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Walenstadt

Walenstadt liegt dort, wo der Walensee auf schroffe Kalkfelsen trifft und das Churfirsten-Massiv seinen Schatten ins Wasser wirft. Die Kleinstadt im Kanton St. Gallen ist kein Touristenzentrum —…

Blick auf Walenstadt
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 de

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Worauf du in Walenstadt je nach Jahreszeit gerade mit deinem Hund achten solltest.

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In Walenstadt selbst sind erst wenige Fachleute eingetragen. Diese Tierärzte, Hundeschulen und Betriebe in der Nähe helfen dir weiter.

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Hintergrund zur Region

Walenstadt liegt dort, wo der Walensee auf schroffe Kalkfelsen trifft und das Churfirsten-Massiv seinen Schatten ins Wasser wirft. Die Kleinstadt im Kanton St. Gallen ist kein Touristenzentrum — und genau das macht sie für Hundehaltende so angenehm. Schmale Gassen, ein ruhiger Seeuferweg und Wälder, die sich gleich hinter den letzten Häusern auftun: Walenstadt belohnt alle, die das Unspektakuläre schätzen.

Mit dem Hund an der Leine schlenderst du hier morgens am Seeufer entlang, während der Nebel noch in den Felswänden hängt. Das Rauschen der Linth, die wenige Kilometer weiter in den Walensee mündet, begleitet dich auf Schotterwegen, die kaum ein Navi kennt. Walenstadt ist Durchgangsort und Ziel zugleich — wer bleibt, findet mehr als erwartet.

Ob du hier wohnst oder auf Tagesausflug bist: Die Region bietet Seeufer, Alpweiden, Schluchten und Auenwälder in unmittelbarer Nähe. Die Infrastruktur für Hunde ist überschaubar, die Natur ersetzt vieles davon. Dieser Beitrag fasst zusammen, was du vor Ort wissen musst — von Ausflugstipps bis zu Leinenpflicht und Tierarztsuche.

Tagesausflüge mit Hund in Walenstadt

Der Walensee glänzt blaugrün, die Churfirsten ragen senkrecht empor — kaum eine andere Gegend in der Ostschweiz setzt Wasser und Fels so dramatisch in Szene. Für Hunde und ihre Menschen bedeutet das: abwechslungsreiche Wege direkt vor der Haustür, von flachen Seepfaden bis zu steileren Waldrouten.

Seeuferweg Walenstadt — Flachweg mit Weitblick

Der Seeuferweg entlang des Walensees gehört zu den schönsten Flachstrecken der Region. Ab dem Ortszentrum Walenstadt führt der Weg westwärts, vorbei an Schilfflächen und kleinen Buchten, in Richtung Quinten und weiter nach Murg. Der Untergrund wechselt zwischen Kies, Asphalt und geschotterten Pfaden — gut begehbar für alle Vierbeiner. Prüfe vor jedem Abschnitt die Beschilderung vor Ort: An bestimmten Uferabschnitten, besonders in der Nähe von Badeplätzen und Naturschutzflächen, gelten saisonale Einschränkungen für Hunde.

Die Strecke bis Quinten ist autofrei und führt durch ein bemerkenswert mildes Mikroklima — hier wachsen Feigen und Palmen. Für deinen Hund bedeutet das im Sommer: wenig Schatten auf exponierten Abschnitten. Bring genug Wasser mit und plane Rastpausen ein. Der Rückweg erfolgt meist auf gleichem Weg oder per Schiff — ob Hunde auf die Walensee-Fähre mitdürfen, erfährst du direkt beim jeweiligen Anbieter.

Linthebene und Flussufer — weite Auenwälder im Osten

Östlich von Walenstadt öffnet sich die Linthebene, wo der Fluss durch breite Auenwälder mäandert. Die Wege hier sind meist eben und wenig frequentiert — ideal für Hunde, die Raum brauchen. Weide- und Schutzgebiete durchziehen die Ebene; halte deinen Hund in der Nähe von Feldern und Ufergehölzen unbedingt an der Leine oder in kontrollierbarer Nähe, da Wildtiere und Brutvögel die Auenlandschaft nutzen.

Besonders im Herbst lohnt sich die Linthebene: Das Licht fällt flach über das Schilf, Reifrost liegt auf den Wegen, und der Trubel des Sommers ist verflogen. Richtung Weesen verbinden Feld- und Radwege die Gemeinden; der Streckenabschnitt entlang des Linthkanals eignet sich als entspannte Halbtagestour. Achte auf die Markierungen der Naturschutzgebiete — manche Uferbereiche sind ganzjährig oder saisonal gesperrt.

Churfirsten-Einstieg Walenstadt — Wald und Alp für geübtere Teams

Direkt hinter dem Ortskern beginnt der Aufstieg in Richtung Churfirsten. Wege führen über Flumserberg und die umliegenden Alpen — für trittsichere Hunde ein Erlebnis, für unerfahrene Vierbeiner eine Herausforderung. Die ersten Waldabschnitte sind auch für normale Spaziergänge geeignet: schattiger Mischwald, mässige Steigung, kaum Autoverkehr. Höher oben öffnen sich Alpweiden, auf denen Nutztiere grasen.

Wo Schafe, Ziegen oder Kühe auf der Alp sind, muss der Hund an die Leine — das ist in der Schweiz gesetzlich geregelt und gilt unabhängig davon, wie gut dein Hund rückrufbar ist. Informiere dich vor Touren in höhere Lagen über den Umgang mit Wildtieren und Schutzgebieten auf der Website des Kantons St. Gallen. Im Winter können Lawinengefahr und gesperrte Forstwege die Planung verändern — prüfe aktuelle Berichte der Bergregion.

Weesen und der westliche Walenseezugang

Die Nachbargemeinde Weesen ist zu Fuss, per Rad oder mit dem Auto schnell erreichbar und erweitert den Aktionsradius erheblich. Am westlichen Seezipfel öffnet sich ein weiteres Panorama auf den Walensee, und der dortige Seeuferbereich bietet ruhigere Parkmöglichkeiten. Der kombinierte Tagesausflug Walenstadt–Weesen eignet sich gut für ausdauernde Hunde; die Strecke entlang des Sees verbindet beide Orte angenehm. Beachte auch hier Hinweisschilder zu Naturschutz und Badeplatzregelungen, die saisonal variieren können.

In und um Weesen findest du Beizli und Restaurants, die teils Hunde auf der Terrasse tolerieren — verbindlich klären lässt sich das nur mit einem kurzen Anruf vorab. Die Tourismuswebsite der Region Walensee gibt einen Überblick über Freizeitangebote und kann Ausgangspunkt für weitere Recherchehinweise sein.

Hund und lokale Regeln in Walenstadt

Sonntagmorgen, der Seeuferweg liegt fast leer vor dir — und trotzdem gilt: Wer mit Hund in Walenstadt unterwegs ist, sollte die lokalen Vorschriften kennen. Regeln zu Leinenpflicht, Hundesteuer und Listenhunden sind im Kanton St. Gallen und auf Gemeindeebene geregelt. Hier bekommst du einen Überblick; für verbindliche Auskünfte wende dich immer an die Gemeindeverwaltung Walenstadt oder die kantonalen Behörden.

Leinenpflicht in Walenstadt — wo und wann gilt sie?

Im Kanton St. Gallen gilt eine allgemeine Leinenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen, und Gemeinden können darüber hinaus eigene Vorschriften erlassen. In Walenstadt bedeutet das in der Praxis: In der Innenstadt, auf öffentlichen Plätzen, in Parkanlagen und in der Nähe von Spielplätzen ist Leinenpflicht die Regel. Prüfe die aktuelle Verordnung direkt bei der Gemeinde, da Regelungen angepasst werden können und Ausnahmebereiche nicht immer klar ausgeschildert sind.

Auf markierten Wanderwegen ausserhalb des Siedlungsgebiets ist die Situation differenzierter: Hier sind Hunde mancherorts freilaufend erlaubt, solange keine Nutztiere oder ausgewiesenen Schutzzonen vorhanden sind. In der Nähe von Wildschutzgebieten, Wildtierkorridoren und in der Brut- und Setzzeit (ungefähr März bis Juli) empfiehlt der Kanton erhöhte Vorsicht. Die aktuellen Hinweise findest du auf der offiziellen Website der Gemeinde Walenstadt.

Hundeanmeldung und Hundeabgabe in Walenstadt

In der Schweiz musst du deinen Hund innerhalb von 10 Tagen nach dem Erwerb oder Zuzug bei der zuständigen Stelle anmelden. Walenstadt gehört zum Kanton St. Gallen, wo die Anmeldung und die Hundeabgabe auf Gemeindeebene geregelt sind. Die Gemeinde erhebt eine Hundeabgabe — die genaue Höhe regelt die örtliche Verordnung, weshalb du die aktuelle Gebühr direkt bei der Gemeindeverwaltung erfragen solltest. Ausserdem verlangt das kantonale Recht, dass Hundehalter einen obligatorischen Sachkundenachweis erbringen.

Neu zugezogene Hundehaltende sollten sich rasch um die Ummeldung kümmern — die Frist ist kurz und Versäumnisse können Konsequenzen haben. Welpen müssen ebenfalls fristgerecht angemeldet werden. Alle aktuellen Informationen zur Hundehaltung im Kanton, inklusive der Pflicht zur Haftpflichtversicherung für Hunde, findest du beim Veterinäramt des Kantons St. Gallen.

Öffentlicher Verkehr und Gastronomie mit Hund

Walenstadt ist mit der S-Bahn (S6, Linie Zürich–Sargans) gut erreichbar. In Zügen der SBB dürfen Hunde grundsätzlich mitreisen — kleinere Hunde im geschlossenen Transportbehälter kostenlos, grössere Hunde an der Leine gegen ein ermässigtes Billett (halber Preis 2. Klasse) oder eine Hunde-Tageskarte. Eine generelle Maulkorbpflicht besteht im Schweizer ÖV nicht. Diese Regelung gilt schweizweit, kann aber angepasst werden; prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen direkt bei der SBB. Auf lokalen Buslinien gelten ähnliche Grundregeln.

In der Gastronomie entscheidet jeder Betrieb selbst, ob Hunde willkommen sind. In Walenstadt gibt es eine überschaubare Restaurantszene; Terrassen sind häufig hundefreundlicher als Innenbereiche. Ruf vor dem Besuch kurz an — das vermeidet Enttäuschungen und zeigt Respekt gegenüber dem Wirt. Wassernapf und Liegeplatz werden mancherorts bereitgestellt, sind aber keine Selbstverständlichkeit.

Listenhunde und Kot-Entsorgung

Der Kanton St. Gallen kennt keine kantonale Rasseliste im klassischen Sinn, aber das eidgenössische Tierschutzgesetz und kantonale Ausführungsbestimmungen regeln den Umgang mit als gefährlich eingestuften Hunden. Bestimmte Rassen oder Hunde mit auffälligem Verhalten können behördlichen Auflagen unterliegen, etwa Leinenpflicht in der Öffentlichkeit oder Maulkorbpflicht. Wenn du mit einem Hund unterwegs bist, der unter besondere Regelungen fällt, prüfe die geltende Rechtslage beim Veterinäramt des Kantons St. Gallen, bevor du reist.

Was die Kot-Entsorgung betrifft: In Walenstadt stehen im Siedlungsgebiet Entsorgungsstationen bereit, aber nicht flächendeckend auf allen Wegen. Trage Beutel immer bei dir — im Wald und auf Wanderwegen gibt es oft keine Infrastruktur. Hinterlassenschaften auf Gehwegen, Spielplätzen und in Parkanlagen können mit Bussen geahndet werden; die Höhe richtet sich nach der kommunalen Ordnung. Respektvolles Verhalten hält die Akzeptanz für Hunde in der Gemeinde hoch — das kommt allen Hundehaltenden zugute.

Praktisches vor Ort in Walenstadt

Wer mit Hund in Walenstadt unterwegs ist, merkt schnell: Die Stadt ist klein, aber die Infrastruktur für Vierbeiner ist solider, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Ein paar Adressen und Anlaufstellen kennst du am besten im Voraus — gerade wenn du als Tagesbesucher anreist und im Notfall nicht lange suchen willst.

Tierärztliche Versorgung und Notfälle

In Walenstadt selbst gibt es tierärztliche Praxen, die Grundversorgung und Routinebehandlungen abdecken. Für Notfälle ausserhalb der regulären Sprechzeiten empfiehlt es sich, den tierärztlichen Notfalldienst des Kantons St. Gallen im Voraus zu speichern. Der Kanton koordiniert Pikettdienste regional, sodass du im Ernstfall nicht ohne Anlaufstelle bist. Grössere Kliniken mit Notaufnahme für Tiere findest du im Raum Sargans (rund 10 Fahrminuten) oder in Bad Ragaz — plane bei ernsteren Verletzungen also etwas Wegzeit ein. Informiere dich vorab auf der Website des Veterinäramts Kanton St. Gallen über aktuelle Notfalldienste und zugelassene Praxen in deiner Nähe.

Bevor du mit deinem Hund in die Region reist, lohnt es sich, die wichtigsten Unterlagen griffbereit zu haben: Impfausweis, Heimtierausweis und die Nummer deiner Haustierkrankenversicherung (falls vorhanden). Gerade an Sommerwochenenden, wenn viele Ausflügler gleichzeitig am Walensee unterwegs sind, können lokale Praxen schnell ausgelastet sein.

Hundeschulen und Trainingsmöglichkeiten

Für regelmässiges Training bietet die Region rund um Walenstadt einige Möglichkeiten. Im nahen Sargans und Mels gibt es Hundeschulen und Kursanbieter, die sowohl Welpengruppen als auch Kurse für fortgeschrittene Hunde anbieten. Da das Angebot in Walenstadt selbst überschaubar ist, lohnt sich ein kurzer Blick auf regionale Verzeichnisse oder den Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG)-Sektionen im Kanton, die Trainingsmöglichkeiten und Vereine auflisten. Wer mit einem Neuhund zugezogen ist oder einen Junghund hat, findet in der Region kompetente Anlaufstellen — es braucht nur etwas mehr Reisebereitschaft als in einer grossen Stadt.

Für Tagesbesucher ist das Thema Hundeschule weniger relevant, aber Grundkommandos und Abrufbarkeit sind gerade am Walensee wichtig: Die Wege sind bei gutem Wetter belebt, Velofahrer nutzen den Uferweg, und nahe am Wasser gibt es Situationen, in denen ein zuverlässiger Rückruf schlicht Sicherheit bedeutet. Investiere vor dem Ausflug in solide Grundausbildung — das macht den Tag für euch beide entspannter.

Auslaufzonen und Freilaufflächen

Walenstadt verfügt nicht über ausgewiesene, eingezäunte Hundeauslaufzonen wie grössere Schweizer Städte. Das klingt nach einem Nachteil, ist es in der Praxis aber oft nicht: Die weitläufige Landschaft rund um den Walensee bietet natürliche Freiräume, sofern du die Leinenpflichtregeln kennst und einhältst. Ausserhalb der besiedelten Zone und abseits von Schutzgebieten gibt es Wege und Hänge, auf denen Hunde mit entsprechender Grundausbildung mehr Freiheit geniessen können. Prüfe aber immer die aktuell gültigen Regelungen der Gemeinde Walenstadt und des Kantons, denn Leinenpflicht und Betretungsverbote können sich je nach Saison und Gebiet ändern — insbesondere in Naturschutzgebieten am Seeufer.

Der Seeuferbereich selbst ist in Abschnitten unterschiedlich geregelt. Offizielle Badestellen und Bereiche mit hohem Menschenaufkommen verlangen in der Regel Leine. Ruhigere Abschnitte ausserhalb des Ortskerns können entspannter sein — aber auch dort gilt: Rücksicht auf andere Erholungssuchende ist keine Option, sondern Grundvoraussetzung für ein gutes Miteinander am See. Informiere dich direkt bei der Gemeindeverwaltung Walenstadt über aktuelle Regelungen für Hunde im öffentlichen Raum.

Pensionen, Betreuung und Unterkünfte mit Hund

Wer in Walenstadt übernachten möchte und einen Hund dabei hat, sollte frühzeitig anfragen — das Angebot an hundefreundlichen Unterkünften ist begrenzt, und gerade in der Hochsaison (Juli bis August) sind Kapazitäten schnell ausgebucht. Einige Ferienwohnungen und kleinere Gästehäuser in der Region akzeptieren Hunde, oft gegen einen Aufpreis oder mit spezifischen Bedingungen (Hund darf nicht allein gelassen werden, nur bestimmte Zimmer etc.). Frag beim Buchen explizit nach und kläre, ob ein hundefreundliches Zimmer oder eine Wohnung mit Garten verfügbar ist.

Für Tagesbesucher, die ihren Hund tagsüber betreuen lassen möchten, ist das lokale Angebot in Walenstadt selbst dünn. Hundetagesstätten und Betreuungsangebote findest du eher im Raum Sargans oder Buchs. Wer seinen Hund für einen längeren Zeitraum in einer Pension unterbringen muss, sollte das ebenfalls regional und rechtzeitig planen — die Nachfrage in der touristischen Sommersaison ist hoch. Einen ersten Überblick über regionale Betreuungsangebote gibt die Tourismusorganisation Ostschweiz, die auch hundefreundliche Betriebe listung.


Saisonal in Walenstadt

Der Walensee und die umgebenden Berghänge verwandeln sich mit den Jahreszeiten — was im Frühling ein stilles Naturparadies ist, wird im Sommer zum Ausflugsmagneten. Für Hundehaltende bedeutet das: Die beste Jahreszeit für stressfreie Ausflüge ist nicht unbedingt die Hauptsaison. Hier erfährst du, was die einzelnen Monate für dich und deinen Hund konkret bedeuten.

Frühling: Aufblühende Landschaft, aber Vorsicht in der Setz- und Brutzeit

Von März bis Mitte Mai erwacht die Region um Walenstadt aus dem Winterschlaf. Die Hänge über dem See werden grün, Schmelzwasserbäche rauschen talwärts, und die Temperaturen erlauben lange Spaziergänge ohne Hitzebelastung für den Hund. Das klingt ideal — und ist es weitgehend auch. Aber: Im Frühling gilt besondere Rücksicht gegenüber der Tierwelt. Rehe, Gämsen und Vögel haben ihre sensible Brut- und Setzzeit, und ein frei laufender Hund kann Wildtiere in eine lebensbedrohliche Stresssituation treiben, auch wenn er "nur spielen" will.

Bleibe auf markierten Wegen und halte deinen Hund in Waldrandgebieten und auf exponierten Hängen an der Leine — unabhängig davon, ob ein Schild explizit darauf hinweist. Im Kanton St. Gallen gilt während der Schonzeit eine erhöhte Sorgfaltspflicht für Hundehalter im Wald und in Flurgebieten. Informiere dich über die aktuellen Empfehlungen beim kantonalen Jagd- und Fischereiamt; die Regelungen können je nach Gebiet variieren. Ein weiterer Frühlingspunkt: Die Zeckenaktivität beginnt ab März. Führe nach jedem Ausflug eine gründliche Zeckenkontrolle durch — Hund und Mensch gleichermassen.

Sommer: Hitze am See und volle Wege

Der Sommer ist die Zeit, in der Walenstadt aus sich herauskommt. Der Walensee zieht Badegäste, Segler und Velofahrer aus der ganzen Ostschweiz an, die Uferpromenade ist belebt, und das Thermometer klettert an Hochsommertagen auf 30 Grad und mehr. Für deinen Hund bedeutet das: Hitzeschutz hat Priorität. Der Asphalt auf dem Uferweg kann sich stark aufheizen und Pfoten verbrennen — teste mit dem Handrücken, ob der Boden noch erträglich ist. Plane Ausflüge in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend und sorge für ausreichend Frischwasser.

Baden kann für Hunde am Walensee erfrischend sein, aber nicht überall ist das Hundeschwimmen willkommen. Offizielle Strandbäder und belebte Uferabschnitte haben in der Regel Bereiche, die für Hunde gesperrt oder mit Leinenpflicht belegt sind — prüfe die aktuelle Beschilderung vor Ort. Ruhigere Seeuferabschnitte ausserhalb der Ortschaft bieten eher die Möglichkeit, mit dem Hund ins Wasser zu gehen. Achte auch auf die Algenentwicklung: Bei warmem Wetter können Cyanobakterien (Blaualgen) auftreten, die für Hunde hochgiftig sind. Lass deinen Hund kein Seewasser trinken und meide brackig riechendes oder grünlich gefärbtes Wasser grundsätzlich. Warnhinweise der Gemeinde findest du auf der Website der Gemeindeverwaltung Walenstadt.

Ein weiterer Sommertipp: Vermeide Hochbetriebszeiten wie Wochenenden zwischen 11 und 17 Uhr, wenn der Uferweg am stärksten frequentiert ist. Morgens um sieben oder abends nach achtzehn Uhr ist Walenstadt eine andere Stadt — ruhiger, kühler, entspannter für euch beide.

Herbst: Goldene Stunden für Hundehaltende

Der Herbst ist für viele Hundehaltende die schönste Jahreszeit rund um Walenstadt — und das aus gutem Grund. Die Touristensaison ebbt ab, die Wege werden ruhiger, und das Licht über dem See nimmt diese goldene Qualität an, die man schwer beschreiben, aber gut fotografieren kann. Die Temperaturen sind mild, der Boden noch trocken, und die Luft klar: ideale Bedingungen für längere Wanderungen auf den Höhenwegen über dem See oder ins Calfeisental.

Ab Oktober beginnt die Jagdsaison im Kanton St. Gallen — das ist für Hundehaltende relevant. In bejagten Gebieten solltest du deinen Hund konsequent an der Leine führen, deutlich sichtbare Wege bevorzugen und Waldgebiete abseits der Wanderwege meiden. Ein leuchtendes Halstuch oder eine Signalweste für den Hund ist in der Jagdsaison keine Überreaktion, sondern sinnvolle Sicherheitsmassnahme. Erkundige dich bei der Gemeindeverwaltung oder dem kantonalen Jagdamt, welche Gebiete in deiner Wanderregion bejagt werden. Herbst bedeutet ausserdem: Kastanien und Eicheln liegen auf den Wegen. Grosse Mengen davon können für Hunde magenreizend bis giftig sein — beobachte dein Tier und unterbinde übermässiges Fressen.

Winter: Ruhe, Kälte und kurze Tage

Walenstadt im Winter ist still. Der Walensee liegt oft unter einem Grauschleier, der Nebel hängt tief in den Flanken des Churfirsten, und die Wege am Ufer sind leer. Genau das macht Winterausflüge für Hundehaltende so angenehm: keine Menschenmassen, keine Hitze, kein Stress. Dein Hund kann in gemässigtem Tempo schnuppern, und du kommst zur Ruhe. Die Wassertemperatur des Sees ist im Winter entsprechend kalt — verhindere langes Baden, da Hunde trotz Fell schnell auskühlen können.

Ab einer gewissen Höhe liegt in der Region Schnee. Auf Höhenwegen und im Bereich der Alp Palfris können winterliche Verhältnisse herrschen, auch wenn es im Tal noch trocken ist. Informiere dich vor dem Start über aktuelle Wegzustände und beachte: Pfoten können durch Streusalz auf Trottoirs und Strassen gereizt werden. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Spaziergang im Dorf, und prüfe regelmässig auf Risse im Pfotenballen. Pfotenpflegecreme oder Pfotenschuhe können im Winter hilfreich sein.

Die Tage sind kurz: Im Dezember und Januar wird es bereits um 16:30 Uhr dunkel. Plane deine Ausflüge entsprechend, trage reflektierendes Material am Hund (Halsband, Leine, Geschirr) und bring eine Stirnlampe mit. Gerade auf den etwas abgelegeneren Wegen oberhalb des Sees kann es ohne Ausrüstung ungemütlich werden. Winter in Walenstadt belohnt aber alle, die sich darauf einlassen: Die Sicht auf den See an klaren Frosttagen ist von einer Klarheit, die den Sommer vergessen lässt.

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