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Beliebteste Hunderassen auf Social Media und was wir daraus lernen können

3 Min Lesezeit
Beliebteste Hunderassen auf Social Media und was wir daraus lernen können
Inhalt
  1. Ranking beliebteste Hunderassen
  2. Zwischen Fame und Verantwortung: Hunde auf Social Media

Treuer Blick, flauschiges Fell, freches Grinsen – Hunde dominieren Instagram und TikTok wie kaum ein anderes Thema. Aber welche Rassen tauchen eigentlich besonders oft in unseren Feeds auf? Wir haben uns die Hashtag-Zahlen auf Instagram und Facebook genauer angeschaut und ein Ranking der beliebtesten Hunderassen auf Social Media zusammengestellt.

Und ja: Da steckt mehr dahinter als nur niedliche Fotos. Die Online-Bühne hat eine Kehrseite – Überzüchtung, Vermenschlichung, falsche Erwartungen. Das schauen wir uns ebenfalls an.

Ranking beliebteste Hunderassen

Für das Ranking haben wir ausgewertet, wie oft Rassenamen als Hashtags auf Instagram und Facebook vorkommen. Ein Hashtag ist ein Schlagwort mit #-Zeichen – also etwa #goldenretriever oder #husky. Wer dieses Zeichen vor ein Wort setzt, macht seinen Beitrag für alle sichtbar, die genau dieses Thema suchen.

Kurze Einschränkung vorweg: Die Zahlen zeigen nicht, welche Rassen objektiv «am beliebtesten» sind. Sie zeigen, welche Rassen auf Social Media am sichtbarsten sind. Das ist ein Unterschied – und ein wichtiger.

🏆 Rang Hunderasse Hashtag Anzahl Hashtags (Instagram & Facebook)
1 Golden Retriever #goldenretriever 49,8 Mio.
2 Labrador Retriever #labrador 30,0 Mio.
3 Zwergspitz (Pomeranian) #pomeranian 27,0 Mio.
4 Border Collie #bordercollie 22,3 Mio.
5 Mops #pug 20,0 Mio.
6 Yorkshire Terrier #yorkshire 16,0 Mio.
7 Shiba Inu #shiba 14,3 Mio.
8 Englische Bulldogge #englishbulldog 13,0 Mio.
9 Rottweiler #Rottweiler 13,0 Mio.
10 English Cocker Spaniel #cockerspaniel 12,6 Mio.
11 Jack Russell Terrier #jackrussell 12,5 Mio.
12 Corgi #corgi 7,4 Mio.
13 Husky #Husky 6,5 Mio.
14 Pudel #poodle 6,0 Mio.
15 Beagle #Beagle 4,0 Mio.

Zwischen Fame und Verantwortung: Hunde auf Social Media

So gerne man durch diese Bilder scrollt – ein zweiter Blick lohnt sich. Hinter den süssen Posts stecken manchmal Entwicklungen, die weniger harmlos sind.

Beliebtheit kann zu Überzüchtung führen

Wenn eine Rasse plötzlich viral geht, steigt die Nachfrage. Leider auch bei fragwürdigen Züchtern und auf dubiosen Onlineplattformen, wo Tierwohl keine Rolle spielt.

Besonders anfällig sind Rassen mit markant-extremem Aussehen – Mops und Shiba Inu etwa. Was auf Fotos knuffig wirkt, ist bei diesen Tieren oft das Ergebnis von Zuchtmerkmalen, die echte gesundheitliche Probleme verursachen.

➡️ Mehr dazu findest du in unserer Blogserie «Qualzucht oder nicht?», hier ein paar Auszüge:

Content-Druck für Tierhalter

Kostüme, Tricks, ständiges Posieren für die Kamera – manche Hunde werden von ihren Petfluencer-Besitzern in Rollen gedrängt, die schlicht nicht zu ihnen passen. Für sensible oder unsichere Tiere kann das echten Stress bedeuten. Man sieht es auf den Bildern oft nicht, aber die Körpersprache erzählt eine andere Geschichte.

👉 Tipp: Wenn du deinen Hund auf Social Media zeigst, schau genau hin, wie er sich dabei verhält. Sicherheit, Wohlbefinden und die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, kommen vor jedem guten Foto.

Stereotype und Missverständnisse

Border Collie und Husky machen auf Fotos eine tolle Figur – was man dabei oft vergisst: Beide Rassen brauchen ein enormes Mass an Beschäftigung und die richtige Haltungsumgebung. Der Social-Media-Hype blendet genau das aus.

Das Ergebnis? Menschen entscheiden sich für eine Rasse, die sich auf Instagram traumhaft anfühlt – und merken zu Hause, dass der Alltag ganz anders aussieht. Das ist kein Einzelfall.

Fazit: Beliebteste Hunderassen, zwischen Likes und Lebensrealität

Hunde und Social Media – das passt zusammen, klar. Und ja, diese Freude am Teilen ist absolut nachvollziehbar. Aber was wir im Feed sehen, ist immer ein Ausschnitt. Kein vollständiges Bild.

Wer Rassen nicht nur nach Optik, sondern nach echtem Tierwohl bewertet – und sich vor der Anschaffung wirklich informiert –, tut sowohl dem Hund als auch sich selbst etwas Gutes. Das fängt mit ein bisschen Hinterfragen an. Und hört nie auf.