Tierschutz

Futter statt Böller: 1x Böller sparen, ein Hund für 5 Monate versorgt

3 Min Lesezeit
Futter statt Böller: 1x Böller sparen, ein Hund für 5 Monate versorgt
Inhalt
  1. Was Silvesterfeuerwerk mit Tieren macht – und nicht nur mit Haustieren
  2. Die Alternative: Futter statt Böller
  3. Futter statt Böller – Die Vergleichsrechnung
  4. Tierschutz nicht nur an Silvester

«Futter statt Böller» – das ist keine romantische Idee, sondern eine schlichte Rechenaufgabe. In der Schweiz landen zu Silvester über 100 Millionen Franken im wahrsten Sinne in der Luft. Für ein paar Minuten Licht und Knall. Wer dieses Geld stattdessen einem Tierheim spendet, versorgt dort einen Hund über mehrere Monate. Die Rechnung ist simpel – und sie sitzt.

Was Silvesterfeuerwerk mit Tieren macht – und nicht nur mit Haustieren

Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen: Für die meisten Haustiere ist die Silvesternacht schlicht Stress pur. Nicht ein bisschen ungemütlich – sondern echter Überlebenspanik ähnlich. Viele Tiere versuchen zu fliehen, andere verkriechen sich zitternd und kommen tagelang nicht zur Ruhe. Der Lärm triggert einen Instinkt, der sich nicht einfach ausschalten lässt.

Weniger sichtbar, aber nicht weniger real: Wildtiere. Vögel und Wild werden durch den Lärm aus ihren angestammten Lebensräumen aufgescheucht – für ohnehin gefährdete Arten ist das ein zusätzlicher Druck, den sie nicht brauchen.

Dazu kommt die Luft. Feuerwerk setzt giftige Gase und Feinstaub frei, die die Atemluft belasten und langfristige Gesundheitsschäden verursachen können. Was nach dem Abbrennen übrig bleibt, landet in der Umwelt – Plastik, Chemikalien, Asche.

Die Alternative: Futter statt Böller

Die Initiative «Futter statt Böller» stellt eine klare Frage: Wohin soll das Geld fliessen? In Raketen und Knallkörper – oder in den Tierschutz? Tiere in Tierheimen warten nicht auf ein Spektakel. Sie warten auf ein Zuhause. Und bis dahin auf Futter, Pflege, Zuwendung.

Der Verzicht auf Feuerwerk ist kein grosses Opfer. Aber er kann für ein Tier den Unterschied machen – konkret, messbar, direkt.

Futter statt Böller – Die Vergleichsrechnung

In der Schweiz geben Menschen durchschnittlich rund 282 Franken für Feuerwerk zu Silvester aus (Quelle: Verschiedene Schätzungen und Marktanalysen sowie Berichte von Verbänden, u.a. Schweizerischer Feuerwerksverband).

In Deutschland wurde der Jahreswechsel 2023/2024 von der Pyrotechnik-Branche als «historisches Umsatzhoch» bezeichnet (Quelle: Statista, Umfrage zur Umsatz der deutschen pyrotechnischen Industrie).

Was kostet die Versorgung eines Hundes im Tierheim? Je nach Region und Einrichtung schätzt der Schweizer Tierschutzverein die monatlichen Futterkosten auf 50 bis 150 Franken.

Und jetzt die Rechnung: Mit 282 Franken lässt sich ein Hund, der auf sein neues Zuhause wartet, zwischen knapp zwei und fast sechs Monaten lang versorgen.

  • Durchschnittliche Ausgaben für Feuerwerk: 282 Franken
  • Durchschnittliche Futterkosten pro Monat für einen Hund im Tierheim: 50 bis 150 Franken
  • Mit 282 Franken lässt sich ein Hund im Tierheim zwischen 1,9 und 5,6 Monaten lang versorgen.

Statt in laute Knaller, könnte dieses Geld einem Hund im Tierheim ein sicheres, ruhiges Dach über dem Kopf finanzieren – bis er ein endgültiges Zuhause findet.

Tierschutz nicht nur an Silvester

Auch wir bei rundum.dog haben uns entschieden: kein Feuerwerk. Nicht weil es verboten wäre – sondern weil wir wissen, was es für unsere Tiere bedeutet. «Futter statt Böller» ist für uns keine Kampagne, der wir uns anschliessen. Es ist eine Haltung.

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  • Eine Schweiz ohne Feuerwerksknallerei: Die Feuerwerksinitiative und Was ist aus der Feuerwerksinitiative geworden?
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