Hundehütte kaufen
Quelle: pixabay · Pixabay Content License Eine Hundehütte ist eine geschützte Unterkunft für Hunde im Aussenbereich, die als Rückzugsort vor Witterungseinflüssen dient.
Inhalt
- Wie gross muss eine Hundehütte mindestens sein?
- Welche Materialien eignen sich für den Aussenbereich?
- Kann ich eine Hundehütte selbst bauen?
- Welches Zubehör für Hundehütten ist sinnvoll?
- Was kostet eine gute Hundehütte?
- Ist es erlaubt, einen Hund dauerhaft in einer Hundehütte zu halten?
- Was mache ich, wenn mein Hund die Hundehütte nicht annimmt?
Eine Hundehütte kann sinnvoll sein, wenn ein Hund regelmässig Zeit im Garten oder auf einem Grundstück verbringt und dort einen geschützten Ruheplatz benötigt. Die Hütten bieten Schutz vor Wind, Regen, Sonne, Schnee und direkter Witterung. Ob eine Hundehütte überhaupt notwendig ist, hängt von der Haltung, dem Wohnumfeld und den Bedürfnissen des einzelnen Hundes ab. Viele Hunde bevorzugen bei vorhandenem Zugang zum Wohnbereich andere Rückzugsorte.
Eine Hundehütte dient ausserdem niemals als dauerhafter Ersatz für den Aufenthalt im Haus oder den Kontakt zu seinen Menschen.
Wie gross muss eine Hundehütte mindestens sein?
Eine Hundehütte sollte dem Hund genügend Platz bieten, damit er bequem stehen, sich drehen und ausgestreckt liegen kann.
Gleichzeitig sollte sie nicht unnötig gross sein, da eine überdimensionierte Hütte die Körperwärme des Hundes weniger gut hält.
Richtwerte zur Orientierung:
| Bereich | Richtwert |
|---|---|
| Länge der Hundehütte | etwa 1,2 bis 1,5 × Körperlänge des Hundes |
| Breite der Hundehütte | etwa 0,75 bis 1,25 × Körperlänge des Hundes |
| Höhe der Hundehütte | etwa 1,2 bis 1,5 × Schulterhöhe des Hundes |
| Türöffnung | etwa 0,8 × Schulterhöhe des Hundes |
Mit Körperlänge ist die Länge vom Brustbein bis zum Ansatz der Rute gemeint, also exklusive Kopf und Schwanz.
Zusätzlicher Hinweis: Diese Masse sollten immer individuell an den jeweiligen Hund angepasst werden. Körperform, Felldichte, Alter und Mobilität beeinflussen ebenfalls, welche Grösse sinnvoll ist. Lieber ein paar cm zu viel als zu wenig!
Welche Materialien eignen sich für den Aussenbereich?
Holz ist das klassische Material für Hundehütten. Es bietet eine natürliche Dämmung und ist bei entsprechender Behandlung witterungsbeständig. Geeignet sind insbesondere Massivholz, wetterfest behandelte Holzplatten und langlebige Holzarten.
Hinweis: Die Oberfläche sollte nur mit hundeverträglichen Mitteln versiegelt und geschützt werden.
Kunststoff: Kunststoffhütten sind leicht zu reinigen und meist pflegearm. Sie reagieren jedoch je nach Modell stärker auf Temperaturänderungen und benötigen bei kaltem Wetter eventuell zusätzliche Isolierung.
Metall wird bei Hundehütten seltener verwendet, da es sich stark aufheizen oder auskühlen kann. Für dauerhaftes Aufstellen im Aussenbereich ist es deshalb weniger geeignet.
Kann ich eine Hundehütte selbst bauen?
Wenn du handwerklich begabt bist, kannst du eine Hundehütte grundsätzlich auch selbst bauen.
Achte bei der Vorbereitung und Verarbeitung auf: stabile, nicht splitternde, wetterfeste Materialien; wasserdichtes Dach; Boden leicht erhöht (zum Schutz vor Feuchtigkeit); ausreichende Belüftung; keine scharfen Kanten, abstehende Nägel/Schrauben oder giftige Materialien.
Du findest jede Menge verschiedene Bauanleitungen für Hundehütten als Video-Tutorials auf YouTube.
Merker: Eine selbstgebaute Hütte sollte dieselben Anforderungen erfüllen wie ein gekauftes Modell.
Welches Zubehör für Hundehütten ist sinnvoll?
Je nach Standort der Hütte ist weiteres Zubehör sinnvoll. Eine vernünftige Isolierung ist ein Muss, um Temperaturunterschiede auszugleichen.
Ein erhöhter Boden schützt davor, dass Kälte und Feuchtigkeit von unten eindringt.
Verankerungspunkte machen bei frei stehenden Hütten Sinn, damit sie bei Unwetter nicht rutschen oder umkippen können.
Fest in oder an der Hütte montierte Napfhalter oder mitgelieferte Liegeflächen, Kissen, Decken oder Matten sind keine Must-haves, aber Gadgets, die bei einigen Angeboten zu finden sind.
Was kostet eine gute Hundehütte?
Der Preis für fertige Hundehütten hängt vor allem von der Grösse, dem Material und der Ausstattung (lackiert oder nicht, weiteres Zubehör) ab.
Kleinere Hütten aus Holz ohne viel Schnickschnack gibt es schon ab 80.- CHF. XL-Modelle mit Sonderausstattung oder Designerprodukte kosten 1.000.- CHF und mehr.
Achte bei der Auswahl nicht allein auf den Preis. Vergleiche immer Material, Stabilität und Witterungsschutz. Manche Anbieter haben viel Schnickschnack, aber es fehlt an grundlegender Funktionalität – dann lieber ein solides, dafür qualitatives Modell wählen.
Ist es erlaubt, einen Hund dauerhaft in einer Hundehütte zu halten?
Nein. Eine Hundehütte allein erfüllt nicht die Anforderungen an artgerechte Hundehaltung. Aus Art. 71 und 72 der Tierschutzverordnung (TSchV) ergeben sich genauere Vorgaben:
Es ist zwar generell erlaubt, Hunde im Freien zu halten (Art. 72), aber sie müssen eine Unterkunft und einen geeigneten Liegeplatz haben. Theoretisch wäre das mit einer Hundehütte getan, aber praktisch gilt:
Art. 71 liefert klare Vorgaben hinsichtlich der Bewegung von Hunden. Sie müssen ausgeführt werden. Ist das nicht der Fall, brauchen sie täglich Auslauf – und der Aufenthalt in einer Hütte zählt nicht dazu. Ist der Hund angebunden, so ist freie Bewegung von mindestens fünf Stunden am Tag vorgeschrieben. Der dafür vorgesehene Bereich muss min. 20 m² gross sein.
Was mache ich, wenn mein Hund die Hundehütte nicht annimmt?
In dem Fall hilft schrittweise, positive Gewöhnung.
Schritt 1: Hütte aufstellen, offen zugänglich. Der Standort ist wichtig. Einen möglichst ruhigen, geschützten Ort aussuchen, ohne viel Lärm, Durchgangsverkehr oder direkter Sonneneinstrahlung.
Schritt 2: Hund darf nach eigenem Ermessen erkunden. Schnüffeln lassen, nicht bedrängen, einfach beobachten. Niemals den Hund in die Hütte „hineinschieben“.
Schritt 3: Vertraute Decken oder Spielzeuge in die Hütte legen. Den Hund schrittweise zur Hütte führen. Loben, wenn er ruhig bleibt. Bei Leckerli-affinen Hunden hilft eine Leckerli-Spur zur Hütte.
Schritt 4: Die Hütte immer wieder positiv verknüpfen. Loben oder Leckerli geben, wenn er von sich aus zur Hütte geht. Kurze Aufenthalte in der Hütte langsam verlängern.
Generell: Auf Signale achten. Meidet der Hund die Hütte dauerhaft, prüfe, ob es eine konkrete Ursache dafür gibt. Unangenehmer Geruch in der Hütte? Rutschiger Boden? Zu klein? Zu warm, zu kalt, schlecht belüftet? Ggf. Verunreinigungen beseitigen, Hütte besser isolieren, mehr/andere Decke hineinlegen oder anderen Standort wählen.
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