Haltung & Alltag

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – Zeit zum Ausmisten!

Hundezubehör sammelt sich schneller als gedacht. Konkrete Entscheidungshilfen, was bleiben darf und wohin mit den Sachen, die nur Platz wegnehmen.

4 Min Lesezeit
Das Jahr neigt sich dem Ende zu – Zeit zum Ausmisten!
Inhalt
  1. Welches Hundespielzeug gehoert aussortiert?
  2. Koerbchen und Liegeplaetze: Wie viele braucht ein Hund wirklich?
  3. Leinen, Halsbaender und Geschirre: Was taugt noch etwas?
  4. Futter und Leckerlis ausmisten, was ist noch gut?
  5. Wo nehmen Tierheime und Tierschutz gerne Spenden an?
  6. Was gehoert direkt in den Muell?

Zwischen den Jahren schaue ich auf die Ecke mit den Hundesachen und denke: Wann hat Benny das zuletzt angefasst? Die zwei Koerbchen, die er ignoriert. Das Kauspielzeug, das nach drei Tagen langweilig wurde. Die Leine, die unbequem in der Hand liegt.

Hundezubehoer sammelt sich schneller, als man denkt. Jeder gut gemeinte Kauf, jedes Geschenk, jede „koennte-ja-noch-nuetzlich-sein“-Entscheidung landet im Sammelsurium. Zeit fuer ehrliche Entscheidungen: Was darf bleiben, was kann weg?

Welches Hundespielzeug gehoert aussortiert?

Dein Hund zeigt dir selbst, was funktioniert. Bei jedem Spielzeug stelle ich mir drei Fragen: Spielt er damit noch? Ist es sicher? Nimmt es nur Platz weg?

Sofort raus: kaputte Spielsachen mit scharfen Kanten, lose Teile, die verschluckt werden koennen, oder alles, was stark riecht (Gummi wird ranzig). Ignorierte Spielsachen bekommen eine zweite Chance, vielleicht an einem anderen Ort oder als Belohnung anders eingesetzt. Klappt das eine Woche nicht, wandern sie weiter.

Bei Kauspielzeug gilt: Ist es kleiner als ein Tennisball geworden? Weg damit. Auch wenn noch „Material“ da ist, die Verschluckungsgefahr steigt exponentiell.

Koerbchen und Liegeplaetze: Wie viele braucht ein Hund wirklich?

Die meisten Hunde haben zwei, drei Lieblingsliegeplaetze. Alles andere verstaubt. Ich beobachte eine Woche: Wo liegt er tatsaechlich? Das teure Koerbchen, das er meidet, kann weg, egal was es gekostet hat.

Verschlissene Kissen oder Decken mit Loechern sind ein Sicherheitsrisiko. Hunde knabbern gerne an ausgefransten Stoffkanten. Lieber ersetzen als ausbessern.

Praktische Regel: ein Hauptschlafplatz, ein Ruheort im Wohnbereich, eventuell einer im Garten. Mehr verwirrt mehr, als es hilft.

Leinen, Halsbaender und Geschirre: Was taugt noch etwas?

Hier pruefe ich Sicherheit vor Sentimentalitaet. Abgenutzte Karabiner, ausgefranste Leinen oder Halsbaender mit Rissen sind ein Risiko. Die schoene Erinnerung an den ersten Spaziergang hilft nicht, wenn der Karabiner beim Eichhoernchen-Anblick versagt.

Bei Geschirren schaue ich auf die Polsterung: Ist sie hart geworden oder broeckelt sie? Dann scheuert es, auch wenn es aeusserlich okay aussieht. Verstellbare Geschirre, die nicht mehr richtig halten, sind nutzlos geworden.

Ueberzaehlige, aber funktionierende Leinen landen im Notfall-Set fuers Auto. Mehr als zwei Ersatzleinen braucht niemand.

Futter und Leckerlis ausmisten, was ist noch gut?

Das Verfallsdatum ist nur der Anfang. Trockenfutter riecht ranzig? Raus. Leckerlis sind hart wie Stein geworden? Raus. Geoeffnete Dosen laenger als drei Tage im Kuehlschrank? Raus.

Futter, das dein Hund nicht mag, belastet nur das Gewissen. Meiner Erfahrung nach gewoehnt sich ein waehlerischer Hund nicht an Futter, das er nach zwei Wochen immer noch ablehnt. Verschenken funktioniert hier gut, andere Hunde haben andere Vorlieben.

Nahrungsergaenzung ohne erkennbaren Nutzen kann in Absprache mit dem Tierarzt weg. Wenn du nach drei Monaten keinen Unterschied siehst und der Tierarzt sie nicht explizit empfohlen hat, sprich das ab und spar dir gegebenenfalls das Geld.

Wo nehmen Tierheime und Tierschutz gerne Spenden an?

Nicht alles wird gebraucht, aber vieles schon. Tierheime freuen sich ueber saubere Decken, funktionsfaehige Leinen und ungeoeffnete Futterpackungen. Koerbchen und Naepfe auch, aber vorher gruendlich reinigen.

Wichtig: anrufen, bevor du hinfaehrst. Manche Heime sind voll, andere brauchen gerade Welpenausstattung oder grosse Hundegeschirre. Die Mitarbeitenden wissen genau, was aktuell gebraucht wird.

Kaputtes Spielzeug wollen sie nicht. Das verstehen sie, bitte nur intakte Sachen bringen.

Was gehoert direkt in den Muell?

Sicherheit geht vor Sparen. Beschaedigte Leinen, gerissene Halsbaender, Spielzeug mit scharfen Kanten oder lose Teile gehoeren entsorgt. Auch verschimmeltes Futter oder ranzig riechendes Zubehoer.

Medikamente vom Tierarzt sollte man grundsaetzlich nicht verschenken oder aufheben. Die gehoeren zurueck in die Praxis oder in den Sondermuell. Jeder Hund reagiert anders, und alte Medikamente koennen schaedlich sein.

Zubehoer ohne Gebrauchsanweisung bei elektronischen Geraeten ist nutzlos. Automatische Futterspender oder Wasserbrunnen ohne Manual sind nicht sicher bedienbar.

Kann ich Hundezubehoer verkaufen?

Hochwertige Geschirre oder Leinen in gutem Zustand finden Abnehmer. Markenspielzeug auch. Bei allem anderen lohnt sich das Inserieren meist nicht.

Faustregel: Wuerdest du es selbst gebraucht kaufen? Wenn nein, will es auch niemand anders.

Wann lohnt sich das Verschenken in der Nachbarschaft?

Bei Dingen, die funktionieren, aber nicht mehr gebraucht werden. Der Welpennapf, der zu klein geworden ist. Das Geschirr, das nicht passt. Die Transportbox fuer einen kleineren Hund.

In Hundehalter-Gruppen auf Social Media findest du schnell Abnehmer. Ehrlich beschreiben, was es ist und warum du es abgibst.

Wieso faellt Wegwerfen so schwer?

Weil wir das Geld bereuen, das wir ausgegeben haben. Das Koerbchen fuer 80 Euro, das er nie mochte. Die Leine, die unbequem ist.

Aber das Geld ist schon ausgegeben, egal ob das Zeug im Schrank verstaubt oder entsorgt wird. Den Platz freizumachen bringt mehr, als das schlechte Gewissen zu pflegen.