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Bregenzerwald

Der Bregenzerwald bietet hundefreundliche Wanderwege von leicht bis anspruchsvoll. Leinenpflicht gilt überall, aber mit der richtigen Vorbereitung wird es zum perfekten Hundeurlaub.

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Bregenzerwald
Inhalt
  1. Welche Wanderwege im Bregenzerwald sind hundefreundlich?
  2. Wo gilt Leinenpflicht im Bregenzerwald?
  3. Was benötigt dein Hund für Bergwanderungen?
  4. Welche Unterkünfte nehmen Hunde auf?
  5. Häufige Fragen zum Bregenzerwald mit Hund

Du planst einen Urlaub im Bregenzerwald – und willst deinen Hund natürlich mitnehmen. Verständlich. Die Region in Vorarlberg hat einiges zu bieten: Wanderwege von gemütlich bis richtig fordernd, Almwiesen, Bachläufe. Aber bevor ihr losstapft, lohnt ein kurzer Blick auf die Regeln. Denn in Vorarlberg gilt grundsätzlich Leinenpflicht – auf öffentlichen Wegen ebenso wie in Naturschutzgebieten.

Welche Wanderwege im Bregenzerwald sind hundefreundlich?

Nicht jeder Weg taugt für Pfoten. Der Quelltuffweg in Lingenau zum Beispiel ist so ein Geheimtipp, den man wirklich empfehlen kann: breite, weiche Waldpfade, keine steilen Passagen, 2,5 km bis zu geologischen Besonderheiten. Auch ältere Hunde oder Vierbeiner, die nicht mehr ganz so trittsicher sind, kommen dort gut durch.

Ganz anders der Bregenzerwald Höhenweg. Der fordert – dich und deinen Hund. Schotterpassagen, exponierte Stellen, bei Nässe wird’s rutschig. Ehrlich gesagt: Wer hier mit einem untrainierten Hund antritt, bereut es spätestens auf halber Strecke. Mindestens 15 km Wandererfahrung sollte dein Hund mitbringen, bevor ihr euch an die längeren Etappen wagt.

Den Panoramaweg Diedamskopf mit jungen Hunden unter zwölf Monaten? Lieber nicht. 800 Höhenmeter Aufstieg – die Gelenke sind in dem Alter schlicht noch nicht dafür gemacht. Bei fitten, ausgewachsenen Hunden sieht die Sache anders aus: Oben warten schattige Rastplätze mit Wasserzugang, und die Aussicht entschädigt für alles.

Wo gilt Leinenpflicht im Bregenzerwald?

Kurze Antwort: überall auf öffentlichen Wegen. Auch Wanderwege sind da keine Ausnahme. Einzig eingezäunte Hundewiesen in manchen Gemeinden bieten etwas Freilauf.

Besonders konsequent kontrolliert wird in den Naturschutzgebieten. Das Natura-2000-Gebiet rund um die Moore zwischen Krumbach und Riefensberg ist Brutgebiet für Birkhühner – wer dort mit einem freilaufenden Hund erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Kein Spaß.

Auf den Almen zwischen Mai und Oktober gilt dasselbe, aus anderem Grund: Weidebetrieb. Kühe mit Kälbern können auf Hunde aggressiv reagieren. Das ist keine Theorie – das passiert. Leine dran, Punkt.

Was benötigt dein Hund für Bergwanderungen?

Pfotenschutz auf Schotterwegen – unerlässlich. Hundeschuhe oder Pfotenwachs schützen vor scharfen Steinen. Wichtig: die Schuhe vorher zuhause testen, nicht erst am Wandertag. Ein Hund, der zum ersten Mal mit Schuhen läuft, stolpert. Das kennt jeder, der das schon erlebt hat.

Wasser: mindestens 0,5 Liter pro 10 kg Hundegewicht einpacken. Bergbäche wirken verlockend, können aber Giardien enthalten. Eine faltbare Wasserschüssel nimmt kaum Platz weg und ist im Rucksack schnell vergessen – bis man sie braucht.

Ein Erste-Hilfe-Set für Hunde gehört ins Gepäck: elastische Binde, Desinfektionsmittel, Zeckenzange. Und noch etwas, das oft übersehen wird: Auf 1000 Metern Höhe ist die UV-Strahlung deutlich intensiver. Hunde mit heller Nase brauchen Sonnenschutz – kein Witz.

Welche Unterkünfte nehmen Hunde auf?

Das Biohotel Schwanen in Bizau hat sich wirklich auf Hundehalter eingestellt: eigener Hundegarten, Futter- und Wassernäpfe im Zimmer, sogar ein Hundesitter-Service für Ausflüge ohne Tier. Für alle, die auch mal eine Museumsführung oder ein Konzert ohne vierbeinige Begleitung erleben wollen.

Wer es günstiger mag: Der Gasthof Adler in Schwarzenberg nimmt Hunde für 12 Euro pro Nacht auf – dafür gibt’s ein eigenes Körbchen und Willkommenssnacks. Kein Luxus, aber herzlich.

Bei Ferienwohnungen lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Reinigungsgebühren für Haustiere liegen oft zwischen 25 und 50 Euro zusätzlich. Kann sich trotzdem rechnen, wenn man länger bleibt.

Häufige Fragen zum Bregenzerwald mit Hund

Dürfen Hunde in die Gondeln am Diedamskopf?

Ja – und das kostenlos. Angeleint oder im Transportkorb muss der Hund bleiben. Eine Buchung vorab empfiehlt sich, gerade an Wochenenden kann es voll werden.

Sind Tierärzte im Bregenzerwald erreichbar?

Dr. Claudia Weber in Egg hat auch samstags Notdienst. Ihre Praxis liegt zentral für alle grösseren Wandergebiete der Region. Für echte Notfälle ist die Tierklinik Dornbirn rund um die Uhr erreichbar.

Können Hunde im Bregenzerwald schwimmen?

Der Lecknersee bei Schwarzenberg erlaubt Hunde im Wasser – ausserhalb der Badezonen. Die Bregenzer Ache dagegen ist meist zu kalt und zu strömungsreich, um das sorglos zu genießen. Lieber zweimal hinschauen, bevor man den Hund reinspringen lässt.