Gesundheit & Pflege

Zahnwechsel beim Hund, so hilfst du deinem Welpen

3 Min Lesezeit
Zahnwechsel beim Hund, so hilfst du deinem Welpen
Inhalt
  1. Was passiert beim Zahnwechsel?
  2. Anzeichen für den Zahnwechsel
  3. Wie kannst du deinem Hund beim Zahnwechsel helfen?
  4. Mögliche Komplikationen
  5. Besonderheiten bei brachycephalen Rassen
  6. Regelmässige Kontrolle des Gebisses

Wenn du einen Welpen hast, steht bald der Zahnwechsel an. Dieser natürliche Vorgang verläuft meist unkompliziert, kann für den Welpen aber unangenehm sein. Vorab ein paar Punkte, die ich bei Mailo falsch gemacht habe: zu harte Kaugegenstände: Er hatte Freude daran, doch tragende Knochen und Kaffeeholz zum Knabbern verursachten Mikrorisse in den Zähnen, wodurch jetzt der Zahnstein viel mehr Probleme macht.

In dieser Phase wird er an allem knabbern. Bring ihm bei, dass es bessere Alternativen als Möbel, Kleider oder «Menschen» gibt. Achte dabei auf kalorienarme Optionen.

Was passiert beim Zahnwechsel?

Wie Menschenkinder kommen auch Hundewelpen zahnlos auf die Welt. Nach einigen Wochen entwickeln sie ihr Milchgebiss, das aus 28 Zähnen besteht. Ab dem dritten Lebensmonat beginnt der Zahnwechsel, bei dem die Milchzähne durch das Dauergebiss ersetzt werden. Das Dauergebiss eines Hundes umfasst 42 Zähne und ist normalerweise bis zum 6. oder 7. Lebensmonat vollständig.

Anzeichen für den Zahnwechsel

Folgende Anzeichen können darauf hinweisen, dass dein Welpe gerade Zähne wechselt:

  1. Gesteigertes Kauen: Welpen knabbern während des Zahnwechsels alles an, um Druck und Juckreiz im Zahnfleisch zu lindern.
  2. Metallischer Geruch und Blut im Maulbereich: Beides kann ein Hinweis auf den Zahnwechsel sein.
  3. Zahnfleischentzündungen: Meist unproblematisch, in schwereren Fällen aber tierärztlich abzuklären.
  4. Schmerzreaktionen: Schmerzen beim Kauen können ein Anzeichen für den Zahnwechsel sein.
  5. Häufiges Lecken über das Gebiss: Auch das kann auf den Zahnwechsel hinweisen.
  6. Appetitlosigkeit: Schmerzen beim Fressen können dazu führen, dass der Welpe weniger frisst.
  7. Durchfall: Ein selteneres, aber mögliches Symptom des Zahnwechsels.

Wie kannst du deinem Hund beim Zahnwechsel helfen?

Ein paar gezielte Massnahmen erleichtern deinem Welpen die Phase spürbar:

  • Biete Kauartikel und Kauspielzeuge an: Sie befriedigen den natürlichen Kautrieb des Welpen und schützen dein Mobiliar. Bei uns haben sich kalorienarme getrocknete Lederstücke bewährt.
  • Kühle Speisen: Kälte beruhigt das Zahnfleisch. Du kannst Nassfutter oder Spielzeug kühlen. Wir haben Leckerli in ein feuchtes Handtuch eingerollt und in den Tiefkühler gelegt. Zum einen wurden die Hunde geistig gefordert beim Aufwickeln, zum anderen wurde das Zahnfleisch gekühlt. Sehr beliebt war auch der gekühlte Kong mit unterschiedlichen Füllungen.
  • Weiche das Trockenfutter ein: So wird es leichter zu kauen.
  • Achte auf ausreichend Calcium: Dieses Mineral ist für die Entwicklung von Knochen und Zähnen notwendig.
  • Vermeide harte Kauartikel und Zerrspiele: Sie können den Zahnwechsel stören und zu Schmerzen führen.
  • Massagen: Einige Hunde haben sehr gerne eine leichte Massage des Zahnfleisches. Wichtig: Du massierst, und nicht der Hund knabbert. Wenn du es wie auf dem Titelbild machst, könnte er nur lernen: Reinbeissen tut gut. Das wäre dann nicht mehr so gut, wenn der Hund erwachsen ist…

Mögliche Komplikationen

In einigen Fällen kann es während des Zahnwechsels zu Komplikationen kommen, die eine tierärztliche Behandlung erforderlich machen:

  • Fehlende Zähne: Manchmal brechen nicht alle Dauerzähne durch. Ein Tierarzt sollte das untersuchen.
  • Überzählige Zähne: Zu viele Zähne können Fehlstellungen verursachen und sollten vom Tierarzt begutachtet werden.
  • Gebrochene oder gesplitterte Zähne: Sie bergen ein Risiko für Verletzungen und Infektionen.
  • Persistierende Milchzähne: Bleiben Milchzähne zu lange erhalten, können sie Probleme für die nachkommenden Dauerzähne verursachen.
  • Zahnschmelzdysplasie: Entwickelt sich der Zahnschmelz fehlerhaft, kann das zu Problemen führen.
  • Fehlbildungen: Manche Zähne können sich ungewöhnlich entwickeln, was eine tierärztliche Abklärung erfordert.

Besonderheiten bei brachycephalen Rassen

Bei Hunden mit kurzen Schnauzen wie dem Mops oder der Französischen Bulldogge sollte der Zahnwechsel besonders aufmerksam beobachtet werden, da sie zu Gebiss- und Kieferfehlstellungen neigen.

Regelmässige Kontrolle des Gebisses

Eine regelmässige Kontrolle des Hundemauls ist sinnvoll, um Unregelmässigkeiten frühzeitig zu erkennen. Auf lange Sicht kann das Kosten sparen und die Erfolgschancen einer Behandlung verbessern. Bei Bedenken hole dir Rat beim Tierarzt.