Hundestrand: Toben erlaubt, Rücksicht Pflicht – 11 Regeln für einen entspannten Badetag mit Hund
Inhalt
- Die Regeln vor Ort beachten
- Der Rückruf muss funktionieren
- Keine ungefragte Begrüssung anderer Hunde
- Menschen in Ruhe lassen
- Sicherheit beim Schwimmen
- Keine Jagd auf Tiere
- Das Futter bleibt zuhause
- Spiele und Spielzeug mit Rücksicht auf Andere
- Hinterlassenschaften beseitigen
- Bei Ärger rechtzeitig eingreifen
- Für alle Fälle vorbereitet sein
Ein Badetag mit Hund kann richtig schön sein: gemeinsam schwimmen, spielen, herumtoben und einen entspannten Tag am Wasser verbringen. Damit das auch für andere Badegäste und Hunde funktioniert, braucht es allerdings ein wenig Rücksicht.
Denn auch am Hundestrand gilt: Nicht jeder Hund möchte Kontakt, nicht jeder Mensch hat gerne einen fremden nassen Hund neben sich und kein Tier freut sich über einen jagenden Vierbeiner. Wer seinen Hund gut im Blick hat, die Regeln vor Ort beachtet und auf seine Umgebung Rücksicht nimmt, trägt dazu bei, dass der Badetag für alle entspannt bleibt.
Wir haben deshalb 11 wichtige Regeln zusammengestellt, die Du beim Badetag mit Hund im Hinterkopf behalten solltest.
Die Regeln vor Ort beachten
Bevor Dein Hund direkt ins Wasser springt, lohnt sich ein Blick auf die Regeln vor Ort. Nicht überall, wo Menschen baden, sind Hunde automatisch willkommen. Je nach Strand, See oder Gemeinde gibt es Bereiche, in denen Hunde ganz verboten sind, nur zu bestimmten Zeiten erlaubt sind oder an der Leine geführt werden müssen. Ausgeschilderte Schutzgebiete, Brutbereiche oder andere gesperrte Zonen sind komplett tabu.
Achte deshalb auf Schilder und örtliche Hinweise und halte Dich an die jeweiligen Vorgaben. Die Regeln können sich sogar innerhalb eines Badegebiets unterscheiden.
Wichtig: Ein ausgewiesener Hundebereich bedeutet nicht automatisch, dass dort überall und jederzeit Freilauf erlaubt ist. Was vor Ort gilt, entscheidet im Zweifel die entsprechende Beschilderung.
Der Rückruf muss funktionieren
Am Hundestrand gibt es viele Ablenkungen: andere Hunde, Menschen, Wasser, spannende Gerüche und vielleicht ein vorbeifliegender Vogel. Deshalb sollte Dein Hund auch unter diesen Bedingungen zuverlässig auf Deinen Rückruf reagieren. Wenn das noch nicht sicher klappt, ist eine Leine oder Schleppleine immer die bessere Wahl.
Freilauf funktioniert nur, wenn Du Deinen Hund jederzeit wieder zu Dir holen kannst.
Das schützt nicht nur Deinen Hund, sondern verhindert auch, dass er andere Badegäste, Hunde oder Wildtiere bedrängt.
Keine ungefragte Begrüssung anderer Hunde
Nicht jeder Hund möchte mit jedem anderen Hund spielen. Manche brauchen Abstand, sind gerade mit ihrem Menschen beschäftigt oder fühlen sich bei fremden Hunden unwohl. Lass Deinen Hund deshalb nicht einfach zu anderen Hunden hinlaufen.
Besonders wichtig ist das bei angeleinten Hunden. Ihre Leine kann ein klares Signal sein, dass gerade kein Kontakt gewünscht ist.
Auch ein freundlich gemeinter „Ich will nur kurz Hallo sagen“-Versuch sollte nie ungefragt stattfinden.
Menschen in Ruhe lassen
Ähnliches gilt für andere Menschen. Dass sie ebenfalls ihre eigenen Hunde dabei haben, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie direkten Kontakt zu allen anderen Hunden und ihren Haltern haben möchten. Noch etwas schwieriger wird es bei „Nicht-Hundehaltern“ in einem Bereich, der für Mensch und Hund gleichermassen frei zugänglich ist.
Auch wenn Dein Hund Menschen grundsätzlich toll findet: Nicht jeder Badegast möchte von einem Hund begrüsst werden.
Anspringen, Ablecken oder das neugierige Durchsuchen fremder Taschen und Handtücher ist grundsätzlich tabu. Halte Deinen Hund auch von Menschen fern, die gerade essen, sich sonnen oder einfach ihre Ruhe haben möchten.
Ein freundlicher Hund ist eine tolle Sache, aber Rücksicht gehört zum Badetag mit Hund einfach dazu.
Sicherheit beim Schwimmen
Auch einen geübten Schwimmer unter den Hunden darfst du beim Baden nicht aus den Augen lassen – du hast auch am Strand eine generelle Aufsichtspflicht für Deinen Hund.
Behalte Deinen Hund im Blick und achte darauf, dass er nicht zu weit hinausschwimmt oder sich durch Wellen, Strömung (insbesondere im Meer) oder Erschöpfung in eine schwierige Situation bringt.
Auch im Wasser gilt Rücksicht: Lass Deinen Hund nicht einfach zu fremden Badegästen oder Hunden schwimmen. Nicht jeder möchte im Wasser von einem fremden Hund bedrängt, bespritzt oder zum Spielen aufgefordert werden.
Keine Jagd auf Tiere
Möwen, Enten und andere Tiere gehören nicht zum Freizeitprogramm Deines Hundes. Lass ihn keine Vögel oder andere Tiere jagen, egal wie gross der Spass an der Verfolgung für ihn ist.
Gerade an Seen und Flussufern können sich ausserdem geschützte Bereiche oder Brutplätze befinden. Halte Dich deshalb an entsprechende Absperrungen und Vorgaben vor Ort.
Das Futter bleibt zuhause
Am Hundestrand muss nicht jeder Hund erfahren, was es beim Nachbarn Leckeres gibt. Futter, Kauartikel und andere begehrte Ressourcen können schnell Streit zwischen Hunden auslösen.
Verteile kein Futter zwischen mehreren Hunden und füttere auch niemals einen fremden Hund ungefragt.
Was Dein Hund zu fressen bekommt, darf ruhig warten, bis Ihr wieder zuhause seid.
Spiele und Spielzeug mit Rücksicht auf Andere
Ball, Frisbee und andere Spielzeuge sorgen bei vielen Hunden für Begeisterung. Am gut besuchten Hundestrand können sie allerdings schnell andere Hunde oder Badegäste stören.
Achte darauf, wo Du das Spielzeug wirfst und ob andere Menschen oder Hunde dadurch bedrängt oder gefährdet werden.
Fremdes Spielzeug ist tabu. Nicht jeder Hund möchte seinen Ball teilen und nicht jeder Halter möchte, dass ein anderer Hund mit seinem Spielzeug davonläuft.
Auch beim Buddeln ist Rücksicht gefragt. Ein Hund darf seinem Buddeltrieb nachgehen, falls es vor Ort erlaubt ist und niemand dadurch gestört oder gefährdet wird. Grössere Löcher solltest Du anschliessend wieder zuschütten, damit sie nicht zur Stolperfalle für andere werden.
Hinterlassenschaften beseitigen
Was du nicht willst, was man dir tu… Stell dir vor, du geniesst einen schönen Tag am Strand und trittst plötzlich barfuss in einen „duftenden“ Hundehaufen. Keine sehr schöne Vorstellung, oder?
Hundekot gehört selbstverständlich in den Beutel und anschliessend in einen vorgesehenen Abfalleimer. Das gilt eigentlich überall, egal wo du mit Deinem Hund unterwegs bist.
Bei Ärger rechtzeitig eingreifen
Nicht jede Begegnung zwischen Hunden verläuft entspannt. Wenn Du bemerkst, dass Dein Hund oder ein anderer Hund angespannt, ängstlich oder aufdringlich wird, solltest Du frühzeitig reagieren. Hol Deinen Hund zu Dir, schaffe Abstand und beende die Situation, bevor daraus ein Konflikt entsteht.
Auch beim Spiel gilt: Wird aus ausgelassenem Toben gegenseitiges Bedrängen, ist eine Pause sinnvoll.
Besonders am Hundestrand sollte niemand einfach darauf warten (und hoffen), dass Hunde einen Konflikt untereinander klären.
Für alle Fälle vorbereitet sein
Auch am entspannten Badetag mit Hund kann mal etwas passieren. Ausreichend Kotbeutel, eine Leine, Handtücher und frisches Trinkwasser gehören zur Grundausstattung.
Je nach Ort und Situation können weitere Dinge sinnvoll oder sogar vorgeschrieben sein.
Kommt es zu einer Verletzung oder einem anderen Schaden, ist es sinnvoll, die eigenen Angaben zur Haftpflichtversicherung griffbereit zu haben. Auch wichtige Kontaktdaten des behandelnden bzw. nächsten Tierarztes vor Ort sind im Notfall hilfreich.
Welche Unterlagen Du tatsächlich mitführen musst, hängt vom jeweiligen Land, Kanton und den örtlichen Vorgaben ab.