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Genetisch

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Genetisch
Definition

Genetisch bedeutet erblich bedingt, also durch die Gene von Vater und Mutter an den Welpen weitergegeben.

Inhalt
  1. Welche Eigenschaften werden genetisch vererbt?
  2. Welche Erbkrankheiten sind bei Hunden häufig?
  3. Wann sind Gentests beim Hund sinnvoll?
  4. Wie beeinflusst die Genetik die Hundezucht?

Genetisch bedeutet erblich bedingt, also durch die Gene von Vater und Mutter an den Welpen weitergegeben. Bei Hunden bestimmen diese Erbanlagen nicht nur Fellfarbe und Grösse, sondern auch die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten.

Welche Eigenschaften werden genetisch vererbt?

Jeder Welpe erhält einen vollständigen Gensatz von jedem Elternteil. Das erklärt, warum Geschwisterwelpen trotz gleicher Eltern unterschiedlich aussehen können.

Körperliche Merkmale wie Fellfarbe folgen meist einfachen Regeln. Ein schwarzer Labrador kann durchaus gelbe Welpen bekommen, wenn beide Eltern das rezessive Gelb-Gen tragen.

Bei der Körpergrösse wirken dagegen viele Gene zusammen, weshalb die Vorhersage schwieriger wird.

Komplexer ist die Vererbung von Verhaltenseigenschaften. Ein ängstlicher Hund bekommt nicht automatisch ängstliche Welpen. Die Prägung in den ersten Lebenswochen spielt eine mindestens ebenso grosse Rolle.

Welche Erbkrankheiten sind bei Hunden häufig?

Bestimmte Gesundheitsprobleme treten familiär gehäuft auf. Das liegt an defekten Genen, die über Generationen weitergegeben werden.

Hüftdysplasie betrifft vor allem grössere Rassen wie Deutsche Schäferhunde oder Rottweiler. Die Hüftgelenke entwickeln sich dabei fehlerhaft. Seriöse Züchter lassen ihre Zuchttiere röntgen und verwenden nur Hunde mit guten HD-Werten.

Progressive Retinaatrophie führt zur Erblindung und tritt bei vielen Rassen auf, besonders bei Collies und Pudeln. Anders als bei der Hüftdysplasie reicht hier ein Gentest aus, um Träger zu identifizieren.

Epilepsie kann ebenfalls vererbt werden. Bei Beagles und Labradors kommt sie häufiger vor als bei anderen Rassen. Die Diagnose ist allerdings schwierig, da andere Ursachen für Krampfanfälle ausgeschlossen werden müssen.

Wann sind Gentests beim Hund sinnvoll?

Für Züchter sind Gentests oft Pflicht, für normale Hundehalter eher optional. Bei Rassehunden mit bekannten Erbkrankheiten kann ein Test Klarheit schaffen.

Sinnlos sind Gentests bei Mischlingen ohne bekannte Risiken. Die meisten Erbkrankheiten sind rassenspezifisch, ein Labrador-Schäferhund-Mix wird kaum an Collie Eye Anomaly erkranken.

Wie beeinflusst die Genetik die Hundezucht?

Verantwortungsvolle Züchter kennen die Stammbäume ihrer Hunde über mehrere Generationen. Sie vermeiden Paarungen zwischen Trägern derselben Erbkrankheit.

Das funktioniert aber nur bei bekannten Problemen. Neue Erbkrankheiten tauchen immer wieder auf, besonders bei Rassen mit kleinen Genpools. Französische Bulldoggen leiden heute an Problemen, die vor 50 Jahren unbekannt waren.

Manche Züchter übertreiben es mit der Gesundheitsvorsorge. Wenn nur noch wenige „genetisch perfekte“ Hunde zur Zucht verwendet werden, verarmt der Genpool. Ein gesunder Mittelweg ist entscheidend.