Gesundheit & Pflege

Schnupperkurs in Sachen Parfum für Hunde

Hundeparfum kann nach Regenspaziergängen oder unerwünschten Gerüchen helfen. Entscheidend sind die richtigen Inhaltsstoffe und sparsame Dosierung für den empfindlichen Hundenase.

2 Min Lesezeit
Schnupperkurs in Sachen Parfum für Hunde
Inhalt
  1. Warum entwickeln Hunde ihren charakteristischen Geruch?
  2. Welche Inhaltsstoffe in Hundeparfum sind gefährlich?
  3. Wie trägst du Hundeparfum richtig auf?
  4. Kannst du Hundeparfum selbst herstellen?

Dein Hund riecht nach seinem Spaziergang im Regen wie – nun ja, nasser Hund. Die meisten Hundehalter kennen das. Hundeparfum soll diese Gerüche überdecken und dem Fell einen gepflegteren Eindruck verleihen.

Warum entwickeln Hunde ihren charakteristischen Geruch?

Hunde produzieren natürliche Hautöle und schwitzen über ihre Pfoten. Bakterien auf der Haut verstärken diesen Eigengeruch – das ist völlig normal.

Problematisch wird es nach dem Baden in schlammigen Gewässern oder wenn sich dein Hund in Aas gewälzt hat. Dann überlagert ein penetranter Fremdgeruch den natürlichen Hundegeruch.

Ein Bad hilft meist besser als jedes Parfum. Aber manchmal ist das unterwegs nicht möglich.

Welche Inhaltsstoffe in Hundeparfum sind gefährlich?

Menschen-Parfum gehört nicht auf Hundefell. Die Alkoholkonzentration ist zu hoch und kann Hautreizungen verursachen.

Besonders problematisch sind diese Inhaltsstoffe:

Teebaumöl: Kann bei Hunden Vergiftungserscheinungen auslösen. Eukalyptusöl: Reizt die Atemwege, besonders bei kleinen Hunden. Zitrusöle: Können Hautallergien verstärken.

Spezielles Hundeparfum verwendet mildere Duftstoffe in geringerer Konzentration. Die Hersteller berücksichtigen dabei den empfindlicheren Geruchssinn von Hunden.

Wie trägst du Hundeparfum richtig auf?

Teste jedes neue Parfum erst an einer kleinen Fellstelle am Rücken. Warte 24 Stunden ab – zeigt dein Hund Juckreiz oder Rötungen, verzichte auf das Produkt.

Für einen mittelgroßen Hund reichen 2-3 Sprühstöße aufs Fell. Mehr nicht. Hunde riechen 40-mal intensiver als Menschen – was für uns kaum wahrnehmbar ist, kann für sie überwältigend sein.

Sprühe nie direkt ins Gesicht oder auf die Nase. Das Parfum gehört aufs Fell zwischen den Schulterblättern oder auf das Halsband.

Zeigt dein Hund nach dem Aufsprühen Unruhe oder kratzt sich vermehrt, wasche das Parfum sofort mit klarem Wasser ab.

Kannst du Hundeparfum selbst herstellen?

Ein selbstgemachtes Hundeparfum ist möglich – aber nur mit den richtigen Zutaten. Viele DIY-Rezepte im Internet sind für Hunde ungeeignet.

Sichere Basis-Mischung: 30 ml Aloe Vera Gel mit 2 Tropfen echtem Lavendelöl (Lavandula angustifolia). Nicht mehr als 2 Tropfen – ätherische Öle sind hochkonzentriert.

Kamille und Ringelblume eignen sich ebenfalls, sind aber schwerer zu dosieren. Finger weg von Zitrusdüften, Pfefferminze oder Rosmarin – diese können bei Hunden Unverträglichkeiten auslösen.

Teste deine Mischung immer erst an dir selbst. Riecht sie für dich intensiv, ist sie für deinen Hund definitiv zu stark.