Von Arosa bis Zuoz: Die schönsten Städte für Hunde und Halter in Graubünden
Konkrete Tipps zu Leinenpflicht, Hundebadestellen und Unterkunftskosten für einen entspannten Graubünden-Urlaub mit Hund.
Inhalt
Dein Hund zerrt an der Leine, sobald ihr aus dem Auto steigt – die Bergluft von Graubünden macht auch Vierbeiner euphorisch. Aber welche Orte eignen sich wirklich für einen entspannten Urlaub mit Hund? Ich habe die praktischen Details zusammengetragen, die in normalen Reiseführern fehlen.
Wo darf mein Hund in Arosa frei laufen?
In Arosa selbst gilt Leinenpflicht auf allen Hauptwegen und in der Ortschaft. Der Arosa Bärenpark-Rundweg (1,5 Stunden) ist komplett eingezäunt – hier kann dein Hund an langen Abschnitten frei schnüffeln, während ihr die Bären beobachtet.
Der Heidsee bietet eine offizielle Hundebadestelle am östlichen Ufer. Die Wassertemperatur liegt im Sommer bei angenehmen 18–20 Grad. Das Hotel Prätschli hat einen eigenen Hundeauslauf und berechnet 25 CHF pro Nacht zusätzlich – dafür stehen Futter- und Wassernäpfe sowie eine Decke bereit.
Welche Wanderwege in Lenzerheide sind hundetauglich?
Der Heidsee-Rundweg ist mit 4,5 km perfekt für ältere oder unsportliche Hunde. Keine Kletterpassagen, durchgehend schattige Abschnitte unter Lärchen. Im Valbella Inn Resort zahlt ihr 30 CHF pro Hund und Nacht – die haben sogar eine Hundedusche im Keller.
Mountainbike-Trails sind für Hunde tabu, das übersehen viele. Der Nordic-Walking-Park am Lenzerhorn funktioniert aber gut: breite Waldwege, wenig Begegnungsverkehr. Von Oktober bis April gilt Leinenpflicht wegen der Wildschonzeit.
Hat Davos einen Hundetrail?
Ja, aber er ist klein und wird überschätzt. Der sogenannte „Hundetrail“ am Davosersee ist ein 200-Meter-Parcours mit fünf Hindernissen – in 10 Minuten durchlaufen. Interessanter ist die Hundewiese beim Strandbad. 2000 m² eingezäuntes Gelände, auf dem auch ängstliche Hunde entspannen können.
Das Seehof Resort verlangt 35 CHF pro Hund, bietet dafür aber Hundebetten, Spielzeug und eine Gassigeh-Karte mit Zeitangaben für verschiedene Routen. Praktisch, wenn ihr nicht ortskundig seid.
Ist St. Moritz wirklich hundefreundlich oder nur teuer?
St. Moritz ist hundefreundlich – wenn das Budget stimmt. Der St. Moritzersee hat drei offizielle Hundebadestellen, markiert mit gelben Schildern. Baden ist von Mai bis September erlaubt, danach greift der Wasserschutz wegen der Zugvögel.
Das Kulm Hotel kostet 50 CHF pro Hund und Nacht, dafür ist ein Hunde-Butler-Service inbegriffen. Günstiger wohnt ihr im Hotel Hauser (25 CHF) mit eigenem Hundepark. Die meisten Restaurants stellen Wassernäpfe vor die Tür – in St. Moritz ist das Standard.
Was macht Zuoz besonders für Hundehalter?
Zuoz ist entspannt. Keine Touristenmassen, die deinen Hund stressen könnten. Das Dorf ist klein genug, dass ihr alles zu Fuss erreicht, und gross genug für drei hundefreundliche Restaurants: Chesa Muntanella, Dorta und Crusch Alba.
Der Inn-Spazierweg führt 45 Minuten entlang des Flusses – ideal für Welpen oder alte Hunde, die keine Höhenmeter schaffen. Im Winter sind alle Wege geräumt, anders als in höher gelegenen Orten.
Sind Hunde in Graubündens öffentlichen Verkehrsmitteln erlaubt?
Kleine Hunde (bis 30 cm Schulterhöhe) fahren gratis in einer Transportbox. Grössere Hunde zahlen den halben Fahrpreis und benötigen eine Tageskarte für 25 CHF. Der Maulkorb ist in Bussen und Bahnen Pflicht – auch für Golden Retriever.
Welche Jahreszeit eignet sich am besten für Hundeurlaub in Graubünden?
September bis Oktober. Die Temperaturen sind angenehm (15–20 Grad), die Zeckenzeit ist vorbei, und die Leinenpflicht wegen der Wildschonzeit beginnt erst Ende Oktober. Juli und August sind für längere Wanderungen mit dichtem Fell schlicht zu heiss.
Was kostet ein Hundeurlaub in Graubünden durchschnittlich?
Rechnet mit 25–50 CHF pro Nacht zusätzlich für den Hund in Hotels. Ferienwohnungen sind oft hundefreundlicher und günstiger: Die Endreinigung schlägt mit 10–20 CHF zu Buche. Hundefutter kostet in Bergorten rund 20–30 % mehr als im Tal – besser selbst mitbringen.