Buchempfehlung: Grunderziehung und Dummytraining
Praxistest der Kosmos Retrieverschule mit konkreten Trainingsbeispielen und ehrlicher Einschätzung, was funktioniert.
Inhalt
- Was unterscheidet dieses Buch von anderen Trainingsratgebern?
- Welche konkreten Übungen sind besonders wertvoll?
- Was funktioniert in der Praxis – und was nicht?
- Für welche Hundehalter ist das Buch geeignet?
- Gibt es Alternativen zu diesem Buch?
- Was kostet die Kosmos Retrieverschule und wo erhältst du sie?
Du hast einen Retriever, der beim Spaziergang alles Mögliche apportiert – nur nicht das, was du möchtest? «Die Kosmos Retrieverschule: Grunderziehung und Dummytraining» verspricht systematisches Training für diese apportierfreudigen Hunde.
Was unterscheidet dieses Buch von anderen Trainingsratgebern?
Das Buch fokussiert sich ausschliesslich auf Retriever und deren spezielle Bedürfnisse. Andere Ratgeber behandeln allgemeine Hundeerziehung – hier geht es um die Arbeit mit dem Apportiertrieb.
Ein Beispiel: Statt der üblichen «Sitz-Platz-Bleib»-Kaskaden startet das Buch mit dem «Steadiness-Training» – dem kontrollierten Warten vor dem Apport. Der Hund lernt, Wild oder Dummy erst auf Kommando zu holen, auch wenn es direkt vor seiner Nase liegt.
Welche konkreten Übungen sind besonders wertvoll?
Das «Memory-Training» gehört zu den stärksten Kapiteln. Der Hund lernt dabei, sich mehrere Apportel zu merken und sie in bestimmter Reihenfolge zu holen. Die Autorin erklärt das schrittweise – vom einfachen Doppel-Retrieve bis zu komplexen Mehrfach-Markierungen.
Besonders praxistauglich ist die «Stopp-Pfeife»-Methode. Der Hund lernt, auf Pfiff anzuhalten und sich dann per Handzeichen dirigieren zu lassen. Das funktioniert auch bei Hunden, die normalerweise «selektiv taub» sind, sobald sie eine Spur verfolgen.
Die Wasserarbeit-Kapitel gehen über das übliche «Hund schwimmt halt gern» hinaus. Es geht um Entfernungseinschätzung, Strömungslesen und das Arbeiten in unübersichtlichem Gelände.
Was funktioniert in der Praxis – und was nicht?
Die kleinschrittigen Aufbauübungen sind durchdacht. Ein Golden Retriever-Halter aus unserem Bekanntenkreis berichtete, dass sein Hund nach vier Wochen Training erstmals zuverlässig «Aus» befolgte – vorher war jeder Apport ein Tauziehen.
Kritisch sehen wir die zeitlichen Angaben. «Nach zwei Wochen beherrscht dein Hund das Blindensuchen» ist optimistisch. Bei charakterstarken Retrievern dauert es länger, bis sie die Selbstständigkeit beim Suchen zugunsten der Führung aufgeben.
Die Troubleshooting-Abschnitte sind hilfreich. Was machst du, wenn der Hund zwar apportiert, aber nicht loslässt? Oder wenn er nur seine Lieblingsdummies holt?
Für welche Hundehalter ist das Buch geeignet?
Du benötigst Zeit und Geduld für die Übungen. Wer nur am Wochenende trainiert, wird mit den Trainingsplänen nicht weiterkommen. Das Buch richtet sich an Halter, die täglich 15–30 Minuten investieren können.
Retriever-Halter ohne Jagdambitionen profitieren ebenfalls vom systematischen Apporttraining. Ein ausgelasteter Retriever ist ein entspannterer Begleiter im Alltag.
Gibt es Alternativen zu diesem Buch?
«Apportieren – kinderleicht» von Pia Gröning ist einsteigerfreundlicher, aber weniger spezifisch für Retriever. Für reine Haushalts-Retriever ohne Jagdambition ist es die bessere Wahl.
Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, sollte zusätzlich «Retrievertraining» von Hinrich Michaelsen lesen – das ist die Profi-Ergänzung.
Was kostet die Kosmos Retrieverschule und wo erhältst du sie?
Das Buch kostet etwa 20 Euro und ist über den Amazon-Link erhältlich (Affiliate-Link). Die meisten Buchhandlungen führen es auf Bestellung.