Gesundheit & Pflege

Faszination Hundegebiss: Milchzähne und Zahnwechsel

Zahnwechsel beim Welpen erkennen und begleiten: Wann fallen Milchzähne aus, welche Kauartikel helfen und wann zum Tierarzt.

2 Min Lesezeit
Faszination Hundegebiss: Milchzähne und Zahnwechsel
Inhalt
  1. Wie viele Zähne hat ein ausgewachsener Hund?
  2. Mit wie vielen Zähnen werden Welpen geboren?
  3. Wann beginnt der Zahnwechsel beim Welpen?
  4. Welche Probleme können beim Zahnwechsel auftreten?
  5. Wie erkenne ich Zahnprobleme beim Welpen?

Zehn Wochen alte Welpen kauen alles an – Tischbeine, Schuhe, Finger. Das Verhalten ist normal: Die Milchzähne lockern sich, das Zahnfleisch juckt. Der Zahnwechsel beginnt.

Wie viele Zähne hat ein ausgewachsener Hund?

Ein ausgewachsener Hund hat 42 Zähne, 20 im Oberkiefer, 22 im Unterkiefer. Diese greifen bei gesunder Kieferstellung wie eine Schere ineinander, daher die Bezeichnung „Scherengebiss“.

Jeder Zahntyp hat eine spezielle Aufgabe: Schneidezähne knabbern Fleischreste von Knochen. Eckzähne (die vier spitzen „Fangzähne“) greifen und halten Beute. Die Backenzähne zermahlen und zerreissen Nahrung.

Mit wie vielen Zähnen werden Welpen geboren?

Welpen kommen zahnlos zur Welt. Ab der dritten Lebenswoche brechen die ersten Milchzähne durch, insgesamt 28 Stück. Diese sind spitzer als die bleibenden Zähne und fühlen sich nadelscharf an. Das merkt man, wenn der Welpe beim Spielen zubeisst.

Warum nur 28 statt 42? Welpen fehlen die hinteren Backenzähne (Molaren). Diese haben keinen evolutionären Nutzen für Tiere, die noch Muttermilch trinken.

Wann beginnt der Zahnwechsel beim Welpen?

Der Zahnwechsel startet meist zwischen der 12. und 16. Lebenswoche. Zuerst fallen die Schneidezähne aus, dann die Eckzähne, zuletzt die Backenzähne. Mit sechs bis sieben Monaten ist das bleibende Gebiss vollständig.

Die ausgefallenen Milchzähne findet man selten. Die meisten Welpen verschlucken sie beim Fressen oder Spielen. Das ist unbedenklich.

Welche Probleme können beim Zahnwechsel auftreten?

Meistens verläuft der Zahnwechsel unbemerkt. Manche Welpen zeigen aber deutliche Symptome:

Verstärktes Kauverhalten: Der Welpe nagt alles an, was er erreicht. Das juckende Zahnfleisch sucht Erleichterung. Geeignete Kauartikel: Rinderpansen, getrocknete Hühnerhälse oder spezielle Welpenkaurollen.

Gerötetes oder blutendes Zahnfleisch: Leichte Rötungen sind normal. Starke Schwellungen oder anhaltendes Bluten gehören zum Tierarzt.

Futterverweigerung: Wenn Kauen schmerzt, fressen manche Welpen weniger. Trockenfutter in warmem Wasser einweichen oder vorübergehend Nassfutter geben.

Wie erkenne ich Zahnprobleme beim Welpen?

Kontrolliere das Maul des Welpen wöchentlich. Achte auf „Doppelzähne“: wenn Milchzähne nicht ausfallen, obwohl die bleibenden bereits durchbrechen. Das kann zu Zahnfehlstellungen führen.

Besonders die Eckzähne neigen zu diesem Problem. Steht ein Milcheckzahn nach dem sechsten Monat noch neben dem bleibenden Zahn, muss er tierärztlich entfernt werden.

Ein weiteres Warnzeichen: Wenn der Welpe plötzlich aufhört zu kauen oder einseitig frisst. Das deutet auf Schmerzen hin.

Was sollte ich während des Zahnwechsels vermeiden?

Keine harten Gegenstände wie Steine oder Tennisbälle. Diese können lockere Milchzähne vorzeitig ausreissen und Schmerzen verursachen.

Wie oft sollte ich die Zähne kontrollieren lassen?

Nutze die Impftermine für eine Gebiss-Kontrolle. Der Tierarzt erkennt Fehlstellungen früh und kann rechtzeitig eingreifen.

Muss ich die Zähne meines Welpen putzen?

Während des Zahnwechsels ist Zähneputzen nicht sinnvoll, die Zähne fallen ja ohnehin aus. Gewöhne den Welpen aber schon jetzt spielerisch an die Berührung im Maul.

Welche Kauartikel eignen sich am besten?

Ideal sind nachgebende Materialien: getrocknete Rinderkopfhaut, Pansenstangen oder rohe Karotten aus dem Kühlschrank. Die kühlen zusätzlich das gereizte Zahnfleisch.

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