Tierschutz

Stefan Burkhalter ist neu Botschafter für rundum.dog

3 Min Lesezeit
Stefan Burkhalter ist neu Botschafter für rundum.dog
Inhalt
  1. Was macht die Haltung von Listenhunden anders?
  2. Warum wählen Menschen trotzdem Listenhunde?
  3. Wie findest du seriöse Vermittlungsstellen?
  4. Was kostet ein Listenhund wirklich?
  5. Warum engagiert sich Stefan für Tierschutz?

Stefan Burkhalter hält seit sieben Jahren Norman, einen Dogo Argentino. Was als Zufallsbegegnung über SOS Listenhunde begann, zeigt: Auch sogenannte Listenhunde können treue Familienmitglieder werden – wenn du die Auflagen kennst und bereit bist, Zeit zu investieren.

Was macht die Haltung von Listenhunden anders?

Listenhunde unterliegen strengeren Auflagen als andere Rassen. Stefan musste mit Norman die obligatorischen Pflichtkurse absolvieren – plus erweiterte Auflagen wegen der Rasseliste. Auch nach Jahren der Hundeerfahrung blieb die Hundeschule Pflicht.

„Auch wenn ich seit jeher Hunde in meinem Leben habe, kann man immer wieder was über das Tier und sich selbst lernen“, sagt Stefan. Bei Listenhunden zählt genau diese Offenheit – die Behörden schauen genauer hin.

Warum wählen Menschen trotzdem Listenhunde?

Stefan entschied sich nicht bewusst für einen Dogo Argentino. „Es war mehr ein Zufall. Zuvor hatten wir klassisch Appenzeller Blessen als Hofhunde.“ Doch als die Anfrage für Norman kam, war die Verbindung sofort da.

Viele Listenhunde landen in Tierheimen, weil ihre Halter die Auflagen unterschätzen. Stefan sieht das anders: „Er spiegelt auch etwas meine Persönlichkeit und meinen Lebensstil wider.“ Wer einen Listenhund aufnimmt, weiss, worauf er sich einlässt – und tut es trotzdem.

Wie findest du seriöse Vermittlungsstellen?

Stefan fand Norman über SOS Listenhunde. Diese Organisation vermittelt Hunde, die aufgrund der Rasseliste schwerer ein Zuhause finden. Der Vorteil: Die Tiere sind meist gut sozialisiert und wurden bereits beurteilt.

Meide Vermittlungsstellen, die dir versprechen, dass „dieser Listenhund ganz harmlos“ sei. Seriöse Organisationen klären über Auflagen auf und bereiten dich auf die Realität vor. Ihnen geht es nicht um schnelle Vermittlung, sondern um die richtige.

Was kostet ein Listenhund wirklich?

Die Anschaffung ist nur der Anfang. Stefan organisiert regelmässig geführte Spaziergänge für alle Hunderassen, um verantwortlichen Umgang zu fördern – ein Engagement, das zeigt, wie stark Listenhund-Halter im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen.

Rechne mit höheren Versicherungskosten, möglichen Wesenstests und strengeren Auflagen bei Umzügen. Dafür erhältst du oft einen Hund mit klarer Persönlichkeit – wenn du bereit bist, die Verantwortung zu tragen.

Warum engagiert sich Stefan für Tierschutz?

„Ich bin Zeuge des Leids geworden, nicht nur hier, sondern weltweit“, erklärt Stefan. Besonders prägend waren Bilder aus Thailand 2023, wo Hunde in kleinen Käfigen verkauft wurden. Solche Eindrücke treiben ihn an, sich für schwächere Wesen einzusetzen.

Als Landwirt investiert Stefan seit 24 Jahren in das Wohlbefinden seiner Tiere. Dieses Wissen bringt er in seine Arbeit als Botschafter für Tierschutz ein: „Ein Tier ist ein lebendes Wesen, das mit Verstand und Nachhaltigkeit behandelt werden sollte.“

Wie erkenne ich illegalen Welpenhandel?

Unseriöse Anbieter versprechen dir „problemlose Listenhunde“ oder bieten mehrere Rassen gleichzeitig an. Seriöse Züchter oder Vermittlungsstellen nehmen sich Zeit für dich und stellen Fragen zu deiner Lebenssituation.

Sind Listenhunde für Anfänger geeignet?

Nur mit Einschränkungen. Stefan hatte bereits Hundeerfahrung und trotzdem ging Norman in die Hundeschule. Wenn du deinen ersten Hund willst, wähle eine unkompliziertere Rasse.

Was passiert bei einem Umzug mit Listenhund?

Die Auflagen unterscheiden sich je nach Kanton und Land. Informiere dich vor dem Umzug über die lokalen Bestimmungen. Manche Orte verbieten bestimmte Rassen komplett.

Wie teuer sind die Pflichtkurse?

Die Kosten variieren je nach Anbieter und Kanton. Rechne mit mehreren hundert Franken für die Grundkurse – plus eventuelle Zusatzauflagen für Listenhunde.

Kann ein Listenhund in die Familie integriert werden?

Stefan beschreibt Norman als „festen und geliebten Teil unserer Familie“. Mit der richtigen Sozialisierung und konsequenter Erziehung ist das möglich – aber nie eine Garantie.