Hintergrund zur Region
Erkrath liegt im Kreis Mettmann, eingeklemmt zwischen Düsseldorf und dem Bergischen Land — und genau diese Lage macht die Stadt für Hundehaltende so interessant. Grüne Täler, weitläufige Wälder und die Nähe zur Neandertal-Region bieten dir und deinem Hund Abwechslung direkt vor der Haustür. Wer hier lebt oder zu Besuch kommt, merkt schnell: Erkrath ist kleinstädtisch ruhig, aber naturräumlich erstaunlich reich.
Das Neandertal beginnt praktisch am Stadtrand, und der Blick über die Kalkfelsen des Düsseltals lässt sich zu Fuß erschließen — mit Hund an der Seite noch schöner. Zwischen dem alten Ortskern Alt-Erkrath, den Hügeln um Hochdahl und den Wegen entlang der Düssel entsteht ein Bewegungsraum, der für tägliche Runden ebenso taugt wie für ausgedehnte Wochenend-Touren. Sandige Wege, dichte Buchenwälder und offene Wiesenstreifen wechseln sich in einem Rhythmus ab, der Hunde jeder Größe und jeden Alters glücklich macht.
Für alle, die mit Hund in Erkrath wohnen oder einen Tagesausflug planen, lohnt sich eine gute Vorbereitung. Regeln, Leinenpflichten und saisonale Besonderheiten ändern sich, und die offizielle Kommunikation der Stadt Erkrath ist die verlässlichste Quelle. Diese Seite gibt dir einen strukturierten Überblick — von den schönsten Ausflugszielen bis zu den wichtigsten lokalen Vorschriften.
Tagesausflüge mit Hund in Erkrath
Wenn der Morgennebel noch in den Tälern hängt und dein Hund ungeduldig an der Leine zieht, weißt du: Erkrath hat einiges zu bieten. Die Region um die Stadt vereint Naturschutzgebiete, historische Kulturlandschaften und gut ausgebaute Wanderwege — und das alles ohne lange Anfahrt.
Neandertal und Düsseltal: Natur direkt vor der Stadt
Das Neandertal ist das bekannteste Ausflugsziel in der direkten Umgebung Erkraths — und für Hunde ein echtes Erlebnis. Der Weg durch das Düsseltal führt entlang des Flusses, durch Kalkfelsen und dichte Vegetation, die im Sommer wohltuend kühl wirkt. Die Strecke ist gut beschildert, und du kannst je nach Kondition verschiedene Schleifen kombinieren. Wichtig: Das Neandertal liegt teilweise im Naturschutzgebiet; prüfe vor deinem Besuch, welche Abschnitte für Hunde zugänglich sind und ob Leinenpflicht gilt — die aktuellen Regelungen veröffentlicht der Kreis Mettmann auf seiner offiziellen Website.
Der Fluss Düssel begleitet dich auf weiten Teilen des Wegs, und viele Hunde nutzen die flachen Uferstellen zum Abkühlen. Achte dabei auf Schilder, die das Betreten von Uferbereichen regeln — nicht alle Abschnitte sind für Hunde freigegeben. Die Parkplätze am Neandertal sind an Wochenenden gut besucht; ein früherer Start zahlt sich aus. Für einen entspannten Halbtagesausflug ist diese Route eine der besten Optionen aus Erkrath heraus.
Hildener Heide: Weite und Windstille südlich von Erkrath
Nur wenige Kilometer südlich von Erkrath liegt die Hildener Heide, eines der größten Heideschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen. Das weitläufige Areal bietet Sandwege, Kiefernwälder und offene Heideflächen — ein Kontrast zur bewaldeten Hügellandschaft des Neandertals. Hunde können hier tief schnuppern und weite Strecken zurücklegen, ohne auf Straßenverkehr zu stoßen. Die Hildener Heide ist ein offiziell ausgewiesenes Naturschutzgebiet, und damit gelten strikte Regeln zum Schutz von Bodenbrütern und Wildtieren.
Besonders in der Brut- und Setzzeit von Frühjahr bis Sommer solltest du deinen Hund unbedingt an der Leine führen und die ausgewiesenen Wege nicht verlassen. Die Naturschutzbehörde des Kreises Mettmann informiert über aktuelle Betretungsregelungen. Außerhalb der sensibelsten Monate ist die Heide ein beeindruckendes Ausflugsgebiet, das auch bei regelmäßigen Besuchen nicht langweilig wird — die Landschaft verändert sich je nach Jahreszeit stark.
Wälder rund um Hochdahl: Hügelig, grün und wenig überlaufen
Der Erkrather Stadtteil Hochdahl grenzt unmittelbar an ausgedehnte Waldflächen, die sich Richtung Bergisches Land erstrecken. Diese Wege sind bei weitem nicht so bekannt wie das Neandertal — ein Vorteil für alle, die ruhige Runden ohne Touristentrubel bevorzugen. Die Forstwege sind gut begehbar, und die Hügel sorgen für ein natürliches Auf und Ab, das Hunde fordert und müde macht. Besonders die Morgenstunden sind hier fast menschenleer.
Viele der Wege führen durch Mischwald mit alten Buchen und Eichen, der im Herbst spektakuläre Farben zeigt. Für Hundebesitzer mit Kindern eignet sich das Gebiet gut: Die Wege sind breit genug für Kinderwagen, und es gibt kaum steile, gefährliche Abschnitte. Parken kannst du an verschiedenen Stellen am Waldrand; orientiere dich an den lokalen Wanderkarten, die du zum Beispiel über das NRW-Tourismus-Portal abrufen kannst. Achte auf Hinweisschilder zu Forstarbeiten, die in bestimmten Abschnitten temporäre Sperrungen verursachen können.
Alt-Erkrath und der Stadtkern: Spaziergänge mit Geschichte
Wer keine weite Fahrt will, findet auch im alten Ortskern von Alt-Erkrath angenehme Spazierrouten. Die historische Umgebung mit Fachwerkhäusern, kleinen Grünflächen und dem alten Kirchplatz eignet sich gut für ruhige Abendrunden oder Sonntagsspaziergänge, wenn wenig Trubel herrscht. Hunde an der Leine sind im Ortskern das Gebot der Stunde — sowohl aus Rücksicht auf Passanten als auch wegen der geltenden Vorschriften. Kleine Grünstreifen und Parkanlagen bieten Schnüffel-Pausen zwischendurch.
Vom Ortskern aus lassen sich gut kurze Routen Richtung Düsselaue zusammenstellen, die auch für ältere oder weniger mobile Hunde geeignet sind. Die Wege sind überwiegend befestigt und auch bei schlechtem Wetter gut begehbar. Gastronomie mit hundefreundlichen Außenbereichen gibt es vereinzelt — frage am besten vorab an, ob dein Hund willkommen ist, denn das liegt im Ermessen des jeweiligen Betriebs.
Hund und lokale Regeln in Erkrath
Wer mit Hund in Erkrath unterwegs ist, spürt schnell: Die Regeln sind da, auch wenn sie im Alltag oft nicht laut sichtbar sind. Ein kurzer Blick auf die kommunalen Vorschriften schützt vor Ärger — und sorgt dafür, dass Hunde in der Stadt willkommen bleiben.
Leinenpflicht in Erkrath: Wo und wann gilt sie?
In Erkrath gilt wie in den meisten nordrhein-westfälischen Städten eine Leinenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen — dazu gehören in der Regel Fußgängerzonen, Spielplätze, Schulhöfe und stark frequentierte Grünanlagen. In Naturschutzgebieten wie der Hildener Heide oder Teilen des Neandertals ist die Leinenpflicht aus Artenschutzgründen besonders streng. Verlasse dich nicht auf Hörensagen; die verbindliche Auskunft gibt dir die Stadt Erkrath direkt.
Die genauen Regelungen für das Stadtgebiet findest du auf der offiziellen Website der Stadt Erkrath. Dort sind auch Sonderregelungen zu bestimmten Jahreszeiten oder Veranstaltungen veröffentlicht. Grundsätzlich gilt: Im Zweifel Leine anlegen — das schützt deinen Hund, andere Menschen und Wildtiere. Wer uneinsichtig ist, riskiert ein Bußgeld, dessen Höhe die kommunale Ordnungsbehörde festlegt.
Für Waldgebiete ohne explizite Schutzgebietsausweisung gilt in NRW nach dem Landesnaturschutzgesetz ebenfalls eine Anleinpflicht in bestimmten Zeiträumen — nämlich in der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli. Diese Regelung betrifft auch die Wälder rund um Hochdahl. Informiere dich über die aktuellen Vorgaben beim zuständigen Ordnungsamt oder Forstbetrieb.
Hundesteuer und Anmeldepflicht in Erkrath
In Deutschland ist die Anmeldung deines Hundes bei der zuständigen Gemeinde Pflicht — das gilt selbstverständlich auch in Erkrath. Wer mit Erstwohnsitz in Erkrath gemeldet ist und einen Hund hält, muss diesen beim Stadtordnungsamt oder der Kämmerei anmelden. Mit der Anmeldung erhältst du eine Steuermarke, die dein Hund beim Spaziergang sichtbar tragen sollte.
Die Höhe der Hundesteuer richtet sich nach der städtischen Steuersatzung und kann sich ändern; genaue Beträge nennst du am besten direkt die Stadt, da Angaben schnell veralten. Für als gefährlich eingestufte Hunde gelten in der Regel erhöhte Steuersätze — auch das regelt die kommunale Satzung. Die aktuelle Hundesteuer-Satzung ist über die Stadtwebsite Erkrath oder direkt beim Stadtordnungsamt einsehbar.
Wer neu nach Erkrath zieht, sollte die Anmeldung zeitnah erledigen — in der Regel innerhalb weniger Wochen nach dem Zuzug. Eine vergessene Anmeldung gilt als Ordnungswidrigkeit und kann Folgen haben. Für Hunde, die du nur vorübergehend beherbergst, gelten gesonderte Regelungen; auch hier lohnt sich eine kurze Rückfrage bei der Stadtverwaltung.
Mit dem Hund in Bus und Bahn: ÖPNV in Erkrath
Erkrath ist gut an den Düsseldorfer ÖPNV-Verbund VRR angebunden — S-Bahn, Regionalbahn und Buslinien erschließen die Stadt. Grundsätzlich dürfen Hunde in Fahrzeugen des VRR mitgenommen werden, allerdings gelten dabei bestimmte Bedingungen: Kleine Hunde reisen häufig kostenlos in einer geeigneten Transportbox, größere Hunde benötigen einen eigenen Fahrschein und müssen an der Leine geführt werden.
Ob und wie dein Hund mitfahren darf, hängt vom jeweiligen Verkehrsunternehmen und der Tageszeit ab. Die verbindlichen Beförderungsbedingungen findest du beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) — prüfe diese vor deiner Fahrt, denn Regeln können sich ändern. In stark frequentierten Zügen oder zu Stoßzeiten ist besondere Rücksicht auf andere Fahrgäste angebracht. Ein gut sozialisierter, ruhiger Hund erleichtert die gemeinsame Fahrt erheblich.
Für Ausflüge nach Düsseldorf oder ins Bergische Land ist die Bahn eine praktische Alternative zum Auto — besonders wenn du keine Lust auf Parkplatzsuche hast. Maulkorbpflicht für bestimmte Hunde kann bei einzelnen Unternehmen vorgeschrieben sein; informiere dich vorab, damit du nicht am Bahnsteig abgewiesen wirst.
Listenhunde und Kampfhunde: Was gilt in NRW?
Nordrhein-Westfalen hat ein eigenes Landeshundegesetz (LHundG NRW), das sogenannte gefährliche Hunde reguliert. Bestimmte Rassen und Kreuzungen gelten per Gesetz als gefährlich und unterliegen strengeren Auflagen — darunter Leinen- und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit, besondere Haltungsvoraussetzungen und ein Erlaubnisvorbehalt. Die genaue Liste der betroffenen Rassen und die jeweiligen Anforderungen sind im LHundG NRW geregelt.
Wer einen Hund dieser Rassen hält oder halten möchte, muss vor der Anschaffung prüfen, ob und unter welchen Bedingungen das in Erkrath möglich ist. Die zuständige Behörde ist das Ordnungsamt der Stadt Erkrath in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt des Kreises Mettmann. Die aktuellen gesetzlichen Grundlagen findest du auf der Website des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW sowie in der jeweils aktuellen Fassung des LHundG NRW.
Auch wer einen Hund aus dem Ausland mitbringt oder neu erwirbt, sollte prüfen, ob die Rasse unter das Landeshundegesetz fällt. Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenzen — und im schlimmsten Fall droht die Beschlagnahme des Tieres. Im Zweifel ist eine frühe Rücksprache mit dem Veterinäramt des Kreises Mettmann die beste Absicherung.
Praktisches vor Ort in Erkrath
Erkrath liegt zwischen Düsseldorf und Wuppertal — gut angebunden, aber kein Großstadt-Trubel. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch ist, findet solide Infrastruktur: Tierarztpraxen, Hundeschulen und grüne Auslaufbereiche liegen meist in erreichbarer Nähe. Ein kurzer Überblick hilft dir, vor Ort gut aufgestellt zu sein.
Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst
In Erkrath selbst gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde und andere Kleintiere behandeln. Für Routineuntersuchungen, Impfungen oder kleinere Verletzungen bist du meist ohne langen Weg versorgt. Wichtig: Prüfe vor deinem Besuch oder Ausflug, ob die Praxis deiner Wahl an dem jeweiligen Tag geöffnet ist — Sprechzeiten variieren und nicht alle Praxen haben samstags oder sonntags reguläre Öffnungszeiten.
Für Notfälle außerhalb der regulären Sprechzeiten gilt in Nordrhein-Westfalen ein regional organisierter Notdienst. Die Tierärztekammer Nordrhein veröffentlicht aktuelle Notdienstlisten, die du unter tieraerztekammer-nordrhein.de findest. Speichere die Nummer einer Notfallpraxis im Düsseldorfer Raum vorsorglich in deinem Handy — im Ernstfall spart das wertvolle Minuten. Tierärztliche Kliniken mit Nachtbereitschaft findest du vor allem in Düsseldorf, das von Erkrath aus in wenigen Autominuten erreichbar ist.
- Notdienstliste der Tierärztekammer Nordrhein regelmäßig prüfen
- Nächste Tierklinik mit 24-h-Betrieb in Düsseldorf suchen
- Impfpass und Versicherungsdaten griffbereit halten
Hundeschulen und Training in Erkrath
Rund um Erkrath gibt es Hundeschulen und Trainer, die von Welpenspielstunden bis zu Begleithundprüfungen ein breites Angebot abdecken. Gerade für Hunde, die neu in die Erkrather Umgebung kommen — mit ihren belebten Wegen entlang der Düssel und der Nähe zu Radwegen — lohnt sich frühzeitiges Training für gute Leinenführigkeit und sicheres Verhalten in Begegnungssituationen. Frag in lokalen Hundegruppen oder beim Tierarzt nach aktuellen Empfehlungen, da sich Angebote und Qualität ändern können.
Einige Anbieter in der Region bieten Einzel- und Gruppentraining im Freien an, was gerade in der hügeligen Landschaft des Neanderlands praktisch ist. Wer einen Hund aus dem Ausland mitgebracht hat oder einen Hund einer sogenannten Listenhunderasse hält, sollte zusätzlich prüfen, ob ein Wesenstest oder ein spezifischer Kursnachweis nach nordrhein-westfälischem Recht erforderlich ist — dazu mehr im Regelabschnitt. Die zuständige Stelle ist das Veterinäramt des Kreises Mettmann, das Erkrath zugehört.
Hundeauslaufzonen und freie Flächen
Erkrath bietet durch seine Lage am Rande des Neanderlands und entlang der Düssel natürliche Bewegungsräume, die für Hunde attraktiv sind. Ob und wo Hunde frei und ohne Leine laufen dürfen, ist durch kommunale Satzung und Einzelregelungen geregelt — prüfe die aktuellen Hinweisschilder vor Ort und die Informationen der Stadt Erkrath, da sich Auslaufzonen und Leinenpflichtbereiche ändern können.
In einigen Stadtteilen Erkraths — darunter Alt-Erkrath, Hochdahl und Unterfeldhaus — gibt es Grünflächen und Parkbereiche, die erfahrungsgemäß von Hundehaltern genutzt werden. Eingezäunte, offizielle Hundefreilaufflächen sind in kleineren Städten wie Erkrath seltener als in Großstädten; dafür kompensieren die weitläufigen Waldwege rund um den Neandertalweg und die Düsselniederung. Nutze diese Flächen mit Rücksicht auf Spaziergänger, Radfahrer und Wildtiere — besonders in der Brut- und Setzzeit.
- Aktuelle Auslaufzonen direkt beim Stadtordnungsamt erfragen
- Hinweisschilder an Parks und Grünflächen beachten
- In der Düsselniederung auf Leinenpflicht in sensiblen Bereichen achten
Hundebetreuung und Pensionen in der Region
Wer beruflich eingespannt ist oder eine Reise plant, bei der der Hund nicht mitkann, braucht verlässliche Betreuungsangebote. In Erkrath und im angrenzenden Kreis Mettmann gibt es Hundepensionen, Tagesbetreuungen und private Hundesitter. Da das Angebot überschaubar ist, lohnt es sich, frühzeitig zu buchen — besonders in den Schulferienzeiten in NRW, wenn die Nachfrage sprunghaft steigt.
Gewerbliche Hundebetreuung unterliegt in Deutschland bestimmten tierschutzrechtlichen Anforderungen. Frag beim Anbieter nach, ob er nach § 11 Tierschutzgesetz erlaubt ist — das ist ein Qualitätsmerkmal. Das Veterinäramt des Kreises Mettmann ist zuständig für Kontrollen und Erlaubniserteilungen; dort kannst du im Zweifel nachfragen. Private Hundesitter über Vermittlungsplattformen solltest du sorgfältig prüfen: Referenzen, Haftpflichtversicherung und ein Kennenlerntreffen sind Pflicht, keine Kür.
Alternativ bieten manche Tierheime in der Region — etwa das Tierheim Düsseldorf oder das Tierheim Wuppertal — Notunterbringungen an, falls die Betreuungssituation kurzfristig wegfällt. Kläre das vorab, denn Kapazitäten sind begrenzt.
Saisonal in Erkrath
Erkrath liegt im Übergangsbereich zwischen der milden Rheinebene und dem etwas raueren Bergischen Land — das spürt man im Jahresverlauf. Starke Hitze ist seltener als in Köln oder Düsseldorf, dafür kann es im Winter auf den Höhen von Hochdahl deutlich frischer werden als unten an der Düssel. Dein Hund erlebt mit dir vier klar unterschiedliche Jahreszeiten — jede mit eigenen Chancen und Risiken.
Frühling: Brut- und Setzzeit im Neanderland
Von März bis etwa Ende Juni erwacht die Natur rund um Erkrath mit Wucht. Die Wälder entlang des Neandertalwegs und die Wiesen der Düsselniederung sind beliebte Brut- und Setzgebiete für Feldhasen, Rehe und zahlreiche Bodenbrüter. Leinenpflicht in Naturschutzgebieten ist in dieser Zeit besonders ernst zu nehmen — das ist keine Empfehlung, sondern gesetzliche Pflicht nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW.
Achte darauf, dass dein Hund auch auf befestigten Wegen bleibt und nicht in hohes Gras oder Gebüsch abbiegt. Junge Rehe liegen in den ersten Lebenswochen reglos im Gras — ein Hund, der sie aufstöbert, kann erheblichen Schaden anrichten und du machst dich unter Umständen haftbar. Informiere dich über aktuelle Schutzgebietsgrenzen beim Kreis Mettmann, der die zuständige Untere Naturschutzbehörde stellt.
Der Frühling bringt außerdem Zeckenhochsaison. Im feuchten Unterholz entlang der Düssel sind Zecken früh aktiv — manchmal schon ab Februar bei mildem Wetter. Kontrolliere deinen Hund nach jedem Spaziergang gründlich, besonders an Ohren, Achseln, Bauch und zwischen den Zehen. Sprich mit deinem Tierarzt über geeignete Prophylaxe, denn FSME ist in NRW zwar kein Hochrisikogebiet, Borreliose aber durchaus ein Thema.
Sommer: Hitze, Wasser und heiße Böden
Erkrath hat zwar keine Strandpromenaden, aber die Düssel und ihre Nebenbäche bieten wasserbegeisterten Hunden im Sommer willkommene Abkühlung — sofern der Zugang erlaubt und der Bach Wasser führt. Prüfe vor Ort, ob das Baden im jeweiligen Abschnitt gestattet ist; Trinkwasserschutzzonen schließen das oft aus. Die Wasserqualität kann nach Starkregen kurzfristig beeinträchtigt sein.
An heißen Tagen — und die kommen auch im Kreis Mettmann — gilt: Spaziergänge in die kühlen Morgenstunden und den Abend verlagern. Asphalt und Pflastersteine in Erkraths Ortszentren speichern die Wärme und können Pfoten innerhalb von Minuten verbrennen. Der Sieben-Sekunden-Test ist hier sinnvoll: Hältst du deine Handinnenfläche sieben Sekunden lang schmerzfrei auf den Untergrund, ist er für deinen Hund erträglich.
Lass deinen Hund niemals in einem geparkten Auto zurück — auch nicht kurz und auch nicht im Schatten. Im Sommer können Temperaturen im Fahrzeuginneren innerhalb von Minuten auf lebensbedrohliche Werte steigen. Erkrath hat zwar kein eigenes Ordnungsamt rund um die Uhr besetzt, aber die Polizei handelt in solchen Fällen schnell. Frisches Wasser, schattige Pausenplätze und kürzere Strecken sind dein Sommerrezept für sichere Ausflüge.
- Morgendliche Spaziergänge bevorzugen (vor 9 Uhr)
- Wasser und eine faltbare Trinkschüssel immer dabei haben
- Pfoten nach Spaziergängen auf Hitze- oder Splitterschäden prüfen
- Hund nie im Auto lassen, auch nicht für wenige Minuten
Herbst: Waldwege, Nebel und neue Gefahren
Der Herbst ist für viele Hundehalter die schönste Jahreszeit rund um Erkrath. Die Laubwälder im Neanderland färben sich intensiv, die Temperatur ist angenehm und die Wege sind weniger belebt als im Sommer. Trotzdem lauern jahreszeitliche Risiken: Kastanien, Eicheln und vor allem Bucheckern können für Hunde giftig sein — besonders Bucheckern enthalten Fagin, das in größeren Mengen Vergiftungserscheinungen auslöst. Halte deinen Hund davon ab, Fallobst vom Boden zu fressen.
Im Herbst beginnt außerdem die Jagdsaison in den Wäldern rund um Erkrath. In bejagten Gebieten ist es Pflicht, Hunde an der Leine zu führen — unabhängig von sonstigen Regelungen. Schüsse in der Ferne können Hunde erschrecken und zur Flucht verleiten. Informiere dich bei der örtlichen Jägerschaft oder dem Forstamt über aktuelle Jagdzeiten, wenn du regelmäßig abseits der Hauptwege unterwegs bist. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (lanuv.nrw.de) bietet Hintergrundinformationen zu Schutzgebieten und Naturräumen.
Feuchtigkeit und Laub machen Wege im Herbst rutschig und unübersichtlich. Ältere Hunde oder solche mit Gelenkproblemen tun sich auf schlammigen Hängen schwer — kürzere Runden mit weniger Gefälle sind dann die bessere Wahl. Nach der Rückkehr lohnt sich ein kurzes Abtrocknen der Pfoten, um eingetragenen Schlamm und potenzielle Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aus umliegenden Feldern zu entfernen.
Winter: Salz, Kälte und kurze Tage
Erkraths Winter ist selten extrem, aber Frost, Schnee und Streusalz kommen regelmäßig vor — besonders auf den höher gelegenen Flächen in Hochdahl. Streusalz ist das größte Problem für Hundepfoten: Es reizt die Haut zwischen den Zehenballen, kann Risse verursachen und führt zu Unbehagen, wenn der Hund die Pfoten leckt. Nach jedem Winterspaziergang in der Stadt die Pfoten mit lauwarmem Wasser abwaschen — das ist einfach und effektiv.
Pfotenschutzcreme oder spezielle Hundeschuhe sind eine Option, die nicht jeder Hund toleriert. Gewöhne deinen Hund daran schrittweise und vor der Saison. Wer seinen Hund schon im Herbst an das Tragen von Schuhen gewöhnt, hat im Januar weniger Stress. Kurzhaarige Rassen und kleine Hunde kühlen schneller aus — ein gut sitzender Hundemantel ist bei Temperaturen unter fünf Grad sinnvoll, kein modischer Schnickschnack.
Die kurzen Tage bedeuten: Viele Gassirunden finden im Dunkeln statt. Achte auf gute Sichtbarkeit für dich und deinen Hund — reflektierende Leinen, LED-Anhänger oder ein Leuchtgeschirr machen euch für Autofahrer sichtbar. In Erkrath gibt es einige weniger beleuchtete Wegabschnitte entlang der Düssel und in den Randbereichen von Hochdahl, die im Dunkeln Aufmerksamkeit erfordern. Kurze, häufige Runden sind an kalten Tagen oft besser als eine lange — und für dich vermutlich genauso angenehmer.
- Pfoten nach Streusalzkontakt abwaschen
- Reflektierendes Zubehör für Dämmerung und Dunkelheit nutzen
- Kurzhaarige oder kleine Hunde mit geeignetem Mantel schützen
- Glattes Laub und Eisplatten auf Wegen frühzeitig erkennen
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