Hundediebstahl im Fokus – eine wachsende Gefahr?
Hundediebstähle nehmen auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu. Besonders kleine Rassehunde sind betroffen – so schützt du deinen Hund.
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In England stieg die Zahl der Hundediebstähle 2023 um 6 Prozent auf 2.290 Fälle. Nur jeder sechste gestohlene Hund kam zu seinen Haltern zurück – ein Rekordtief. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten warnt: Dieser Trend erreicht auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Wie häufig werden Hunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestohlen?
Konkrete Zahlen zu Hundediebstählen fehlen in der DACH-Region weitgehend. Die meisten Diebstähle werden als einfacher Diebstahl erfasst, nicht als eigene Kategorie.
Vier Pfoten Deutschland registriert seit 2020 eine Zunahme der Meldungen über gestohlene Rassehunde. Besonders betroffen: French Bulldogs, Chihuahuas und andere kleine Rassen mit Verkaufswerten zwischen 1.500 und 4.000 Euro.
In der Schweiz meldeten Medien während Corona einen Anstieg der Hundediebstähle um etwa 30 Prozent. In Österreich konzentrieren sich die Fälle auf städtische Gebiete und Rassehunde.
Welche Hunde werden am häufigsten gestohlen?
Diebe haben es auf kleine, teure Rassehunde abgesehen. An der Spitze stehen French Bulldogs – sie erzielen auf dem Schwarzmarkt zwischen 2.000 und 3.500 Euro.
Weitere beliebte Ziele: Chihuahuas, Möpse, Yorkshire Terrier und Malteser. Diese Rassen lassen sich leicht transportieren und haben einen stabilen Wiederverkaufswert.
Aber auch große Rassen wie Golden Retriever oder Deutsche Schäferhunde verschwinden. Hier geht es oft um Zuchtmissbrauch oder den illegalen Welpenhandel.
Warum nehmen Hundediebstähle zu?
Der Onlinehandel mit Welpen boomt. Auf Plattformen wie eBay-Kleinanzeigen wechseln Hunde für Tausende Euro den Besitzer – ohne Herkunftsprüfung.
Corona verstärkte das Problem. Die Nachfrage nach Haustieren explodierte, seriöse Züchter hatten monatelange Wartelisten. Gestohlene Hunde füllen diese Lücke.
Das Risiko für Diebe bleibt gering. Werden sie erwischt, drohen meist nur Geldstrafen wegen einfachen Diebstahls. Die Gewinnmargen sind hoch, die Strafen niedrig.
Wie kann ich meinen Hund vor Diebstahl schützen?
Ein Mikrochip ist Pflicht, aber nicht genug. Registriere den Chip in einer Haustierdatenbank wie Tasso oder Animaldata und halte deine Kontaktdaten aktuell.
Lass deinen Hund nie unbeaufsichtigt – auch nicht „nur kurz“ vor dem Supermarkt. „Hundeparkplätze“ vor Geschäften sind eine Einladung für Diebe.
Beim Gassigehen: Handy weg, Kopfhörer raus. Diebe beobachten deine Routine. Variiere die Zeiten und Routen.
Zuhause sicherst du Garten und Eingangsbereich. Ein einfacher Zaun reicht nicht – Diebe heben kleine Hunde einfach darüber.
Was tun, wenn mein Hund gestohlen wurde?
Sofort Anzeige bei der Polizei erstatten. Parallel alle Tierheime, Tierärzte und Tierschutzorganisationen in der Region informieren.
Melde den Diebstahl bei Tasso und anderen Haustierdatenbanken. Poste in sozialen Medien und lokalen Facebook-Gruppen – mit Foto und Beschreibung.
Überwache Online-Verkaufsplattformen. Gestohlene Hunde tauchen oft innerhalb weniger Tage dort auf.
Welche rechtlichen Schritte sind möglich?
In Deutschland gilt ein Hund rechtlich als Sache. Hundediebstahl wird als einfacher Diebstahl verfolgt – bei Werten über 1.000 Euro als schwerer Diebstahl.
Österreich und die Schweiz handhaben es ähnlich. Die Strafen reichen von Geldstrafen bis zu drei Jahren Haft bei besonders schweren Fällen.
Dokumentiere alle Kosten für Suchaktionen und tierärztliche Behandlungen. Diese kannst du als Schadenersatz geltend machen.