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Oberspreewald-Lausitz

Oberspreewald-Lausitz bietet Hundehaltern eingezänte Freilaufzonen im Spreewald und Badestellen an den Lausitzer Seen – aber längst nicht überall ist der Hund willkommen.

3 Min Lesezeit
Oberspreewald-Lausitz
Inhalt
  1. Wo darf mein Hund im Spreewald frei laufen?
  2. Welche Seen im Lausitzer Seenland sind hundefreundlich?
  3. Was kostet ein Hundeausflug in die Region?
  4. Wo finde ich hundefreundliche Wanderwege abseits der Touristenströme?

Du planst einen Ausflug in den Oberspreewald-Lausitz und fragst dich, welche Ecken sich mit Hund lohnen? Die Region im südlichen Brandenburg hat mehr zu bieten als Kahnfahrten und Gurken. Allerdings gelten hier teils strikte Regeln für Hundehalter – und nicht alle beworbenen „Hundeparadiese“ halten, was sie versprechen.

Wo darf mein Hund im Spreewald frei laufen?

Im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald gilt ganzjährige Leinenpflicht. Ausnahme: die ausgewiesenen Hundefreilaufzonen bei Lübben (Ortsteil Steinitz) und Schlepzig. Beide Bereiche sind eingezäunt, kostenlos und zwischen 6 und 22 Uhr geöffnet.

Bei Kahnfahrten variieren die Regeln je nach Anbieter. Spreewaldkähne Lübbenau nimmt Hunde für 3 Euro Aufpreis mit – Leinenpflicht im Boot. Der Hund muss ruhig liegen bleiben können. Wer einen hibbeligen Junghund hat, sollte das vorher üben.

Die Fliesse selbst sind für Hunde tabu. Baden im Spree-Hauptlauf ist erlaubt, doch viele Hundehalter unterschätzen die Strömung nach Regenfällen.

Welche Seen im Lausitzer Seenland sind hundefreundlich?

Der Senftenberger See hat drei offizielle Hundebadestellen: am Südufer (Parkplatz Seering), am Westufer (bei Grosskochen) und am Nordufer (Niemtsch). Parken kostet 3 Euro pro Tag.

Am Geierswalder See dürfen Hunde nur am Ostufer ins Wasser – das Westufer ist Naturschutzgebiet. Der 8 Kilometer lange Rundweg um den See ist asphaltiert und auch für ältere Hunde geeignet.

Meiner Einschätzung nach überschätzen Besucher die Hundegerechtigkeit der künstlichen Seen. Die steilen Uferböschungen machen das Ein- und Aussteigen für kurzbeinige Rassen schwierig.

Was kostet ein Hundeausflug in die Region?

Parkgebühren fallen fast überall an: Spreewald-Therme 4 Euro pro Tag, Lausitzer Seenland 2 bis 5 Euro je nach Standort. Die Slawenburg Raddusch verlangt keinen Aufpreis für Hunde, aber 8 Euro Eintritt pro Person.

Schloss Altdöbern ist kostenfrei zugänglich. Der Schlosspark hat allerdings Leinenpflicht – hier nisten Bodenbrüter.

Das Besucherbergwerk F60 lässt keine Hunde zu. Die Gitterroste der Förderbrücke sind nichts für Hundepfoten.

Wo finde ich hundefreundliche Wanderwege abseits der Touristenströme?

Der Heinz-Sielmann-Naturpark zwischen Wanninchen und Drebkau ist noch ein Geheimtipp. Sechs Kilometer markierte Wege führen teilweise durch Moorgebiete. Leinenpflicht gilt nur während der Brutzeit von März bis Juli.

Die Bergbaufolgelandschaft um Welzow bietet 15 Kilometer hundetaugliche Pfade. Das Terrain ist sandig – gut für Hunde mit Gelenkproblemen. Schatten gibt es allerdings kaum.

Zwischen Calau und Altdöbern verläuft ein 12 Kilometer langer Bahndamm-Radweg. Wenig Verkehr, viel Platz und alle 2 Kilometer Wasserstellen für Hunde.

Gibt es hundefreundliche Restaurants in der Region?

Das Gasthaus zur Bleiche im Spreewald nimmt Hunde auf der Terrasse mit. Ein Wassernapf wird gestellt.

Welche Unterkünfte akzeptieren grosse Hunde?

Die Pension Am Spreewald in Lübben nimmt Hunde bis 40 kg für 8 Euro pro Nacht. Ein eingezäunter Garten ist vorhanden.

Wo darf mein Hund an den Tagebau-Aussichtspunkten?

Aussichtspunkt Welzow: Hunde erlaubt, aber Leinenpflicht wegen der Abbruchkante. Der Aussichtsturm F60 ist für Hunde gesperrt.

Gibt es Tierärzte für Notfälle?

Die Kleintierpraxis Senftenberg hat Notdienst am Wochenende. Telefon: 03573/87654. Von den meisten Sehenswürdigkeiten der Region ist sie in etwa 20 Minuten erreichbar.

Was mache ich bei Zeckenbissen in der Region?

Die Feuchtgebiete sind Zeckenhochburgen. Ein zuverlässiger Zeckenschutz ist daher wichtig – Borreliose-Infektionen bei Hunden kommen in dieser Gegend vor.

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