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Notdienst

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Notdienst
Definition

Tierärztlicher Notdienst behandelt lebensbedrohliche Symptome und akute Notfälle bei Hunden außerhalb der regulären Sprechzeiten.

Inhalt
  1. Was ist ein tierärztlicher Notfall?
  2. Welche Notrufnummern gelten in D-A-CH?
  3. Was tun, bis das Tier behandelt wird?
  4. Wie transportiere ich einen verletzten Hund?
  5. Was kostet der tierärztliche Notdienst?

Ein tierärztlicher Notdienst stellt die medizinische Versorgung von Hunden und anderen Tieren ausserhalb der regulären Sprechzeiten sicher. Er wird genutzt, wenn ein Tier eine akute Erkrankung, eine Verletzung oder Symptome zeigt, die nicht bis zum nächsten regulären Termin warten können.

Der Notdienst ergänzt die normale tierärztliche Versorgung und ist besonders bei lebensbedrohlichen Situationen wichtig, beispielsweise bei schweren Verletzungen, Atemproblemen, Vergiftungen oder plötzlich auftretenden starken Schmerzen.

Was ist ein tierärztlicher Notfall?

Ein Notfall liegt vor, wenn die Gesundheit oder das Leben eines Hundes unmittelbar gefährdet ist oder starke Beschwerden bestehen. Beispiele für Situationen, in denen eine schnelle tierärztliche Abklärung notwendig sein kann:

  • Bewusstlosigkeit oder starke Kreislaufprobleme
  • Atemnot oder bläuliche Schleimhäute
  • starke oder nicht stoppende Blutungen
  • Krampfanfälle
  • Verdacht auf Vergiftung
  • schwere Verletzungen
  • ein plötzlich aufgeblähter, harter Bauch mit Unruhe oder erfolglosem Erbrechen
  • akute Augenverletzungen

Nicht jede akute Veränderung ist automatisch ein Notfall. Bei Unsicherheit ist es jedoch sinnvoll, telefonisch Rücksprache mit einer Tierarztpraxis oder Tierklinik zu halten.

Welche Notrufnummern gelten in D-A-CH?

Deutschland hat keinen zentralen tierärztlichen Notruf. Jede Region organisiert den Notdienst anders, meist über Tierärzte-Verbände oder Kliniken. In Österreich und der Schweiz läuft es ähnlich dezentral.

Grosse Städte haben meist 24-Stunden-Kliniken, ländliche Gebiete arbeiten mit Bereitschaftsdiensten.

Such dir deshalb die Nummer deiner regionalen Tierklinik heraus und speichere sie ab.

Was tun, bis das Tier behandelt wird?

Bei Bewusstlosigkeit: Atemwege freihalten, Hund in stabile Seitenlage bringen.

Bei Blutungen: Sauberes Tuch aufdrücken, nicht entfernen.

Bei Verdacht auf Magendrehung: Nichts zu trinken geben, sofort zur Klinik fahren.

Bei Verdacht auf Vergiftung: Niemals selbstständig Erbrechen auslösen (abhängig vom Giftstoff gefährlich)! Sofort zum Tierarzt/Klinik.

Vor dem Besuch im Notdienst ist es sinnvoll, telefonisch anzukündigen, dass ein Notfall vorliegt. Das Team kann dadurch die Situation einschätzen und Hinweise zum weiteren Vorgehen geben.

Wie transportiere ich einen verletzten Hund?

Kleine Hunde: In einer stabilen Box oder fest umschlungen auf dem Arm. Grosse Hunde: Zu zweit auf einer Decke tragen.

Bei Verdacht auf Probleme mit der Wirbelsäule steifes Brett unterlegen, Bewegungen vermeiden.

Verletzte Hunde beissen auch ihre liebsten Menschen. Maulschlinge anlegen, falls der Hund bei Bewusstsein ist.

Was kostet der tierärztliche Notdienst?

Notdienst kostet mehr als normale Sprechstunden. Nachtzuschlag, Wochenendzuschlag und Notfallpauschale kommen zur normalen Behandlung dazu.

In Deutschland rechnen Tierärzte nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ab, Notdienst erlaubt den vielfachen Satz der normalen Gebühr.

Auch in Österreich und der Schweiz sind Notfallbehandlungen aufgrund des erhöhten Aufwands teurer als reguläre Termine.