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Myelografie

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Myelografie
Definition

Die Myelografie ist eine Röntgenuntersuchung des Rückenmarks, bei der Kontrastmittel direkt in den Wirbelkanal injiziert wird.

Inhalt
  1. Wann wird eine Myelografie beim Hund durchgeführt?
  2. Wie läuft die Untersuchung ab?
  3. Welche Risiken bestehen?
  4. Was kostet eine Myelografie?
  5. Gibt es Alternativen zur Myelografie?
  6. Nach der Untersuchung

Die Myelografie ist eine Röntgenuntersuchung des Rückenmarks, bei der Kontrastmittel direkt in den Wirbelkanal injiziert wird. Das Verfahren macht Bandscheibenvorfälle, Tumore und andere Rückenmarksveränderungen sichtbar, die auf normalen Röntgenbildern nicht erkennbar sind.

Wann wird eine Myelografie beim Hund durchgeführt?

Dein Tierarzt empfiehlt eine Myelografie, wenn neurologische Tests auf ein Rückenmarksproblem hindeuten, aber ein MRT nicht verfügbar ist. Typische Indikationen sind Lähmungserscheinungen in den Hinterbeinen, plötzliche Schwäche ohne erkennbare Ursache oder Verdacht auf Wirbelsäulentumore.

Bei akuten Bandscheibenvorfällen – besonders bei Dackeln oder Französischen Bulldoggen – kann die Myelografie entscheidend sein, um die genaue Stelle und das Ausmaß der Kompression zu bestimmen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Dein Hund erhält eine Vollnarkose, da er während der Kontrastmittelinjektion absolut stillliegen muss. Der Tierarzt punktiert den Wirbelkanal meist zwischen dem ersten und zweiten Lendenwirbel und injiziert das Kontrastmittel unter Röntgenkontrolle.

Anschließend werden Röntgenbilder in verschiedenen Positionen angefertigt – dein Hund wird dafür vorsichtig gedreht. Die gesamte Prozedur dauert etwa 30 bis 45 Minuten.

Welche Risiken bestehen?

Die Myelografie birgt spezifische Risiken, die über das normale Narkoserisiko hinausgehen. Selten kann es zu Krampfanfällen durch das Kontrastmittel kommen – meist innerhalb der ersten Stunden nach dem Eingriff.

Schwerwiegender ist das Risiko einer Verschlechterung bestehender Lähmungen, wenn bereits schwere Rückenmarksschäden vorliegen. Aus unserer Erfahrung tritt dies in etwa 2-3% der Fälle auf.

Was kostet eine Myelografie?

Die Kosten liegen in Deutschland zwischen 800 und 1.500 Euro, je nach Klinik und Aufwand. Enthalten sind Narkose, Kontrastmittel, Röntgenbilder und die anschließende Überwachung.

In der Schweiz rechne mit 1.200 bis 2.000 Franken, in Österreich mit 900 bis 1.600 Euro.

Gibt es Alternativen zur Myelografie?

Das MRT hat die Myelografie in vielen Tierkliniken ersetzt. Es liefert detailliertere Bilder ohne Kontrastmittelinjektion ins Rückenmark – allerdings zu höheren Kosten.

Ein CT-Myelogramm kombiniert die Myelografie mit einer Computertomografie und bietet schärfere Bilder als die reine Röntgen-Myelografie.

Nach der Untersuchung

Dein Hund bleibt mindestens vier Stunden zur Überwachung in der Klinik. Der Kopf wird dabei leicht erhöht gelagert, um zu verhindern, dass Kontrastmittel ins Gehirn aufsteigt.

Leichte Unruhe oder Zittern in den ersten Stunden sind normal. Krampfanfälle oder zunehmende Lähmungen müssen sofort behandelt werden.