Endoskopie
Endoskopie ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem der Tierarzt mit einer winzigen Kamera in den Körper deines Hundes hineinschaut.
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Endoskopie ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem der Tierarzt mit einer winzigen Kamera in den Körper deines Hundes hineinschaut.
Das Endoskop – ein flexibler oder starrer Schlauch mit Kamera – ermöglicht Tierärzten den direkten Blick auf Organe, die mit Röntgen oder Ultraschall nicht ausreichend beurteilbar sind. Bei Hunden kommt die Endoskopie vor allem bei chronischen Verdauungsproblemen, verschluckten Gegenständen oder unklaren Atemwegsbeschwerden zum Einsatz.
Der Vorteil: Statt den Bauch aufzuschneiden, genügt oft ein kleiner Schnitt oder sogar nur das Einführen durch natürliche Körperöffnungen. Gleichzeitig kann der Tierarzt Gewebeproben entnehmen oder kleine Fremdkörper direkt entfernen.
Wann braucht mein Hund eine Endoskopie?
Dein Hund bekommt eine Endoskopie, wenn andere Untersuchungen keine eindeutige Diagnose ergeben haben.
Typische Situationen: Dein Hund erbricht seit Wochen, obwohl Blutbild und Röntgen unauffällig sind. Oder er hustet hartnäckig, aber die Lunge zeigt im Röntgen keine Veränderungen. Manchmal hat er auch etwas verschluckt – einen Spielzeugball oder Knochen – der im Magen feststeckt.
Die häufigsten Endoskopien beim Hund sind die Magenspiegelung (bei chronischem Erbrechen), die Darmspiegelung (bei blutigem Durchfall oder Verdacht auf Darmkrebs) und die Bronchoskopie (bei hartnäckigem Husten). Auch bei Kastrationen wird zunehmend die Laparoskopie eingesetzt – besonders bei Hündinnen, weil die Wundheilung schneller verläuft.
Wie läuft eine Endoskopie beim Hund ab?
Dein Hund bekommt eine Vollnarkose – eine Endoskopie ist nicht bei Bewusstsein durchführbar.
Am Vortag der Untersuchung darf dein Hund ab 22 Uhr nichts mehr fressen, bei Magen-Darm-Endoskopien manchmal schon ab mittags. Wasser ist bis zum Morgen der Untersuchung erlaubt. In der Praxis bekommt dein Hund zunächst eine Narkose-Einleitung über eine Spritze, dann wird er intubiert.
Der eigentliche Eingriff dauert je nach Aufwand zwischen 15 Minuten und einer Stunde. Bei einer Magenspiegelung führt der Tierarzt das flexible Endoskop durch das Maul in die Speiseröhre und weiter in den Magen. Für bessere Sicht wird Luft eingepumpt – dein Hund kann danach vermehrt aufstoßen.
Nach dem Eingriff wacht dein Hund in einer Aufwachbox auf. Du kannst ihn meist noch am selben Tag abholen, solltest aber 24 Stunden auf Futter verzichten und nur kleine Wassermengen anbieten.
Was kostet eine Endoskopie beim Hund?
Eine diagnostische Endoskopie kostet zwischen 300 und 800 Euro, je nach Aufwand und Region.
Eine einfache Magenspiegelung liegt meist zwischen 300 und 500 Euro. Kommt eine Gewebeentnahme dazu, werden zusätzlich 100 bis 200 Euro für die Histologie fällig. Therapeutische Eingriffe – wie die endoskopische Entfernung eines Fremdkörpers – können bis zu 1.000 Euro kosten.
Die Kosten setzen sich zusammen aus: Narkose (80-150 Euro), der eigentlichen Endoskopie (150-400 Euro), eventuellen Zusatzleistungen wie Biopsien oder Fremdkörperentfernung (50-300 Euro) und den Medikamenten für die Nachbehandlung (20-50 Euro).
Welche Risiken hat eine Endoskopie?
Die Endoskopie gilt als risikoarmes Verfahren – gefährlicher ist meist die Narkose als der Eingriff selbst.
Vor der Endoskopie macht der Tierarzt deshalb ein Blutbild, um das Narkoserisiko einzuschätzen. Bei gesunden, jungen Hunden ist das Risiko minimal. Bei alten oder kranken Hunden steigt es, aber meist ist der diagnostische Nutzen größer als das Risiko.
Seltene Komplikationen sind Verletzungen der Organwände durch das Endoskop, Nachblutungen bei Gewebeentnahmen oder Infektionen. Bei therapeutischen Eingriffen können Wundheilungsstörungen auftreten. Dein Tierarzt klärt dich vorher über die spezifischen Risiken des geplanten Eingriffs auf.
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