Gesundheit & Pflege

Tränende Augen beim Hund kann viele Ursachen haben

Tränende Hundeaugen richtig einschätzen: Wann ist es harmlos, wann muss schnell gehandelt werden?

2 Min Lesezeit
Tränende Augen beim Hund kann viele Ursachen haben
Inhalt
  1. Sind tränende Augen beim Hund normal?
  2. Welche Hunderassen haben öfter tränende Augen?
  3. Woran erkenne ich eine Augenentzündung beim Hund?
  4. Was bedeutet grünlicher Ausfluss aus dem Hundeauge?
  5. Können verstopfte Tränenkanäle die Ursache sein?
  6. Wann sollte ich mit tränenden Hundeaugen zum Tierarzt?

Du bemerkst feuchte Spuren unter den Augen deines Hundes. Manchmal sind sie klar, manchmal verfärbt. Die Frage ist nicht ob, sondern wann du handeln musst.

Sind tränende Augen beim Hund normal?

Tränenfluss ist erstmal körperliche Grundausstattung. Deine Sorge gilt dem Zeitpunkt: Tränt das Auge nur beim Windspaziergang oder permanent? Ist die Träne klar wie Wasser oder gelblich-schleimig?

Ein Retriever der nach dem Toben im Herbstlaub tränende Augen hat, liegt im Normalbereich. Ein Hund dessen rechtes Auge seit drei Tagen dauerhaft tränt und gerötet ist – das ist ein anderes Kaliber.

Welche Hunderassen haben öfter tränende Augen?

Bestimmte Rassen tragen ihre Anfälligkeit im Gesicht: Rottweiler, Bluthunde, Mastiffs und Retriever haben Lidstellungen die den Tränenabfluss erschweren. Bei diesen Rassen sind gelegentlich tränende Augen weniger alarmierend als bei anderen.

Aber auch hier gilt: Neu auftretende, einseitige oder mit anderen Symptomen kombinierte Tränenbildung gehört abgeklärt.

Woran erkenne ich eine Augenentzündung beim Hund?

Die Träne selbst verrät dir den Ernst der Lage. Klare Tränen ohne weitere Symptome sind meist harmlos. Bedenklich wird es bei gelblich-grünem Ausfluss, geröteten Bindehäuten oder wenn dein Hund das Auge zukneift.

Fremdkörper, Bakterien oder Allergien lösen solche Entzündungen aus. Ein Grashalm im Auge erkennst du daran, dass nur ein Auge betroffen ist und der Hund versucht zu reiben.

Was bedeutet grünlicher Ausfluss aus dem Hundeauge?

Eitriger, verfärbter Ausfluss signalisiert eine bakterielle Infektion. Das Auge ist meist zusätzlich gerötet und warm. Hier brauchst du binnen 24 Stunden tierärztliche Behandlung – unbehandelt können Hornhautschäden entstehen.

Bei eitrigem Ausfluss niemals selbst mit Hausmitteln behandeln oder abwarten.

Können verstopfte Tränenkanäle die Ursache sein?

Tränenkanäle verbinden Auge und Nase – bei Erkältungen schwellen sie zu. Die Folge: Tränen können nicht normal abfließen und treten nach außen aus.

Du erkennst verstopfte Tränenkanäle daran, dass beide Augen gleichzeitig betroffen sind und der Hund gleichzeitig Schnupfensymptome zeigt. Nach Abklingen der Erkältung normalisiert sich meist auch der Tränenfluss.

Wann sollte ich mit tränenden Hundeaugen zum Tierarzt?

Sofort bei eitrigem Ausfluss, starker Rötung oder wenn der Hund das Auge zukneift. Binnen einer Woche bei einseitigem Tränenfluss ohne erkennbare Ursache.

Abwarten kannst du bei klaren Tränen nach Spaziergängen oder bei bekannt anfälligen Rassen – aber nur wenn keine weiteren Symptome dazukommen.

Welche ernsteren Erkrankungen verursachen tränende Augen?

Glaukom (Grüner Star) erhöht den Augeninnendruck und kann zur Erblindung führen. Betroffene Hunde zeigen neben Tränenfluss oft eine milchige Hornhauttrübung.

Bei Virusinfektionen wie Staupe gehören tränende Augen zu den Frühsymptomen. Seltener können auch Tumore im Kopfbereich Druck auf die Augen ausüben.