Dummy
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC-BY 3.0 Ein Dummy ist eine künstliche Wildattrappe aus Canvas oder Kunststoff, die im Hundetraining zum kontrollierten Apportieren verwendet wird.
Inhalt
Welche Materialien eignen sich für Dummies?
Canvas-Stoff mit Granulat-Füllung hat sich am besten bewährt. Der Stoff ist robust genug für Hundezähne, aber weich genug um Verletzungen zu vermeiden. Kunststoff-Dummies sind günstiger, können aber bei kräftigem Zubeissen splittern.
Das Gewicht macht den Unterschied: 250-500 Gramm simulieren eine Stockente realistisch. Leichtere Dummies frustrieren grosse Hunde – das Apportieren fühlt sich „falsch“ an. Zu schwere Dummies überfordern Welpen oder kleine Rassen.
Wie beginne ich das Dummy-Training mit einem Anfängerhund?
Der erste Schritt ist das „Hold“: Dummy ins geöffnete Maul legen und mit dem Kommando „Tragen“ bestätigen. Drei Sekunden halten lassen, dann „Aus“ sagen und das Dummy ruhig abnehmen. Niemals am Dummy ziehen – das startet ein Zerrspiel.
Erst wenn der Hund das Dummy zehn Sekunden ruhig trägt, kommt der erste Wurf. Maximal zwei Meter weit, in sichtbares Gelände. Der Hund soll Erfolg haben, nicht suchen müssen.
Was bedeuten die verschiedenen Dummy-Farben?
Weiss und Orange sind Standard für das Sichttraining – der Hund soll das Dummy bewusst fallen sehen. Grün und Braun kommen später dazu, wenn das Markieren („Wo ist es hingefallen?“) sitzt. Diese Farben sind schwerer zu entdecken und fördern die Nasenarbeit.
Schwarze Dummies sind Profi-Material für fortgeschrittene Hunde. Bei Dämmerung oder dichtem Unterholz muss der Hund komplett auf seine Nase vertrauen.
Welche Dummy-Form passt zu meinem Hund?
Standard-Dummies (zylindrisch) funktionieren für alle Hunde. Enten-Dummies mit Kopf und Schwanz sind realistischer, aber schwerer zu tragen – nichts für Anfänger. Kaninchen-Dummies sind länger und schmaler, ideal für Hunde mit kleinem Maul.
Grosse Hunde ab 25 Kilo brauchen Standard-Grösse (etwa 25 cm). Kleinere Hunde kommen mit Mini-Dummies besser zurecht. Ein zu grosses Dummy frustriert – der Hund kann es nicht richtig greifen.
Wie unterscheidet sich Dummy-Training von normalem Apportieren?
Beim Dummy-Training steht Kontrolle im Vordergrund, nicht Geschwindigkeit. Der Hund soll auf das Kommando „Apport“ warten, auch wenn das Dummy schon gefallen ist. Diese Impulskontrolle ist bei der Jagd überlebenswichtig.
Das „Einweisen“ gibt es nur beim Dummy-Training: Mit Handsignalen dirigierst du deinen Hund zu einem Dummy, das er nicht gesehen hat. Das trainiert Vertrauen und Kommunikation zwischen Hund und Halter.
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