag heute?
- Charakter ehrlich: Stärken und Schwächen, nicht nur PR-Wörter wie „kinderlieb“ oder „loyal“.
- Gesundheitliche Risiken: Welche rassetypischen Krankheiten gibt es? Welche Untersuchungen sollte ein Züchter vorlegen können (HD/ED-Tests, Augenuntersuchungen, Herzcheck)?
- Qualzucht-Hinweise: Gehört diese Rasse zu denen mit überzüchteten Merkmalen, flache Schnauze, überlanger Rücken, übermässige Faltenbildung?
- Pflege und Haltung: Was kostet diese Rasse zeitlich und finanziell wirklich pro Jahr?
- Geeignet für wen: Erfahrungslevel, Wohnsituation, Aktivitätsbereitschaft.
Unsere Portraits sind nach diesem Schema aufgebaut. Bei jedem Eintrag siehst du am Kopf, wann er zuletzt redaktionell überarbeitet wurde, und wer ihn fachlich gegengelesen hat.
Tierschutz beginnt vor der Rasse-Wahl
Bestimmte Rassen leiden an Merkmalen, die durch Zucht eingebracht wurden und die der Hund ein Leben lang trägt. Brachycephale Rassen, Mops, Französische Bulldogge, Pekinese, bekommen wegen verkürzter Schnauze nicht genug Luft. Dackel und Basset haben durch ihren Rücken Bandscheibenprobleme. Doggen und Bernhardiner leben kürzer, weil ihr Körper auf Übergrösse gezüchtet wurde. Diese Probleme sind keine Einzelschicksale, sondern systematisch.
Mehr dazu in den Wikis: Brachycephalie, Phänotyp, Genotyp. Wer sich für eine Rasse interessiert, sollte die Qualzucht-Diskussion zu dieser Rasse vor dem Kauf gelesen haben, nicht danach.
Wenn die Rasse fest steht, was kommt danach?
Hast du eine Rasse, die zu dir passen könnte, geht es um die nächste Frage: Wo bekommst du den Hund her? Züchter, Tierheim, Auslandstierschutz, das ist eine eigene Entscheidung. Im Hundekauf-Hub findest du den Vergleich der drei Wege, was eine seriöse Zucht ausmacht und woran du Vermehrer erkennst. Wer einen erwachsenen Hund einer bestimmten Rasse sucht, wird oft auch in der Vermittlung fündig, viele rassentypische Hunde landen aus den falschen Gründen im Tierheim.
FAQ
Wie viele Hunderassen gibt es überhaupt?
Die FCI führt rund 360 anerkannte Rassen, mit nationalen Sonderlisten kommen weitere dazu. rundum.dog dokumentiert aktuell 372 Rassen, der grösste Teil davon FCI-anerkannt, einige nationale Schläge und einige nicht von der FCI geführte Rassen, die im DACH-Raum verbreitet sind.
Was ist der Unterschied zwischen Rasse, Schlag und Mischling?
Eine Rasse ist eine zuchtbuchgeführte Population mit dokumentierter Abstammung und Standard. Ein Schlag ist eine regionale Variante einer Rasse, die noch nicht FCI-anerkannt ist. Ein Mischling stammt aus einer Verpaarung verschiedener Rassen oder unbekannter Abstammung, Mischlinge sind oft gesundheitlich robuster als Rassehunde.
Sind Mischlinge gesünder als Rassehunde?
Statistisch tendenziell ja, weil sie nicht auf einen engen Genpool angewiesen sind und weniger rassetypische Erbkrankheiten häufen. Das heisst nicht, dass jeder Mischling gesund und jeder Rassehund krank ist, aber wer eine Rasse mit bekannten Erbkrankheiten wählt, sollte die Untersuchungspapiere des Züchters einsehen.
Welche Rasse passt zu Anfängern?
„Anfängertauglich“ hat weniger mit der Rasse zu tun als mit dem konkreten Hund und dem Engagement des Halters. Trotzdem gibt es Rassen, die nachsichtig mit Erziehungsfehlern sind: Goldener Retriever, Labrador Retriever, Cavalier King Charles, einige Pudel-Schläge. Andere, Border Collie, Belgischer Schäferhund, Jack Russell, fordern Konsistenz, Beschäftigung und Wissen, das Anfänger erst aufbauen müssen.
Was kostet ein Rassehund pro Jahr?
Faustregel im DACH-Raum: 1’500–3’500 CHF/EUR pro Jahr für einen mittelgrossen, gesunden Hund. Davon entfallen rund die Hälfte auf Futter, je ein Viertel auf Tierarzt/Versicherung und Sonstiges (Hundeschule, Pension, Ausstattung). Grosse Rassen kosten deutlich mehr, vor allem im Tierarzt-Posten. Rassen mit chronischen Erkrankungen können pro Jahr ein Vielfaches dessen kosten.