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Hundefachmesse HUND|2024

2 Min Lesezeit
Hundefachmesse HUND|2024
Inhalt
  1. Welche Schweizer Hunderassen gibt es?
  2. Eigenschaften und Arbeitsvergangenheit
  3. Eignung für Anfänger
  4. Wo Schweizer Hunderassen kennenlernen

Die Schweiz hat neun von der FCI anerkannte Hunderassen hervorgebracht. Alle entstanden über Jahrhunderte hinweg als Arbeitshunde in den Alpen – ob als Viehtreiber auf Bergalmen, als Rettungshunde im Schnee oder als Jagdhunde im schwierigen Gelände.

Welche Schweizer Hunderassen gibt es?

Die FCI (Fédération Cynologique Internationale) erkennt neun Rassen als originär schweizerisch an:

Die vier Sennenhunde:
• Grosser Schweizer Sennenhund
• Berner Sennenhund
• Appenzeller Sennenhund
• Entlebucher Sennenhund

Die übrigen fünf Rassen:
• Bernhardiner
• Schweizer Laufhund
• Schweizer Niederlaufhund
• Jura-Laufhund
• Weisser Schweizer Schäferhund

Der Weisse Schweizer Schäferhund ist die jüngste dieser Rassen und wurde erst 2011 von der FCI anerkannt.

Eigenschaften und Arbeitsvergangenheit

Schweizer Hunderassen sind durchwegs Arbeitshunde. Die Sennenhunde trieben Vieh, bewachten Höfe und zogen kleine Karren zum Markt. Der Bernhardiner rettete Menschen aus Schneelawinen. Die Laufhunde jagten Wild im alpinen Gelände.

Diese Herkunft prägt die Rassen bis heute: Sie sind robust, ausdauernd und benötigen eine Aufgabe. Körperliche und geistige Auslastung gehört zur Haltung zwingend dazu.

Eignung für Anfänger

Das hängt von der einzelnen Rasse ab. Ein Berner Sennenhund zeigt sich gelassener als ein Appenzeller Sennenhund.

Alle Schweizer Rassen bringen ihren Arbeitswillen mit und wollen beschäftigt werden. Für Hundeanfänger eignen sich am ehesten die ruhigeren Vertreter: Grosser Schweizer Sennenhund oder Weisser Schweizer Schäferhund. Hochaktive Rassen wie der Appenzeller oder Entlebucher Sennenhund fordern Erfahrung und konsequente Führung.

Wo Schweizer Hunderassen kennenlernen

Die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) organisiert regelmässig Ausstellungen und Events, an denen sich die Rasseklubs aller neun Schweizer Rassen präsentieren.

Auch auf regionalen Hundemessen und Zuchtschauen kannst du die Rassen live erleben. Viele Züchter nehmen sich Zeit für Gespräche. Ein Besuch beim Züchter vor der Welpenentscheidung ist in jedem Fall Pflicht – dort siehst du, wie die Hunde leben und welches Temperament sie zeigen.

Welche Schweizer Hunderasse ist am beliebtesten?

Der Berner Sennenhund führt die Beliebtheitsskala klar an. Sein freundliches Wesen und seine Gelassenheit machen ihn zum gefragten Familienhund – mit einer vergleichsweise kurzen Lebenserwartung von 7 bis 9 Jahren.

Sind alle Schweizer Hunderassen gross?

Nein. Der Entlebucher Sennenhund und die beiden Niederlaufhunde sind mittelgross. Nur die klassischen Sennenhunde (ausser dem Entlebucher) und der Bernhardiner sind wirklich gross.

Haben Schweizer Hunderassen gesundheitliche Probleme?

Wie bei allen Rassehunden bestehen rassetypische Anfälligkeiten. Grosse Rassen neigen zu Hüftdysplasie, Sennenhunde haben teilweise Herzprobleme. Seriöse Züchter lassen ihre Zuchttiere untersuchen und können Gesundheitszeugnisse vorlegen.

Warum heissen die Sennenhunde „Sennenhunde“?

„Senn“ ist das schweizerdeutsche Wort für einen Hirten, der im Sommer das Vieh auf den Bergalmen betreut. Diese Hunde halfen beim Hüten und Treiben der Kühe.

Kann ich Schweizer Hunderassen auch in Deutschland oder Österreich kaufen?

Ja, in allen drei Ländern existieren Züchter. Achte darauf, dass der Züchter einem VDH-Verein (Deutschland) oder ÖKV-Verein (Österreich) angeschlossen ist. Diese arbeiten nach den gleichen Standards wie die SKG in der Schweiz.