Häufigste Impfungen gegen bekannte Krankheiten bei Hunden
Welpenimpfungen starten ab der 8. Woche mit Staupe, Hepatitis und Parvovirose. Bis zur 16. Woche folgen zwei weitere Termine für die Grundimmunisierung.
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Dein achtwöchiger Welpe steht kurz vor seiner ersten Impfung – und plötzlich hagelt es Fragen. Welche Spritzen braucht er wirklich? Worauf kannst du verzichten? Die Grundimmunisierung startet zwischen der 8. und 10. Lebenswoche, meist mit einer Kombinationsspritze gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose. Bis zur 16. Woche kommen noch zwei weitere Termine dazu.
Welche Impfungen sind für Welpen Pflicht?
Fünf Impfungen gelten als Kern: Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Parainfluenza und Tollwut. Die werden auf drei Termine verteilt – mit 8, 12 und 16 Wochen. Klingt nach viel, geht aber schnell.
Nach einem Jahr folgt die erste Auffrischung. Danach läuft nicht alles im selben Rhythmus: Tollwut alle drei Jahre, Staupe und Parvovirose ebenfalls. Manche Tierärzte tippen auf kürzere Abstände – schau im Zweifel in die Herstellerangaben auf dem Impfpass, da steht es schwarz auf weiss.
Was passiert ohne Impfschutz? Staupe und Parvovirose verlaufen bei ungeimpften Welpen in rund 90 Prozent der Fälle tödlich. Keine Übertreibung – das sind reale Zahlen aus der Kleintierpraxis.
Wann braucht mein Hund zusätzliche Impfungen?
Das hängt stark davon ab, wie ihr den Alltag verbringt. Hund in der Hundetagesstätte oder regelmässig in der Tierpension? Dann ist ein Zwingerhusten-Schutz sinnvoll. Ihr wandert viel durch Wälder und Wiesen mit hoher Zeckendichte? Eine Borreliose-Impfung kann helfen – deckt aber nur einen Teil der Erreger ab, kein Rundum-Schutz.
Für Züchter ist die Herpesvirus-Impfung der trächtigen Hündin ein wichtiges Thema. Sie kann das gefürchtete „Welpensterben“ in den ersten Lebenswochen verhindern – verursacht durch Herpesviren, die für Erwachsene harmlos, für Neugeborene aber gefährlich sind.
Reisen ins Ausland bringen eigene Anforderungen mit. Mittelmeerraum? Leishmaniose-Schutz kommt häufig dazu. Osteuropa? Manchmal wird eine Leptospirose-Impfung empfohlen oder sogar verlangt. Immer vorab beim Tierarzt nachfragen – am besten zwei bis drei Monate vor Reiseantritt.
Was kostet die komplette Grundimmunisierung?
Grob gerechnet: zwischen 150 und 250 Euro für alle drei Impftermine zusammen. Eine 5-fach-Spritze schlägt pro Besuch mit 40 bis 60 Euro zu Buche, dazu kommen Untersuchungskosten von etwa 15 bis 25 Euro. Nicht gerade günstig – aber verglichen mit einer Intensivbehandlung gegen Parvovirose (die schnell 1 000 Euro und mehr kostet) eine eindeutige Rechnung.
Zusatzimpfungen liegen bei 25 bis 45 Euro. Zwingerhusten wird oft nasal verabreicht, kostet ungefähr 30 Euro. Jährliche Auffrischungen: 50 bis 80 Euro. Und ja – Stadtpraxen verlangen oft mehr als Kollegen auf dem Land. Lohnt sich manchmal, einen Vergleich anzustellen.
Welche Nebenwirkungen können nach Impfungen auftreten?
Leichte Müdigkeit und weniger Appetit am Impftag – völlig normal. Die Einstichstelle kann ein, zwei Tage etwas druckempfindlich sein. Schwere allergische Reaktionen sind extrem selten; Studien gehen von unter 0,1 Prozent der geimpften Hunde aus.
Fieber über 39,5 Grad oder Erbrechen am Tag danach gehören nicht dazu. In dem Fall: sofort zum Tierarzt, nicht abwarten.
Kleine Hunde unter 5 Kilogramm reagieren etwas häufiger mit Unverträglichkeiten. Viele Tierärzte teilen die Impfung dann auf – erst Tollwut, zwei Wochen später die restlichen Komponenten. Sprich das ruhig aktiv an, wenn du einen Kleinhund hast.
Ab welchem Alter kann ich meinen Welpen impfen lassen?
Theoretisch ab der 6. Lebenswoche. Optimal ist aber mit 8 Wochen: Die mütterlichen Antikörper haben dann genug abgenommen, ohne den Welpen völlig schutzlos dastehen zu lassen. Früher impfen heisst nicht automatisch besser schützen.
Wie lange ist mein Hund nach der Impfung geschützt?
Vollständig erst 14 Tage nach der letzten Grundimmunisierungs-Spritze. Bis dahin können Welpen trotz Impfung noch erkranken – kein Grund zur Panik, aber ein Grund, in dieser Zeit grosse Hunde-Ansammlungen zu meiden.
Muss ich meinen Hund wirklich jährlich impfen?
Nein. Die meisten Kernimpfstoffe schützen drei Jahre lang. Jährliche Routineimpfungen ohne medizinischen Grund sind nicht nötig – auch wenn sie manchmal so vermarktet werden. Der Blick in die Herstellerangaben auf dem Impfpass klärt schnell, was wann fällig ist.
Kann ich ältere Hunde noch grundimmunisieren?
Ja, problemlos. Auch erwachsene Hunde ohne Impfschutz können nachimmunisiert werden. Zwei Spritzen im Abstand von vier Wochen, danach reguläre Auffrischungen – fertig.
Welche Impfungen brauche ich für Reisen ins Ausland?
EU-weit ist nur die Tollwutimpfung Pflicht, und zwar mindestens 21 Tage vor Reiseantritt – wer das verpasst, darf nicht einreisen. Mittelmeerländer empfehlen zusätzlich Leishmaniose-Schutz. Für Skandinavien kann Leptospirose verlangt werden. Immer die aktuellen Einreiseregeln prüfen, die ändern sich gelegentlich.