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Bergisch Gladbach

Bergisch Gladbach liegt dort, wo das Bergische Land auf den Rand des Kölner Umlands trifft — und für Hunde ist das eine glückliche Lage. Dichte Wälder, das Tal…

Blick auf Bergisch Gladbach
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY 2.5

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Worauf du in Bergisch Gladbach je nach Jahreszeit gerade mit deinem Hund achten solltest.

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Hintergrund zur Region

Bergisch Gladbach liegt dort, wo das Bergische Land auf den Rand des Kölner Umlands trifft — und für Hunde ist das eine glückliche Lage. Dichte Wälder, das Tal der Strunde und weitläufige Grünzüge warten direkt vor der Haustür, ohne dass du erst eine Stunde fahren musst. Die Stadt ist groß genug, um alles zu bieten, was du im Alltag brauchst, und gleichzeitig grün genug, um deinen Hund täglich satt zu bewegen.

Wer morgens früh mit dem Hund durch den Naturpark Bergisches Land streift, erlebt Buchen- und Eichenwälder, die im Herbst kupferrot leuchten, und Bachläufe, die im Sommer angenehm kühl rauschen. Bergisch Gladbach ist nicht laut und nicht verschlafen — es ist eine Stadt im Gleichgewicht, die ihren Bewohnern viel Raum lässt. Für Hundehaltende bedeutet das kurze Wege zu echten Naturerlebnissen, kombiniert mit einer gewachsenen städtischen Infrastruktur.

Ob du hier wohnst oder nur einen Tagesausflug mit dem Hund planst: Du findest eine Region, die Hunde als selbstverständlichen Teil des Alltags begreift. Trotzdem lohnt es sich, die lokalen Regeln zu kennen — denn auch im Bergischen gelten Leinenpflichten und Satzungen, die du vor dem Ausflug prüfen solltest. Dieser Überblick hilft dir dabei.

Tagesausflüge mit Hund in Bergisch Gladbach

Raus aus dem Haus, rein in den Wald — Bergisch Gladbach macht das fast zu einfach. Die Stadt grenzt unmittelbar an ausgedehnte Forstgebiete, durchzieht von Bächen und Wanderwegen, die du mit dem Hund an der Leine oder — wo erlaubt — frei erkunden kannst. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen grünen Zugang, und die Wege verknüpfen sich zu einem Netz, das auch längere Touren möglich macht.

Strundetal: Der grüne Rücken der Stadt

Die Strunde ist der wichtigste Naturraum direkt im Stadtgebiet. Der Bach schlängelt sich von Bensberg über die Stadtmitte bis nach Köln und ist von einem begleitenden Grünzug gesäumt, der sich hervorragend zum Spazierengehen eignet. Hier findest du weiche Uferwege, alte Baumreihen und immer wieder Stellen, an denen Hunde ins Wasser waten können — sofern die Wasserqualität und die lokale Regelung das zulassen. Prüfe vor Ort, ob Leinenpflicht gilt, denn entlang des Strundegrünzugs wechseln die Regelungen je nach Abschnitt und Jahreszeit.

Besonders empfehlenswert ist der Abschnitt zwischen Gronau und der Stadtmitte, wo der Weg breit und gut befestigt ist und auch Begegnungen mit anderen Hunden entspannt ablaufen. Kleinere Trittsteinbiotope am Ufer machen das Tal auch ökologisch wertvoll — ein Grund mehr, deinen Hund in sensiblen Bereichen an der Leine zu führen. Der Grünzug lässt sich gut mit einem Abstecher in die Innenstadt verbinden, wo hundefreundliche Cafés und Bänke zum Pause machen einladen.

Königsforst: Großes Waldgebiet vor der Haustür

Wer mehr als einen Spaziergang will, fährt zum Königsforst — einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete im Großraum Köln/Bonn. Er liegt im Südwesten des Stadtgebiets, ist über mehrere Parkplätze gut erreichbar und bietet ein dichtes Wegenetz für kurze wie lange Touren. Breite Forstwege wechseln mit schmaleren Pfaden, feuchte Senken mit trockenen Hochlagen — das Gelände hält auch für viel beschäftigte Nasen genug Abwechslung bereit.

Im Königsforst gibt es ausgewiesene Bereiche mit und ohne Leinenpflicht — informiere dich vorab beim Stadtportal Bergisch Gladbach oder an den Infotafeln am Eingang. Während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr können zusätzliche Schutzgebiete ausgewiesen sein, in denen du deinen Hund konsequent anleinen musst. Das Forstgebiet wird gemeinsam von der Stadt Köln und dem Rheinisch-Bergischen Kreis verwaltet, was bedeutet, dass du auf beiden Seiten der Kreisgrenze unterschiedliche Regelungen antreffen kannst.

Naturpark Bergisches Land: Wandern mit weitem Horizont

Bergisch Gladbach ist Tor zum Naturpark Bergisches Land, einem rund 1.700 Quadratkilometer großen Schutzgebiet mit Wäldern, Talsperren und Heidehängen. Von den östlichen Stadtteilen wie Herkenrath oder Schildgen aus kannst du direkt in Wandergebiete starten, die sich über Stunden ausdehnen lassen. Typisch für das Bergische: hügelige Wege, saftige Wiesen, kleine Dörfer mit Natursteinhaus-Charakter — und ein feuchtes Klima, das Hunde auch im Sommer angenehm beschäftigt.

Die Wege des Bergischen Panoramasteigs und anderer ausgeschilderter Routen führen oft durch Schutzgebiete mit besonderen Auflagen. Informiere dich vor dem Start über die aktuelle Wegesituation und mögliche Sperrgebiete auf der Website des Naturparks Bergisches Land. Hunde sind auf den meisten Wegen willkommen, müssen aber in ausgewiesenen Naturschutzflächen angeleint bleiben — das schützt vor allem bodenbrütende Vögel und Wildtiere.

Paffrather Kalkmulde und Umgebung: Überraschend vielfältig

Etwas weniger bekannt, aber lohnenswert: die Paffrather Kalkmulde im Norden des Stadtgebiets. Diese geologisch besondere Landschaft mit offenen Kalkbiotopen, Streuobstwiesen und kleinen Feldwegen ist für Naturliebhaber ein echter Geheimtipp. Hier begegnest du einer anderen, offeneren Landschaft als im geschlossenen Wald — ideal für Hunde, die gern die Weite mögen und auf abwechslungsreichem Untergrund traben wollen.

Teile der Kalkmulde stehen unter Landschaftsschutz oder Naturschutz, weshalb du die Wege möglichst nicht verlassen solltest und deinen Hund in diesen Bereichen grundsätzlich anleinen musst. Gerade für entspannte Herbst- und Winterausflüge eignet sich die Gegend sehr gut, weil sie nicht so schnell matschig wird wie die feuchten Waldtäler. Kombiniere den Ausflug mit einem Spaziergang durch den Ortsteil Paffrath, wo du kleine Läden und ein ruhiges Dorfzentrum findest.

Hund und lokale Regeln in Bergisch Gladbach

Ein frischer Morgen, die Leine in der Hand — und dann doch die Frage: Gilt hier Leinenpflicht? In Bergisch Gladbach gibt es keine einzige Antwort darauf, sondern ein Geflecht aus städtischen Satzungen, Naturschutzgebietsverordnungen und saisonalen Regelungen. Das klingt kompliziert, ist aber gut zu navigieren, wenn du weißt, wo du nachschauen musst.

Leinenpflicht: Was gilt wo in Bergisch Gladbach

In Bergisch Gladbach gilt auf öffentlichen Straßen, Plätzen und in Parkanlagen eine allgemeine Anleinpflicht, die in der städtischen Gefahrenabwehrverordnung verankert ist. Hunde müssen in der Regel so gesichert sein, dass sie keine Gefahr für andere Menschen oder Tiere darstellen. In bestimmten Bereichen — etwa Spielplätzen, Schulhöfen und Fußgängerzonen — ist das Mitführen von Hunden ganz oder zeitweise verboten.

Außerhalb der bebauten Gebiete, in Wäldern und auf Feldwegen, gilt die Anleinpflicht in ausgewiesenen Naturschutzgebieten immer. In nicht geschützten Bereichen des Naturparks oder der Forstwege kann es Zonen geben, in denen Hunde von der Leine dürfen — doch auch das prüfst du am besten vor Ort an den aufgestellten Schildern. Verlasse dich nicht auf mündliche Überlieferung, denn Satzungen ändern sich. Aktuelle Informationen findest du beim Ordnungsamt der Stadt Bergisch Gladbach.

Besonders konsequent wird die Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit von März bis Juli in Wald- und Wiesengebieten durchgesetzt. Verstöße können als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden — Beträge regelt die jeweils gültige Bußgeldkatalog-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, konkrete Summen solltest du dort nachlesen.

Anmeldung und Hundesteuer in Bergisch Gladbach

In Bergisch Gladbach bist du als Hundehaltender verpflichtet, deinen Hund innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug oder der Anschaffung beim Steueramt der Stadt anzumelden. Die Anmeldung ist die Grundlage für die Hundesteuer, die die Gemeinde erhebt — die genaue Höhe der Abgabe regelt die jeweils aktuelle Hundesteuersatzung der Stadt. Informiere dich direkt beim städtischen Steueramt über den aktuellen Steuersatz, da sich Satzungen ändern können und konkrete Beträge ohne Quellenangabe rasch veralten.

Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundesteuermarke, die dein Hund im öffentlichen Raum gut sichtbar tragen muss. Sie dient der Identifikation und zeigt Ordnungsbehörden auf den ersten Blick, dass dein Hund ordnungsgemäß gemeldet ist. Wer seinen Hund nicht anmeldet, riskiert eine Nachzahlung und mögliche Bußgelder. Die Anmeldung ist auch online über das Stadtportal möglich — prüfe, welche Unterlagen du benötigst.

Listenhunde und gefährliche Hunde in NRW

Nordrhein-Westfalen regelt das Halten sogenannter gefährlicher Hunde im Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW). Das Gesetz unterscheidet zwischen Hunden, die aufgrund ihrer Rasse einer erhöhten Erlaubnispflicht unterliegen, und solchen, die durch individuelles Verhalten als gefährlich eingestuft wurden. Zu den Rassen, die in NRW einer besonderen Regelung unterliegen, gehören unter anderem American Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier und American Staffordshire Terrier sowie deren Kreuzungen — prüfe die aktuelle Liste direkt im Gesetzestext.

Haltende solcher Hunde benötigen in der Regel eine behördliche Erlaubnis, müssen einen Sachkundenachweis erbringen und ihren Hund im öffentlichen Raum mit Leine und Maulkorb führen. Die zuständige Behörde in Bergisch Gladbach ist das Ordnungsamt. Informiere dich über die zuständigen Landesbehörden NRW oder direkt beim städtischen Ordnungsamt, bevor du mit einem Hund dieser Kategorien in die Stadt ziehst oder sie besuchst.

Auch wenn dein Hund nicht auf einer Rasseliste steht, kann er durch einen Vorfall als gefährlicher Hund eingestuft werden — mit entsprechenden Folgen für Haltung und Führung. Haftpflichtversicherung und eine solide Ausbildung sind in jedem Fall empfehlenswert.

Kot-Entsorgung, ÖV und hundefreundliche Gastronomie

Das Liegenlassen von Hundekot im öffentlichen Raum ist in Bergisch Gladbach eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden — auch hier gilt: die konkrete Höhe entnimmst du der aktuellen Bußgeldverordnung. Die Stadt stellt an vielen belebten Wegen und in Parks Kotbeutel-Spender und Entsorgungsbehälter auf. Nimm trotzdem immer eigene Beutel mit, denn gerade abseits der Hauptwege sind die Spender seltener.

Im öffentlichen Nahverkehr — Busse und Bahnen des VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) — dürfen Hunde mitgenommen werden, sofern sie angeleint sind oder in einer geeigneten Transportbox sitzen. Für größere Hunde kann ein Ticket erforderlich sein — prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen des VRS vor deiner Fahrt, da sich Tarife und Regeln ändern können. Kleine Hunde, die vollständig in einer Tasche oder Box transportiert werden, fahren oft kostenfrei mit.

Bei der hundefreundlichen Gastronomie ist Bergisch Gladbach gut aufgestellt: Viele Cafés und Restaurants erlauben Hunde auf der Terrasse, manche auch im Innenbereich. Eine offizielle Liste gibt es nicht — frage im Zweifelsfall kurz nach, bevor du eintrittst, und respektiere, wenn ein Lokal Hunde ausschließt. Wassernapf und Leckerli machen deinen Hund zu einem angenehmen Gast, der beim nächsten Besuch willkommen ist.

Praktisches vor Ort in Bergisch Gladbach

Bergisch Gladbach liegt direkt an der Grenze zum Bergischen Land — und wer mit Hund hier lebt oder zu Besuch ist, merkt schnell: die Stadt ist grün, weitläufig und hat eine gute Infrastruktur für Vierbeiner. Trotzdem lohnt es sich, ein paar wichtige Anlaufstellen im Kopf zu haben, bevor man losstapft.

Tierärzte und tierärztlicher Notdienst

In Bergisch Gladbach und den umliegenden Stadtteilen — von Bensberg über Refrath bis Sand — gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Routineversorgung und Impfungen übernehmen. Für den Alltag empfiehlt es sich, eine Praxis in Wohnortnähe zu finden und dort den Hund von Anfang an anzumelden. So bist du im Notfall bekannt und sparst Zeit.

Außerhalb der regulären Sprechzeiten übernimmt der tierärztliche Notdienst die Versorgung. In der Region Köln/Rhein-Berg gibt es einen rollierenden Notdienst, bei dem Tierarztpraxen wechselweise Bereitschaft haben. Die aktuelle Notdienstliste findest du über die Tierärztekammer Nordrhein — dort ist die jeweils diensthabende Praxis tagesaktuell gelistet.

Für schwere Notfälle — etwa Vergiftungen, Unfälle oder Koliken — ist die nächste Tierklinik mit 24-Stunden-Betrieb in Köln erreichbar. Die Fahrzeit beträgt je nach Stadtteil zwischen 20 und 40 Minuten. Halte die Adresse und Telefonnummer der nächsten Klinik immer griffbereit, am besten direkt im Handy gespeichert.

Ein kleines Erste-Hilfe-Set für den Hund — Mullbinden, Zeckenzange, Kühlkompresse — gehört in jeden Rucksack, wenn du mit deinem Hund die ausgedehnten Wälder rund um Bergisch Gladbach erkundest. Im dichten Unterholz des Bergischen Landes lauern ganzjährig Zecken, auch in kühleren Monaten.

Hundeschulen und Trainingsangebote

Im Stadtgebiet Bergisch Gladbach und den angrenzenden Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises gibt es eine Reihe von Hundeschulen und Trainern mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Von der Welpenstunde über Mantrailing bis hin zu Agility-Kursen ist das Angebot breit aufgestellt. Gerade für Neueinsteiger lohnt ein Rundblick, bevor man sich festlegt.

Achte beim Auswählen einer Hundeschule auf zertifizierte Trainer mit anerkannten Abschlüssen — etwa vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) oder von der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Der Titel „Hundetrainer" ist in Deutschland nicht geschützt, deshalb ist ein Blick auf Ausbildung und Methodik wichtig.

Manche Trainer in der Region bieten auch Einzelstunden im Gelände an — ideal für Hunde, die auf Gruppenunterricht noch nicht vorbereitet sind oder an spezifischen Problemen wie Leinenreaktivität arbeiten. Das Bergische Land mit seinen Wäldern und Feldwegen liefert dafür ideale Übungsbedingungen direkt vor der Haustür.

Wer mit einem auffälligen oder als gefährlich eingestuften Hund unterwegs ist, muss in Nordrhein-Westfalen unter Umständen einen behördlich anerkannten Sachkundenachweis erbringen. Frag direkt beim Ordnungsamt der Stadt Bergisch Gladbach nach, welche Kurse und Prüfungen in deinem Fall anerkannt werden — die offizielle Stadtwebsite bietet erste Orientierung.

Hundeauslaufzonen und eingezäunte Flächen

Im Stadtgebiet Bergisch Gladbach gibt es einzelne ausgewiesene Hundeauslaufbereiche, in denen Hunde ohne Leine toben dürfen. Ob und wo genau solche Flächen aktuell ausgewiesen sind, ändert sich gelegentlich — prüfe die aktuelle Regelung direkt beim Ordnungsamt oder auf der Stadtwebsite, bevor du deinen Hund dort freilässt.

Abseits offizieller Auslaufzonen bietet das Gelände rund um die Strunde und die weitläufigen Waldwege Richtung Naturpark Bergisches Land viel Bewegungsfreiheit — allerdings gilt auch dort: Außerhalb ausdrücklich freigegebener Bereiche besteht meist Leinenpflicht, besonders in der Brut- und Setzzeit. Respektiere Absperrungen und Schilder vor Ort.

Für Hunde, die noch an Rückruf und Impulskontrolle arbeiten, sind eingezäunte Privatflächen zum Mieten eine sinnvolle Alternative. Solche Angebote findet man über spezialisierte Online-Plattformen. Prüfe dabei, ob der Untergrund und die Zaunhöhe für deinen Hund geeignet sind — große oder sprungfreudige Hunde brauchen höhere Einzäunungen.

Parkanlagen wie der Stadtpark Gronau in der Stadtmitte sind beliebte Spazierstrecken, unterliegen jedoch eigenen Regelungen für Hundehaltende. Halte deinen Hund dort an der Leine, wenn kein anderes Schild etwas erlaubt, und entsorge Hinterlassenschaften stets in den bereitgestellten Kotbeutelspendern oder in öffentlichen Abfallbehältern.

Hundepensionen, Tagesbetreuung und Pflegedienste

Im Raum Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es verschiedene Angebote zur Hundebetreuung — von klassischen Pensionen mit Übernachtung über Tagesbetreuung bis hin zu Gassi-Diensten und Hundesitting bei Privatpersonen zu Hause. Wer beruflich viel unterwegs ist oder Urlaub ohne Hund plant, sollte frühzeitig buchen, da gute Plätze besonders in Ferienzeiten schnell vergeben sind.

Für eine Hundepension gilt: Besuche die Einrichtung vorab und bring deinen Hund mit. Ein seriöser Betrieb begrüßt solche Kennenlerntermine und gibt dir Zeit, Hygiene, Betreuungsschlüssel und Auslaufzeiten zu prüfen. Frage außerdem, ob die Betreuungsperson über eine Erste-Hilfe-Ausbildung für Hunde verfügt.

Alternativ bieten im Bergischen Land einige Bauernhöfe und ländliche Unterkünfte Hundepension in naturnaher Umgebung an. Das ist besonders für Hunde geeignet, die sich in städtischen Zwingern unwohl fühlen oder viel Platz brauchen. Die Kombination aus frischer Luft, Weideland und ruhiger Atmosphäre tut vielen Tieren gut.

Wer seinen Hund regelmäßig in Tagesbetreuung gibt, sollte prüfen, ob der Anbieter eine Betreuungserlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz besitzt. Diese Erlaubnis ist in Deutschland für gewerbliche Tierbetreuung vorgeschrieben und zeigt, dass Behörden die Haltungsbedingungen geprüft haben. Im Zweifel fragst du direkt beim Rheinisch-Bergischen Kreis nach, welche Anbieter in deiner Nähe zugelassen sind.

Saisonal in Bergisch Gladbach

Das Bergische Land hat ein ausgeprägtes Klima — milder als in höheren Lagen, aber durchaus mit kräftigen Wintern, feuchten Herbsten und manchmal schwülen Sommern. Wer das Jahr über mit Hund in Bergisch Gladbach unterwegs ist, begegnet jeder Jahreszeit mit anderen Bedingungen und Besonderheiten.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Bergischen Land

Wenn die Wälder rund um Bergisch Gladbach im März und April wieder grün werden, beginnt für Wildtiere die sensibelste Phase des Jahres. Rehe setzen ihre Kitze, Bodenbrüter wie Lerchen und Kiebitze legen Eier in Mulden nahe Feldwegen — oft unsichtbar für unaufmerksame Spaziergänger. Ein Hund, der unkontrolliert im Unterholz stöbert, kann erheblichen Schaden anrichten, auch ohne Absicht.

In Nordrhein-Westfalen gilt während der Brut- und Setzzeit — in der Regel von April bis Juli — in vielen Waldgebieten und auf Feldwegen eine verschärfte Leinenpflicht. Manche Bereiche im Naturpark Bergisches Land sind in dieser Zeit besonders sensibel. Informiere dich vorab über geltende Betretungsregeln, etwa über das Naturparkzentrum Bergisches Land.

Für deinen Hund bedeutet der Frühling auch: Zeckensaison beginnt wieder. Schon ab Temperaturen um fünf Grad werden Zecken aktiv. Nach jedem Spaziergang im hohen Gras oder Unterholz gilt: Hund gründlich absuchen, besonders an Ohren, Achseln, Leiste und zwischen den Zehen. Besprich mit deiner Tierarztpraxis, welcher Zeckenschutz für deinen Hund geeignet ist.

Der Frühling ist außerdem die Zeit, in der Schlingpflanzen und Giftpflanzen wie Bärlauch und Maiglöckchen austreiben. Hunde fressen gelegentlich Gras oder Kräuter — achte darauf, welche Pflanzen am Wegesrand wachsen, und halt deinen Hund von Bärlauch-Beständen fern, in denen Maiglöckchen eingestreut sein könnten.

Sommer: Hitze, Wasser und Sonnenschutz

Der Sommer in Bergisch Gladbach kann heiß und schwül werden, besonders in versiegelten Stadtteilen. Asphalt heizt sich stark auf — auf dunklen Belägen kann die Oberfläche deutlich über 50 Grad erreichen, was die Pfoten deines Hundes in Minuten verbrennt. Der einfache Test: Handfläche für sieben Sekunden auf den Boden legen — wenn das unangenehm ist, ist es zu heiß für Pfoten.

Plane Spaziergänge im Sommer in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Die Waldwege rund um Bergisch Gladbach bieten auch bei Hitze angenehm kühlen Schatten — die Baumkronen im Bergischen Land sind dicht und halten die Temperatur unter dem Kronendach deutlich niedriger als in offenen Bereichen.

Die Strunde und ihre Nebenbäche sowie kleinere Tümpel im Umland laden Hunde zum Plantschen ein. Achte dabei auf die Wasserqualität: Stehende Gewässer können im Hochsommer Blaualgen (Cyanobakterien) enthalten, die für Hunde hochgiftig sind. Erkennungszeichen: grünlich-schleimige Schlieren oder intensiver fischiger Geruch. Im Zweifel: Hund aus dem Wasser holen und kein Wasser trinken lassen.

Vergiss auch den Sonnenbrand nicht — besonders bei Hunden mit kurzem, hellem Fell oder kahlen Stellen. Ohrenspitzen, Nasenrücken und Bauch sind empfindliche Zonen. Tiergerechte Sonnenschutzmittel gibt es in gut sortierten Tierarztpraxen. Und: Lass deinen Hund nie im abgestellten Auto — selbst bei bewölktem Himmel und kurzen Erledigungen kann sich ein Fahrzeug gefährlich schnell aufheizen.

Herbst: Nebel, Nässe und neue Gerüche

Der Herbst ist für viele Hundehalter die schönste Jahreszeit in der Region. Die Wälder rund um Bergisch Gladbach leuchten in Rot- und Orangetönen, die Luft wird klarer, und dein Hund — angetrieben von unzähligen neuen Düften — wird auf jedem Spaziergang zum Detektiv. Pilze, Kastanien und Eicheln übersäen die Waldwege und sind für Hunde verlockend, aber teils gefährlich.

Eicheln und grüne Kastanien können bei Hunden Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Wer einen Hund hat, der alles Essbares aufsammelt, sollte im Herbst besonders wachsam sein und falls nötig einen Leckkorb oder ein Anti-Pick-Training in Betracht ziehen. Giftpilze wie der Knollenblätterpilz sind in den Laubwäldern des Bergischen Landes heimisch — lass deinen Hund nicht unbeaufsichtigt schnüffeln und fressen.

Mit dem Herbst beginnt auch die Jagdsaison. In den Wäldern rund um Bergisch Gladbach finden regelmäßig Treib- und Drückjagden statt. An solchen Tagen — oft samstags — ist das Betreten bestimmter Waldgebiete untersagt oder stark eingeschränkt. Achte auf Hinweisschilder am Waldeingang und vermeide an Jagdtagen Gebiete, in denen du rote oder orangefarbene Markierungen siehst.

Nässe und Schlamm gehören zum Bergischen Herbst dazu. Pfotenpflege wird jetzt wichtig: Zwischen den Zehenballen sammeln sich Laub und Feuchtigkeit, was Pilzinfektionen begünstigt. Trockne die Pfoten nach nassen Spaziergängen ab und prüfe sie regelmäßig auf Rötungen, Schwellungen oder Risse. Ein pflegendes Pfotenwachs hilft, die Haut geschmeidig zu halten.

Winter: Streusalz, Frost und Kälte

Bergisch Gladbach liegt im Übergangsbereich zwischen mildem Rheinklima und den raueren Lagen des Bergischen Landes — Schnee und Frost sind im Winter durchaus möglich, auch wenn es keine extremen Gebirgslagen sind. Für Hunde bedeutet das vor allem eines: Streusalz auf Straßen und Gehwegen.

Streusalz ist für Hundepfoten aggressiv. Es zieht die Haut rissig und kann beim Lecken der Pfoten zu Magenproblemen führen. Spüle die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser ab und trage vorbeugend Pfotenwachs auf. Für besonders empfindliche Hunde sind Pfotenschuhe eine sinnvolle Option — gewöhne deinen Hund aber frühzeitig daran.

An Frost- und Schneetagen sind die Waldwege im Bergischen Land oft rutschig und in höheren Lagen wie rund um Herrenstrunden oder in Richtung Odenthal schwer zugänglich. Kurze, intensive Einheiten auf bekannten Wegen sind dann sicherer als lange Touren auf unbekanntem Terrain. Denk auch daran, dass ältere oder gelenkkranke Hunde bei Kälte schneller steif werden — wärme sie vorher mit kurzen Lockerungsrunden auf.

Im Winter wird es früh dunkel. Sichtbarkeit ist entscheidend — sowohl für dich als auch für deinen Hund. LED-Leuchten am Halsband oder Geschirr, ein reflektierendes Halsband und eine helle eigene Jacke sind bei Dämmerungsspaziergängen Pflicht, besonders auf Straßen und Feldwegen ohne Beleuchtung. Bergisch Gladbach hat viele schöne Randgebiete — aber außerhalb der Ortskerne ist es in der Dunkelsaison schnell sehr finster.

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