Naturpark Raab
Der Naturpark Raab im Burgenland bietet 8 Kilometer ebene Wanderwege entlang der Raab plus anspruchsvollere Routen durch Auwälder. Leinenpflicht gilt in Naturschutzgebieten.
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Du stehst am Ufer der Raab, dein Hund steckt die Nase tief in die Uferpflanzen – und du verstehst sofort, warum dieser Ort besonders ist. Der Naturpark Raab ist der grösste Naturpark des Burgenlandes: 9.000 Hektar Flusslandschaft, kaum verbaut, direkt an der österreichisch-ungarischen Grenze.
Welche Wanderrouten eignen sich für Hunde im Naturpark Raab?
Der Raabtal-Rundweg ist meine erste Empfehlung für Einsteiger oder heisse Sommertage. Acht Kilometer, fast eben, immer am Fluss entlang. Ältere Hunde tun sich hier leicht, und an den flachen Uferstellen kann dein Vierbeiner trinken und sich kurz abkühlen.
Anders im Naturschutzgebiet Lafnitztal: Dort gilt ganzjährig Leinenpflicht. Über 100 Vogelarten brüten hier, darunter der seltene Weissstorch. Der 5-Kilometer-Rundweg führt über Holzstege durch die Feuchtgebiete – ruhig, etwas abseits, und im richtigen Licht fast unwirklich schön.
Wer mehr will, nimmt den Keltenweg: 12 Kilometer, 200 Höhenmeter, Buchen- und Eichenwälder. An den keltischen Ausgrabungsstätten lässt sich gut rasten, während der Hund die Waldböden abschnüffelt. Anstrengender als er aussieht – besonders im Rückweg.
Wo gilt Leinenpflicht im Naturpark Raab?
Rund 30 Prozent der Parkfläche sind Naturschutzgebiet oder Kernzone – da ist die Leine Pflicht. Die Bereiche sind gut ausgeschildert: grüne Schilder mit dem Naturschutz-Symbol, gut sichtbar an den Zugängen.
Auf den Hauptwanderwegen ausserhalb dieser Zonen darf dein Hund frei laufen, sofern er wirklich abrufbar ist. Von März bis Juli würde ich trotzdem zur Leine greifen. Kiebitze und andere Bodenbrüter sind in dieser Zeit besonders störungsempfindlich – das ist keine Übertreibung, sondern eine Sache von Sekunden.
Wie kommst du mit dem Auto zum Naturpark Raab?
Das Naturparkzentrum liegt in Jennersdorf, Abfahrt A2 Jennersdorf. Parken kostet 3 Euro pro Tag, die Tageskarte für den Park 5 Euro pro Person – Hunde fahren kostenlos mit.
Wer lieber ohne Parkgebühr anreist: Neuhaus am Klausenbach bietet kostenloses Parken, Mogersdorf hat zusätzlich ein Freilichtmuseum direkt am Startpunkt. Von beiden Orten führen markierte Wege direkt in den Park.
Welche hundefreundlichen Unterkünfte gibt es?
Das Gasthaus Zum Dorfwirt in Jennersdorf nimmt Hunde für 10 Euro pro Nacht auf. Wassernapf und Decke stehen bereit, der Gasthof liegt 200 Meter vom Naturparkeingang entfernt – praktischer geht’s kaum.
Ferienwohnungen am Raabufer kosten zwischen 80 und 120 Euro pro Nacht, Hund inklusive. Eingezäunte Gärten sind allerdings selten. Frag beim Buchen explizit danach – das spart Überraschungen vor Ort.
Was musst du für deinen Hund mitbringen?
Wasser – und zwar genug. Die Raab führt im Sommer wenig davon, und nicht alle Nebengewässer sind sauber genug zum Trinken. Eine Ein-Liter-Flasche plus Faltnapf reicht für Halbtagestouren. Bei längeren Strecken lieber mehr einpacken.
Zeckenschutz ist kein optionales Extra hier. Die feuchten Auwälder sind Hochburgen, besonders von April bis Oktober. Nach jeder Wanderung gründlich absuchen – auch zwischen den Zehen und an den Ohren.
Kotbeutel mitnehmen und benutzen. Auch im Wald. Der Naturpark stellt nur an den Haupteingängen Spender auf – zwischendrin bist du auf dich gestellt.
Wann hat der Naturpark Raab geöffnet?
Der Park selbst ist das ganze Jahr frei zugänglich. Das Besucherzentrum öffnet von April bis Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr – von November bis März nur samstags und sonntags, 10 bis 16 Uhr.
Sind Mountainbikes mit Hund erlaubt?
Radfahren ist auf rund 40 Prozent des Wegenetzes erlaubt, nämlich auf den ausgewiesenen Radwegen. Den Hund am Rad zu führen ist im gesamten Naturpark verboten – keine Ausnahmen.
Gibt es Tierärzte in der Nähe?
Dr. Sabine Hochegger in Jennersdorf (2 km vom Naturparkzentrum) hat auch am Wochenende Notdienst. Telefon: +43 3329 46134. Die Nummer gehört ins Handy, bevor die Tour beginnt.
Welche Jahreszeit eignet sich am besten?
September bis November ist mein Favorit: milde Temperaturen, kaum Zecken, und die Auwälder leuchten in einem Gelb-Braun, das man nicht so schnell vergisst. Im Winter sind viele Wege matschig und rutschig – machbar, aber nichts für empfindliche Pfoten.
Kostet der Naturpark Eintritt?
Das Betreten ist kostenlos. Gebühren fallen nur für geführte Touren und das Besucherzentrum an – 5 Euro pro Person, Hunde frei.